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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC

Through the obedience of the One the many will be made righteous" (Rom 5:19) - Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

Das ist  mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen"(Jes. 42,1) - Von P. Augustine Vallooran VC

*Das Fest der Darstellung des Herrn im Tempel, das wir am 2. Februar feiern, ist auch als    „Tag des Gott-Geweihten Lebens“ bekannt. Papst Franziskus hat die gesamte Kirche zu einem Jahr des Gott-Geweihten Lebens aufgerufen, das am 2. Februar 2016 endet. Er zählt auf die Gott-Geweihten, damit sie Propheten für diese Generation sind, um die ganze Welt zu einer radikalen Nachfolge Jesu aufzuerwecken. Dieses ist der einzige Weg zu einer freudigen menschlichen Existenz.

In diesem Jahr des Gott-Geweihten Lebens möchte Papst Franziskus die gesamte Kirche darauf aufmerksam machen, ihren Blick auf die Gnade der Ganzhingabe  an Jesus Christus auszurichten, welche in Gemeinschaften gelebt wird. Der Heilige Vater drängt uns, in Dankbarkeit auf die Vergangenheit zu schauen, die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben und die Zukunft in Hoffnung zu umarmen. Papst Johannes Paul II. hat das Fest der Darstellung des Herrn im Tempel zu einem Tag der Erneuerung der religiösen Versprechen erhoben. Er erinnerte dabei alle geistlichen Männer und Frauen:“ Ihr habt nicht nur eine herrliche Geschichte, an die ihr euch erinnert und die ihr erzählt, sondern auch eine große Geschichte, die vollendet werden will! Schaut auf die Zukunft, wo der Geist euch sendet, um noch größere Dinge zu vollbringen“ (Vita Consecrata Nr. 110).

Für all diejenigen, die entweder in kontemplativen Orden oder auch aktiven religiösen Kongregationen leben, ist es an der Zeit, diese Herausforderung anzunehmen und sich erneut dem Dienst in der Kirche hinzugeben.

„ Ich habe dich zum Propheten für die Völker bestimmt“ (Jer. 1,5)

Es ist ein sehr bemerkenswertes Zeichen, dass Papst Franziskus hervorhebt, dass der Weg der Ordensleute heute im Dienst der Kirche bedeutet, Propheten zu sein. Es reicht nicht aus, in Anspruch zu nehmen, Jesus radikal nachzufolgen. Der Papst schreibt, dass dazu alle Christen ohne Ausnahme berufen sind. Der Heilige Vater schreibt: „ Ein radikales evangelistisches Leben ist nicht nur etwas für Ordensleute; dazu ist Jeder berufen. Doch die Ordensleute folgen dem Herrn in besonderer Weise, auf einem prophetischen Weg....“(Brief für das Jahr des Gott- Geweihten Lebens II,2). „Prophetischer Weg“ heißt Zeugnis darüber abzulegen, wie Jesus auf dieser Erde gelebt hat; in anderen Worten meint es, der Mund Jesu in dieser modernen Welt zu sein. Das Wort Prophet kommt von dem griechischen Wort „ pro-phete“, was folgende Bedeutung hat: „ Sprechen für Gott“. In der Heilsgeschichte, sandte Gott Propheten, Männer, die er erwählte, für ihn zu seinem Volk zu reden. Die Propheten waren angewiesen auf Gott zu warten und die Botschaft von ihm zu bekommen, um sie dann machtvoll mit dem Volk Gottes zu teilen. Ihre Hingabe galt allein Gott. Sie beteten über die Probleme der Menschen und ergründeten den Willen Gottes, um ihn dann klipp und klar zu verkünden. Da sie sich über den Willen Gottes sicher waren, begannen sie ihre Prophetie mit der Erklärung, dass dieses das Wort Gottes ist. Der Prophet Bileam sagte es dem König Balak auf sehr klare Weise: „ Auch wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gibt, kann ich dem Befehl des Herrn nicht zuwiderhandeln und nach eigenem Gutdünken Gutes oder Böses bewirken. Ich muss sagen, was der Herr sagt“ (Num. 24,13).

Die Propheten haben keinen Kompromiss gemacht, um den Königen zu gefallen, denn ihre einzige Hingabe galt Gott und nur Gott allein. So waren sie fähig, die ganze Welt um sie herum aufzuwecken, um Gottes Wegen zu folgen. Das ist die Mission, welche die Gott - Geweihten in der heutigen Welt haben. Der Papst schreibt: „ Ich zähle darauf, dass ihr die Welt aufweckt, denn das Erkennungsmerkmal des geweihten Lebens ist die Prophetie“ ( Brief für das Jahr des Gott- Geweihten Lebens II,2).

Die heutige Welt hat sich den Weg der Säkularisation erwählt. Gott ist nicht mehr Teil der Vision der Welt des Menschen. Selbst diejenigen, die beanspruchen, an Gott zu glauben, haben ihn auf die Orte der Anbetung reduziert. Sie erlauben Gott nicht, ihre Denkweisen und ihren Lebensstil zu beeinflussen. Gott, der eine Randfigur des menschlichen Lebens geworden ist, kann die Hauptströmung des Lebens nicht bestimmen. Das, was angenehm und sinnvoll ist, zählt auch sofort für Jeden anderen. Die himmlische Dimension wird im irdischen Leben ausgespart. Wichtig ist nicht so sehr, dass Sünde die Welt beherrscht, sondern dass es niemanden gibt, der diese verdammt und die Menschen zu Gott zurückführt. In diesem Kontext findet der Heilige Vater einen großen Einfluss des Gott- Geweihten Lebens. „ Die Propheten empfangen von Gott die Gnade, die Zeit in der sie leben zu hinterfragen und die Zeichen zu deuten; sie sind wie Wächter, die in der Nacht wachen und das Kommen der Morgenröte erspüren (Jes. 21,11+12) .... sie sind fähig zu unterscheiden und das Böse der Sünde und der Ungerechtigkeit anzuprangern“ (Brief... II,2).

„ Die Freude am Herrn ist unsere Stärke“ (Neh. 8,10)

Die prophetische Botschaft der Ordensleute sollte darin verwurzelt sein, die Hoffnung und Freude zu verkünden. Die Welt sinkt sehr schnell in Zynismus, Verzweiflung und Sinnlosigkeit ab. Die wirtschaftlichen Strukturen und die Erfindungen der Technik haben die Menschen zwar einander näher denn jemals zuvor gebracht, doch nur um sie durch Zwänge des Hasses, der selbstsüchtigen politischen Agenda, des religiösen Fanatismus und der kommunalen Spannungen wieder zu entzweien. Das Leben ist noch angenehmer und komfortabler geworden, doch nur um den Menschen in die verzweifelte Suche nach dem Sinn seines Lebens zu stürzen. An dieser Kreuzung der Geschichte haben die Ordensleute eine unersetzliche Rolle zu spielen. Sie, die Jesus als die Bedeutung und das Ziel ihres Lebens angenommen haben, sollten lebendige Zeugen der Hoffnung und der Freude sein. Der Papst nimmt einen alten Spruch: „ Wo Ordensleute sind, da ist Freude,“ und fügt hinzu: „ Diese Redewendung ist wahr und sollte immer dort wahr werden , wo Ordensleute anwesend sind und arbeiten“. Der Papst fährt fort: „ Wir sind dazu berufen, zu wissen und zu zeigen, dass Gott fähig ist, unsere Herzen bis zum Überlaufen mit Glückseligkeit zu erfüllen; so dass wir unser Glück nicht woanders suchen brauchen; die wahre Geschwisterlichkeit, die in unseren Gemeinschaften gefunden wird, lässt unsere Freude noch größer werden“ (Brief...II,2). Dieser prophetische Auftrag, auf Jesus als die Quelle der Freude zu zeigen, ist in der heutigen Welt so notwendig. Die Welt verfolgt vorübergehende Genüsse, doch währenddessen scheint sich  diesem eine bleibende Freude zu entziehen. Doch Jesus hat den Schlüssel für dieses menschliche Sehnen: „ Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen bleibt“ (Joh. 15,11). Nachdem der Heilige Johannes Jesus begegnet ist, beschreibt er die Freude als Ergebnis seiner Erfahrung. Er schreibt: „ Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir.... damit unsere Freude vollkommen ist“ (1 Joh. 1,1-4).

Die Ordensleute haben diese intime Begegnung mit Jesus als ihr Vermögen. Der Papst erklärt weiterhin, dass wir auch in den Momenten der Enttäuschung und der Schwäche, die zum menschlichen Leben dazugehören, fähig sein sollen, das Angesicht Jesu Christi zu finden. Denn in solchen Erfahrungen werden wir ihm gleich, der aus Liebe zu uns, die Leiden des Kreuzes nicht zurückwies. Vielleicht erinnert es uns an die Lehre des Heiligen Petrus: „ Liebe Brüder, lasst euch durch die Feuersglut, die zu eurer Prüfung über euch gekommen ist, nicht verwirren, als ob euch etwas Ungewöhnliches zustoße. Stattdessen freut euch, dass ihr Anteil an den Leiden Christi habt.... Wenn ihr wegen des Namens Christi beschimpft werdet, seid ihr selig zu preisen; denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes, ruht auf euch“ (1 Petr. 4,12-14).

Die Leiden des gemeinschaftlichen Lebens und das Schwinden der Berufungen zum Ordensleben sollten in keiner Weise das Geweihte Leben in Frage stellen. Wir werden  vor den ‚ Propheten des Untergangs’ gewarnt, wie der Papst sagt: „ Ich ermahne euch, nicht bei den Gliedern der Schicksalspropheten mitzutun, die das Ende oder die Sinnlosigkeit des Geweihten Lebens in der Kirche in unseren Tagen proklamieren“. Unsere Hoffnung wird nicht von diesen bedrückenden Statistiken, sondern ganz allein vom Herrn und seinem Ruf bestimmt, denn darin liegt eine Hoffnung, die nicht enttäuscht.

„ Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm“ (Joh. 6,56)

Um im heutigen Szenario Propheten der Freude und der Hoffnung zu sein, müssen die Ordensleute „ in der persönlichen Beziehung zu Gott tief verwurzelt sein“, aber auch miteinander in den Ordensgemeinschaften. Eine vollkommene Hingabe an Jesus Christus ist das Herzstück eines geweihten Lebens. Eine intime Beziehung mit Jesus sollte die Quelle des Lebens sein, so dass man mit dem Heiligen Paulus sagen kann: „ Denn für mich ist Christus das Leben“ (Phil. 1,21). In der täglichen Eucharistiefeier erfahren wir diese Nähe, zu der Jesus uns einlädt, indem er sagt: „ Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch“ (Joh. 21,15). Der Papst beharrt darauf, wenn unsere erste Liebe Jesus ist, dann werden wir auch dazu befähigt sein, jede Person um uns herum zu lieben, denn wir haben in uns das Herz Gottes.

Alle Gründer von Ordensgemeinschaften haben den vorrangigen Platz im Zeitplan des Tages der Eucharistiefeier eingeräumt. Auf dem Altar wartet unser Hohepriester, um unsere Schwachheiten und Gebrechen in Stärke zu verwandeln. Beim Letzten Abendmahl nahm Jesus das Brot und sagte: „ Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. ... Nehmt und esst“. Dann nahm er den Kelch mit Wein und sagte:        „ Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird... Nehmt und trinkt“. Nachdem er dieses gesagt hatte, sprach er: „ Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lk. 22, 19). Tatsächlich versammeln wir uns am Altar, um dieses Gedächtnis Jesu zu feiern, der sich selbst hingegeben hat, damit wir das Heil erlangen. Wenn wir im Plural von „unserer“ Erlösung reden, dann klingt das so unpersönlich. Doch der Heilige Paulus fügt bedeutend hinzu: „ Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat“ (Gal. 2,20). Wir sollten uns nicht vorstellen, dass das Leiden, die Passion und der Tod Jesu wie ein Druck auf ihm lastet. Jesus sagte: „ Niemand entreißt mir mein Leben, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin“ (Joh. 10,18). Es war eine Entscheidung aus Liebe, die Jesus dazu anregte, sich selbst zu opfern, um verleugnet, verdammt und gekreuzigt zu werden. Es gibt ein wunderschönes Lied, das von den verschiedenen Momenten der Passion Christi bis zu seinem Tod erzählt. Den Höhepunkt des Liedes bildet ein kleiner Vers: „ Über allem dachte er an mich“. Dieser Vers offenbart die Liebe hinter dieser Tat. Jeder Schmerz, der an seinem Körper brannte, jede Träne, die er vergossen hat, war für meine Rettung. Wenn wir am Altar stehen, dann erkennen wir, wie kostbar wir in den Augen Gottes sind.

Wenn das Opfer das Maß der Liebe ist, dann erfahren wir die vollkommene Liebe, wenn wir am Altar stehen. Wenn wir also das Gedächtnis dessen feiern, wie sehr ich von meinem Gott auf dem Altar geliebt bin, dann steigen andere Erinnerungen aus der Tiefe meines Herzens auf- schmerzhafte Erfahrungen der Abwertung in meinem alltäglichen Leben. Der Papst sagt, dass „ wir wie jeder andere unsere Kämpfe haben, die dunklen Nächte unserer Seele, unsere Enttäuschungen und Schwächen und auch die Erfahrung dessen, langsamer zu werden mit dem fortschreitenden Alter“. Solche negativen Erfahrungen werten unser Leben ab und verdunkeln unseren Geist mit dicken Schatten des Unglückes. Doch in diesem Moment sollen wir uns an die Worte Jesu erinnern, die er zu Beginn des Letzten Abendmahles erwähnte: „ Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen“ (Lk. 22,15). Der Herr hat auf Jeden von uns am Altar gewartet, weil er weiß, wie gestresst und verwirrt wir sind, auch indem wir in der Hingabe an ihn leben. Er ist in diesen Schmerzen unseres Herzens gegenwärtig. „ Mein Elend ist aufgezeichnet bei dir. Sammle meine Tränen in einem Krug, zeichne sie auf in deinem Buch!“ (Ps. 56,8). Wenn wir die Schmerzen unseres Herzens zusammen mit dem Brot und Wein auf dem Altar aufopfern, dann nimmt der Herr uns an, salbt uns mit seinem Heiligen Geist und vergöttlicht uns, um mit seiner Kraft zu leben. Er nimmt uns mit allem, wie wir sind und was wir haben an und macht uns zu seinem Eigentum, wenn er sagt: „ Das ist mein. Das bin ich. Das ist mein Leib“. Ich werde von dieser großartigen Erfahrung der rettenden Liebe überwältigt.

Indem wir diese Erfahrung jeden Tag wieder erleben, werden wir wahrlich mit der Freude des Angenommen- Seins und des Geliebt- Seins, wie wir sind, getränkt. Jetzt sind wir bevollmächtigt durch Gottes eigene Kraft zu leben. Eine geistliche Person, die täglich diese Erfahrung macht, hat eine großartige Botschaft für die Welt. Der Papst schreibt: „ In einer Gesellschaft, welche dem Kult der Effizienz, der Fitness und dem Erfolg dient und dabei die Armen und ‚Verlierer’ nicht ernst nimmt, können wir durch unser Leben die Wahrheit der Worte der Schrift bezeugen: Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“ (2 Kor. 12,10). Diese Stärke kommt zuerst aus unserer persönlichen Beziehung mit dem Herrn Jesus und auch von unserer Gemeinschaft mit den Mitgliedern unserer Gemeinschaft. In einer geistlichen Gemeinschaft muss die Würde einer jeden Person respektiert werden und ein jeder muss seine Gaben mit allen Anderen teilen. Denn die Ordensleute sollen „ Experten der Gemeinschaft“ werden, wie der Papst es beschreibt. Weiterhin beschreibt der Papst, dass die jungen Menschen von heute nur einer Gemeinschaft beitreten, wenn sie die Ordensleute als glückliche Männer und Frauen erfahren.

„ Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme“ (1 Kor. 11,1)

An meiner Universität hatte ich einen Direktor, der Priester war. Wir hatten großen Respekt vor ihm, doch wir fürchteten uns auch vor ihm. Er war sehr diszipliniert. Er akzeptierte keinerlei Unordnung oder Disziplinlosigkeit. Er war eine sehr gute und starke Persönlichkeit, die immer um ihre Arbeit besorgt war. Eines Tages kam ein Mann in die Schule und begann ihn zu beleidigen. Dieser Mann schien betrunken zu sein und sprach sehr unanständig und auch verächtlich zu dem Priester. Wir hatten erwartet, dass dieser Priester gemäß seinem starken Charakter sehr stark auf diesen Mann reagieren würde. Der Vorwurf dieses Mannes war, dass sein Sohn im Examen durchgefallen war. Wir waren überrascht und auch schockiert zu hören, dass der Direktor sehr gütig zu ihm sprach. Doch dieser Mann fuhr fort, seine Stimme zu erheben und Schimpfwörter zu rufen. Wir waren über diese ganze Begebenheit sehr schockiert, insbesondere über das so untypische Verhalten unseres Helden! Als ich von der Schule nach Hause kam, beschäftigte mich diese Sache auch weiterhin. Ich dachte mir, dass der Direktor ihn doch hätte anschreien können, um seine Charakterstärke zu beweisen. Ich konnte nicht verstehen, wieso er sich selber erlaubt hatte, vor seinen Studenten gedemütigt zu werden. Einen Monat später gab es ein Picknick von der Schule und ich hatte die Gelegenheit, im Bus neben dem Direktor zu sitzen. Während wir miteinander sprachen, erwähnte ich auch meinen Eindruck, ob es nicht richtig gewesen wäre, diesem Mann eine Lektion zu erteilen. Doch der Direktor erklärte mir sehr geduldig, dass er als Priester sein Leben immer gemäß der Person Jesu formen lassen wolle. Er war sehr klar in seiner Disziplin und Ordnung, damit die Studenten in ihren Studien motiviert wären. Es würde nicht zu ihm passen, den Betrunkenen zur Disziplin zu rufen. Er wollte sich nicht vor einem Betrunkenen rechtfertigen, der ihn anschrie, weil Gott von uns wünscht, das wir das Böse mit dem Guten überwinden. Mehr Ärger würde nur noch mehr Ärger hervorbringen und diesen verbreiten und könnte auch in Gewalt ausarten. Der Priester erwähnte auch die Worte Jesu: „ Lernt von mir, denn ich bin gütig und demütig von Herzen“ (Mt. 11,29). Dieses erzählte ich meinen Freunden und wir alle waren über die tiefe Geistlichkeit seines Charakters beeindruckt. In mir hinterließ es einen tiefen Eindruck, dass die Worte Jesu sein Verhalten in einem angespannten und schwierigen Moment beeinflusst hatten. Sein Leben, seine Liebe und seine Hingabe an Christus, die ihn unter Kontrolle hielten, wurden eine inspirierende Erfahrung für mein Leben. Die Gegenwart einer geweihten Person wird von Jedem im Umkreis wahrgenommen und wird als ein authentisches Zeugnis unseres Herrn Jesus Christus dienen. Durch sie wird die Gegenwart Jesu real und für die Menschen heute erfahrbar.

Der zeitgemäße Mensch irrt in der Dunkelheit umher und kann den Weg zur wahren Freude nicht finden. Es gibt  überall irreführende Blitzlichter. Rund um die trügerischen Suchenden gibt es Fälschungen der Freude. Das Ergebnis ist, dass der Mensch in eine Art der verzweifelten Sinnlosigkeit abrutscht. Ein moderner indischer Schriftsteller schrieb so: „ Das Licht ist Betrübnis. Es ist besser, in der Dunkelheit zu bleiben“. An dieser Kreuzung der menschlichen Geschichte, wo die  Religion als Fanatismus betrachtet wird, der Nächste als Hölle, und das Leben wie eine nutzlose Last auf dem Menschen liegt, ist die einzige Hoffnung der Menschheit, dass die geweihten Personen in ihrer Authentizität des Lebens, Jesus durch ihr Leben gegenwärtig machen. Dieses ist in der Tat eine prophetische Mission.

Gebet

Herr Jesus, du bist der barmherzige und treue Hohepriester. Wir danken dir, dass du geweihte Menschen erwählt hast, die deiner Kirche dienen. Wir ersuchen deine Gnaden für sie. Sprich du zu ihren Herzen, damit sie mächtige Propheten sein können, die in der Wüste einen Weg bereiten können, damit deine Herrlichkeit für die ganze Menschheit erstrahlt. Du  hast sie berufen, ein Sauerteig in unserer Welt zu sein, der Freude, Hoffnung und Mut zu allen um sie herum bringt. Salbe sie mit deinem Heiligen Geist und mögen ihre Leben die Welt zu einer Erfahrung deiner rettenden Liebe führen. Amen.

 
Divine Updates

MAGNIFICAT in Bangalore

Celebrate an evening with our Lord in Bangalore at the 'Magnificat' on December 16, 2017. Services to be led by Fr Augustine Vallooran VC. All are welcome.

Venue: St. Joseph's Boys' School Chapel, Museum Road, Bangalore

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Emmanuel Conference at DRC

Welcome to the season of blessings - mark this Advent with special retreats for discipleship, couples and children at the Divine Retreat Centre. A time to strengthen yourself in the Lord, before the end of the year. Led by Fr Augustine Vallooran and the Divine team.

Date: December 24 - 29, 2017

Retreats in Divine Retreat Centre, UK

Divine Retreat Centre, Ramsgate UK, has announced several English and Malayalam language retreats to be led by Fr. George Panackal VC and Fr. Joseph Edattu VC. All are welcome.

Dates: Jan - Dec, 2018

Hindi Convention Ojas 2018

The Divine Retreat Centre will conduct our eighth Hindi convention, in 2018. Two retreats will be held simultaneously on the campus; one for adults and another for couples and youth. All are welcome.

Date: May 27 - June 1, 2018

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Mathew Elavumkal, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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