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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC
"I dwell with the crushed and the dejected“ (Is 57:15)

- Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

„Da stand Matthäus auf und folgte ihm"(Mt. 9,9) - Von P. Augustine Vallooran VC

Der Heilige Matthäus wird in den Evangelien als einer der zwölf Apostel Jesu erwähnt. Die zwölf Apostel waren von Jesus erwählt und beim Namen gerufen worden, um bei ihm zu sein. Dann wurden sie ausgesandt, um das Evangelium zu predigen. Also gehört der Heilige Matthäus zu den engsten Mitarbeitern Jesu und ist einer der ersten Lehrer der Frohen Botschaft geworden.

Die biographischen Details, die wir über den Heiligen Matthäus kennen, sind sehr gering und bruchstückhaft. Er wurde in Galiläa als Sohn des Alphäus geboren. Während der Besetzung von Palästina durch die Römer, war Matthäus ein offizieller Beamter der Regierung, der die Steuern von den Juden für den Tetrarchen von Galiläa, Herodes Antipas, einzutreiben hatte. Seine Zollstelle war in Kapharnaum. Als Zöllner war er von seiner eigenen jüdischen Gemeinschaft verschmäht und wurde wie ein Außenseiter behandelt.

Doch das Evangelium berichtet uns, dass Matthäus nach seiner Berufung Jesus zu einem Fest in sein Haus eingeladen hat.

Seine apostolische Tätigkeit begrenzte sich zuerst auf die christlichen Gemeinden in Palästina.

Er schrieb das Evangelium, um die Juden zu überzeugen, dass Jesus von Nazareth der Messias ist, in dem sich alle Verheißungen über das messianische Reich erfüllt haben. Es wird davon ausgegangen, dass er nach seinem Apostolat in Palästina nach Äthiopien ging und vermutlich auch nach Partha und Persien, wo er sich während der Zeit der Verfolgung von Herodes Agrippa im Jahr des Herrn 42 aufhielt.

In seiner Botschaft und seinem Leben verkündet der Heilige Matthäus, dass die Rettung des Menschen durch das Erbarmen Gottes geschieht. Er muss überrascht gewesen sein, dass Jesus ihn, der von seinem eigenen Stamm als öffentlicher Sünder verstoßen war, in den Kreis seiner auserwählten Jünger aufgenommen hat. Er war ein Zöllner, und als dieser war es normal, unehrlich und von Habgier angespornt zu leben, bis er als Jünger Jesu erwählt wurde. Das Evangelium erzählt uns, dass Jesus ihn in Kapharnaum an der Hauptstraße in seinem Zollhäuschen traf. Er war dabei, Zollgüter zu versteuern, welche von Bauern, Kaufleuten und Karawanen importiert worden sind. Gemäß dem Steuer- System des römischen Reiches musste der Steuereintreiber einen sehr hohen Anteil der Summe an die Regierung zurückgeben. Deshalb forderte er von den Bürgern und Reisenden unverschämt hohe Steuern ein, um sich selbst ein gutes Einkommen zu verschaffen. Die Zöllner waren in ihrem Geschäft von den römischen Soldaten gedeckt. Genau wegen dieses Systems galten die Zöllner als korrupt, und da ihre Entscheidungen von den römischen Soldaten unterstützt wurden, konnte sie niemand bekämpfen. Matthäus war sich darüber im Klaren, dass er es nicht verdient hatte, einer so göttlichen Person wie Jesus nahe zu sein. Doch sobald er von Jesus berufen wurde, ihm zu folgen, antwortete er. Wir können drei Lektionen über die Nachfolge Jesu lernen.

Die Frohe Botschaft des Evangeliums ist, dass die Gnade Gottes nicht vom menschlichen Verdienst abhängig ist. Gott schließt niemanden aus seiner Freundschaft aus. Tatsächlich waren aber die Pharisäer und Schriftgelehrten schockiert, dass Matthäus von Jesus eingeladen wurde. Daraufhin entgegnete ihnen Jesus: „ Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. ...Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten“ (Mt. 9,12+13). Matthäus selbst war sich über seine Unwürdigkeit, ein Jünger Jesu zu sein, sehr bewusst. Doch er war viel mehr über die Tatsache dieser besonderen Berufung beeindruckt, welche ihn in eine so nahe Beziehung mit Jesus brachte. Er schämte sich auch seiner sündigen Vergangenheit nicht, sondern diese machte ihn dankbar für das, was der Herr für ihn getan hatte. Es ist bemerkenswert, dass die anderen Jünger niemals das abfällige Wort „Zöllner“ über ihn erwähnten, obwohl er es eingestanden hatte. Vielleicht war es wegen der Ehrfurcht und dem Respekt, den sie vor ihrem Bruder, dem Evangelisten hatten. Tatsächlich war nämlich das Wort „ Zöllner“ so abfällig, dass es im Evangelium immer im Zusammenhang mit dem gering geschätzten Sünder verwendet wird. In den Evangelien erscheinen an verschiedenen Stellen mehrfach die Worte „ Zöllner und Sünder“ zusammen (Mt. 9,10; Lk. 15,1), genauso wie „ Zöllner und Dirnen“ (Mt. 21,31).

Matthäus schämt sich nicht, diesen Ausdruck für sich selber zu gebrauchen, weil er die Entscheidung getroffen hat, sein vergangenes Leben hinter sich zu lassen und Jesus nachzufolgen. Er ist dem Ruf Jesu unverzüglich gefolgt. Das Evangelium beschreibt es so: „ Da stand Matthäus auf und folgte ihm“ (Mt. 9,9). Seine Bereitschaft war so groß, dass er dem Ruf Jesu folgte und ohne Angst vor seinen Vorgesetzten seine Steuerlisten unfertig zurückließ. Dieser bereite Gehorsam, dem Ruf Jesu zu folgen, bedeutete auch, alles, was ihm eine sichere Einkommensquelle war, zu verlassen. Er jedoch dachte nicht an die Konsequenz seines Gehorsams nach, noch kalkulierte er die Möglichkeiten, die er in Zukunft hatte. Seine Antwort war vielmehr ein großes Fest für ihn, und wir hören, dass er in seinem Haus ein großes Fest zur Ehre Jesu gab. Während dieses Festes murrten die Pharisäer und Schriftgelehrten darüber, dass Jesus sich mit den Zöllnern und Sündern abgab, doch er verkündete ihnen das Geheimnis des Herzens Gottes:             „ Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“ (Mt. 9,13).

Die Berufung des Matthäus und seine Antwort offenbaren auch den zentralen Punkt unseres Heils. Unser Leben mit Gott hängt vom Erbarmen Gottes ab und nicht von unserem Verdienst. Wenn Gott uns erwählt und wir seinem Ruf großzügig antworten, dann werden selbst die schmerzhaften und sündigen Erfahrungen der Vergangenheit in der Herrlichkeit des Erbarmens Gottes reingewaschen. Wir werden dann nicht voller Scham und Bitterkeit auf die Vergangenheit zurück schauen, sondern mit unermesslicher Freude über die Vergebung, die der Herr uns in seinem Erbarmen geschenkt hat.

Der Heilige Johannes Chrysostomos hat einmal die Berufung der Apostel kommentiert. Dabei erklärt er, dass diese Apostel einen herrlichen Namen und eine große Rolle in der Heilsgeschichte haben, obwohl ihre Vergangenheit sündig und sie gesellschaftlich unbedeutend waren. Während nun der Heilige Matthäus ein Zöllner war und es eigentlich nichts Geringeres gab, wurden Petrus, Andreas und Johannes beim Fischen berufen, was zu jener Zeit als gesellschaftlich niedrige Position angesehen war. Doch die Herrlichkeit ihres Dienstes kommt von ihrer Berufung und der Bereitschaft, dieser mit ganzem Herzen zu antworten.

Ich kenne einen Geschäftsmann, der dem Herrn sehr ergeben ist.

Er ist dafür bekannt, dass der Heilige Geist ihn mit seinen Gaben gesegnet hat. Die Menschen suchen ihn in Momenten der Schwierigkeiten auf, um getröstet und geführt zu werden. Er hat eine Art und Weise, ihnen ganz offen von seiner Vergangenheit zu erzählen, die alles andere als inspirierend war. Er hatte eine  schreckliche Affäre und sein Gebetsleben  war auf einem Minimum gelandet. Seine Freunde hatten ihn mit zum Trinken genommen und er spielte auch. Auch bei seinen Geschäften war er nicht ehrlich. Doch dann erlitt er in seinem Geschäft einen riesigen Verlust. Verzweifelt kam er zu den Exerzitien, da er nicht wusste, wohin er sonst gehen sollte. Auch seine Frau und sein Sohn hatten ihn verlassen. Seine geistliche Krise führte ihn ins Exerzitien- Zentrum. Er war von der Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes tief bewegt. Er gelangte zu der schmerzhaften Realität, dass er Gott als selbstverständlich hingenommen hatte. Seine Religiosität kam aus Gewohnheit, jedoch nicht aus einem ehrlichen Glaubensakt. Er begriff, wie weit er von Gott entfernt war. Doch es wurde ihm auch klar, dass sein Fehler im Geschäft ein Segen war, der ihn zu Gott gebracht hatte. Durch diesen Fehler spürte er den Ruf Gottes, sich ihm zuzuwenden und ihm den ersten Platz in seinem Leben zu geben. Und seine Umkehr zu Gott war vollkommen und mit ganzem Herzen. Er verbrachte einige Monate im Exerzitien- Zentrum und mit der Hilfe der Patres konnte die Familie wieder vereint werden. Er verbrachte seine Zeit im Gebet und bekam einen Ruf für den Dienst in der Seelsorge. So stellte er sich dem Exerzitien- Zentrum zur Verfügung und fing mit der Seelsorge für die Teilnehmer an. Etwas Besonderes bei ihm war, dass er seine eigene Bekehrungsgeschichte offen erzählte, ohne dass er sich schämte. Als ich mit ihm sprach, sagte er mir, dass alles was er sei, Gottes Wirken an ihm sei. Er war ein Beispiel dafür, was Gott in einem menschlichen Leben tun konnte. Für seinen Dienst wollte er nichts haben. Er war Gott dankbar für alles, was er in ihm und durch ihn tat.

Hier berühren wir das Innerste des christlichen Lebens und Dienstes. Wenn wir versuchen, der zu sein, der wir sein wollen, wird aus unserem Leben ein Elend. Doch wenn wir unser Leben in die Hände Gottes übergeben, dann ist Gott dazu fähig, uns gemäß seinem Willen zu formen. Genau dann kann Gott aus unserem Leben das machen, was er möchte. Nur so werden wir auch wichtig und nehmen unsere Rolle in der göttlichen Heilsgeschichte an.

Nachdem sich Matthäus einmal in die Hände des Herrn übergeben hatte, gab es kein Zurück und er machte auch deutlich, dass er nicht zu diesem alten Weg zurückkehren wollte. Er feierte ein großes Fest in seinem Haus aus Freude über seine Umkehr. Es war ein Lebewohl- Sagen zu den alten Freunden und die Bekanntmachung seines neuen Lebens. Bei diesem Fest lernte er die Lektion über die Barmherzigkeit Gottes. Danach war sein einziges Bestreben, Jesus bekannt zu machen. Als Zöllner sprach er fließend aramäisch, die Sprache der Menschen dort und auch Griechisch, die Sprache des Marktes. Er schrieb sein Evangelium für die Rettung seiner eigenen Leute, um ihnen zu beweisen, dass Jesus der Messias war, auf den die jüdische Nation wartete. Sein Evangelium war die Antwort auf die Frage, welche die Jünger von Johannes dem Täufer gestellt hatten: „ Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten“ . Von den vier Evangelisten war es Matthäus, der den Juden verkündete, dass sich in Jesus ihre Hoffnung auf die Rettung erfüllt hatte. Auch heute ist es das Matthäus- Evangelium, das uns offenbart, dass sich unsere Sehnsucht nach einem sinnvollen Leben in Jesus Christus erfüllt.

Der Heilige Matthäus lehrt uns zwei Dinge. Unser gegenwärtiges Leben soll nicht von unserer Vergangenheit beeinträchtigt sein. Was auch immer in unserer Vergangenheit schief gelaufen ist, darüber sollen wir keine Schuldgefühle hegen und keine Scham haben. Was wir brauchen ist es, die Einladung des Herrn zu hören: „ Komm und folge mir“. Unser Gott ist kein Gott der Vergangenheit, sondern der Herr der Zukunft. Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Sünder eine Zukunft. Je länger wir warten, dem Ruf Jesu zu folgen, um so mehr vergeuden wir unser Leben. Jesus nachzufolgen wird Herrlichkeit in unser Leben bringen. Wir sollen stets bereit sein, aufzustehen und niemals mit dem Status Quo zufrieden sein. Großartig wird unsere Zukunft sein, wenn wir bereit sind, ihm zu folgen.

Als Matthäus Jesus nachfolgte, hörte er den Worten des Herrn zu. Das ist es, was Jünger- Sein bedeutet. Im Matthäus- Evangelium ist aufgeschrieben, was Jesus gesagt hat: „ Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute“ (Mt. 7,24). Matthäus hat nicht nur zugehört, sondern er wollte, dass die ganze Welt die Worte seines Meisters hörte und dem Weg des Herrn folgte, der zum Leben führte. Aus diesem Grund schrieb er das Evangelium. Die Absicht von Matthäus war, dass keine Ablenkung der Welt einen Jünger Jesu am Weg der Nachfolge hindern sollte. „ Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut“ (Mt. 7,25). Was Matthäus mit seiner Jüngerschaft bewegen wollte, war  sicher zu stellen, dass diejenigen, die Jesus folgten, ihr Leben fest auf dem Wort Gottes bauen konnten. Ein Mann, der sein Leben damit vergeudete, Steuern einzuziehen, gab seinem Leben eine neue Bedeutung, indem er im Reich Gottes Seelen für den Herrn gewann.

 
Divine Updates

39th National Youth Retreat

Our annual National Youth Retreat will be held at the Divine Retreat Centre. Come and let the word of God refresh you. Simultaneous retreats for couples, children and Bible nursery to be held. Contact Divine Youth for more details.

Date: May 19 - 24, 2019

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Retreats in Divine Retreat Centre, UK

Divine Retreat Centre, Ramsgate UK, has announced several English and Malayalam language retreats to be led by Fr. George Panackal VC and Fr. Joseph Edattu VC. All are welcome.

Dates: Jan - Dec, 2019

POWER 2019 at Divine Retreat Centre

DRC is back with the highlight of the year: the 14th International Youth Conference - POWER 2019. The very best international preachers and gospel bands will be here to lead us into worship. Be there to experience a totally different atmosphere of prayer. A Couples' Retreat and a Kids' Retreat will be held simultaneously. Don't miss it.

Date: July 21 - July 26, 2019

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Joshi Kochukudiattil, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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