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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC

"Hallowed be Thy name"(Lk 11:2) - Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

„Legt die Waffen des Lichtes an"(Röm. 13,12) - Von P. Augustine Vallooran VC

Die Jugendexerzitien im Divine (Göttlichen) Exerzitien-Zentrum sind immer Gelegenheiten, die Vitalität der Kirche zu feiern. Die jungen Menschen versammeln sich zu den Exerzitien, wissen aber nicht immer, was der Herr für sie vorbereitet hat. Sie sind von ihren Freunden eingeladen oder von ihren Eltern gedrängt worden. Vielleicht sind sie auch durch besipeilhafte Vorbilder angezogen worden, und so kommen sie hier an. Und hat sie das Wort Gottes einmal herausgefordert, dann wagen sie sich an eine aufrichtige Gewissenserforschung und überlassen ihr Leben tapfer Gott. Denn die Liebe Gottes, welche durch das Wort und die Sakramente offenbart werden, faszinieren sie und ermöglichen ihnen eine neue Richtung und Orientierung für ihr Leben.

So waren auch die 34. Nationalen Jugendexerzitien , die während der letzten Mai- Woche stattfanden, eine lebensspendende Offenbarung und Erneuerung für die tausend jungen Teilnehmer und auch ihre Eltern, die an den Exerzitien für Ehepaare teilnahmen, die zeitgleich abgehalten wurden.

Das Motto der Exerzitien war die Ermahnung des Hl. Paulus: „ Legt die Waffen des Lichtes an“ (Röm. 13,12). Die Exerzitien endeten damit, dass die Teilnehmer ihre Kerzen am Licht der Osterkerze entzündeten und gemeinsam einen Eid ablegten: Von nun an wollten sie nur noch für und mit Christus leben! Das Thema des Lichtes dominierte die Lehren und Gebete der Exerzitien. Und es schien, als würde das Licht Christi ihre Leben erleuchten und einem jeden eine klare Vision der vergangenen Fehler geben und ihnen den Weg für die Zukunft aufzeigen.

„ Wach auf, du Schläfer, steh auf von den Toten und Christus wird dein Licht sein“ (Eph. 5,14)

Es war interessant zu erkennen, dass diese besondere Schriftstelle, die wir für die Jugend- Exerzitien ausgewählt hatten, eine bedeutende Rolle bei der Bekehrung eines anderen jungen Mannes gespielt hatte. Diese Bekehrung war von großem Einfluss auf die Welt in seiner Zeit, aber auch auf die Christenheit seit Generationen. Als junger Mann war der Hl. Augustinus absolut kein Heiliger. Er gab jedem Laster nach, war wegen seines Erfolges sehr arrogant, er hatte keinen Respekt vor dem Glauben und lebte in Wahrheit ein sehr gottloses Leben. Augustinus war eine Zumutung für seine heiligmäßige Mutter. Doch so wie die Dunkelheit im Angesicht des Lichtes nicht dunkel bleibt, musste sich auch sein Stolz dem beständigen Eifer der Fürbitte seiner Mutter beugen. Unter dem Einfluss des heiligmäßigen Bischofs Ambrosius fing er an, christliche Wahrheiten anzunehmen. Die Tatsache war jedoch, dass es auf einer intellektuellen Ebene blieb und er niemals eine persönliche Entscheidung traf, sein altes, sündiges Leben, das ihn versklavte, aufzugeben.

Während er früher seine Sünden rechtfertigte, erkannte er nun, dass er falsch lag, doch er betete auch weiterhin: „ Herr verwandle mich.... aber nicht heute“. Dieser Aufschub war eine andere, machtvolle Waffe des Teufels. Doch dann kam es zu dem Punkt, wo erzählt wird, dass der Hl. Augustinus eine Stimme hörte, die ihm sagte: „Nimm und lies!“ Da nahm er die Bibel und schlug sie beim Brief des Apostels Paulus auf und die folgenden Worte leuchteten ihm entgegen: „ Bedenkt die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts“ (Röm. 13,11+12). So endete mit diesem Bibelvers ein langes Straucheln und war die Geburtsstunde für einen neuen Heiligen. Er traf die Entscheidung, mit den Waffen des Lichtes zu leben und die Ausstrahlung seiner Heiligkeit war außerordentlich.

In seiner prägnanten Betrachtung über den Weg des Menschen von der Sklaverei der Sünde hin zur Freiheit der lichtvollen Wahrheit Christi beschreibt der Hl. Paulus: „ Habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf! Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Alles Erleuchtete aber ist Licht“. (Eph. 5, 11-14) Dieser Vers der Heiligen Schrift bestätigte sich auf sehr machtvolle Weise in den Exerzitien für die jungen Leute. Das Licht Christi befähigte sie, das Gute vom Bösen und das ehrbare vom unwürdigen in ihrem Leben zu unterscheiden. Selbst die inneren Motive für frühere Entscheidungen und Taten, die ihnen nicht bewusst waren, standen ihnen vor Augen. In den Momenten einer aufrichtigen Beichte oder eines Seelsorge- Gespräches konnten sie sich selbst verstehen und den persönlichen Ruf zu einem Leben mit großzügigen und tapferen Entscheidungen annehmen. Am Ende waren sie sehr glücklich über die Offenbarung, dass Gott sie nicht aufgegeben hatte, sondern sie nun etwas hatten, auf das sie zählen konnten: Das Licht Christi in ihren Herzen, das sie in Zukunft führen würde. Sie bereuten alle gottlosen Entscheidungen und falschen Schritte, die sie gemacht hatten und erkannten, dass sie ohne das Licht Christi in der Vergangenheit in einer sinnlosen Dunkelheit umhergeirrt waren.

„ Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet“ (Eph. 5,13)

Als der Hl. Paulus darüber spricht, wie alles im Licht erleuchtet wird, hatte er die Vorstellung von einem Marktplatz seiner Zeit. Die Geschäfte auf dem Markt waren wie dunkle Kabinen ohne Fenster. Wenn nun jemand eine Ware wie ein Stück Stoff oder ein Kunstwerk kaufen wollte, so nahm er es mit auf die Straße und hielt es gegen die Sonne, damit das Licht seine wahre Qualität offenbaren konnte und irgendwelche Mängel ersichtlich waren. Doch das Licht offenbart nicht nur seine wahre Qualität, sondern wird auch Licht widerspiegeln. Das ist auch das Prinzip, welches die Farben von Objekten erklärt. Für den Fall, dass die Substanz eines Objektes einen roten Schatten von Licht reflektiert, wenn man es gegen das Licht hält, wird ein Objekt als rot bezeichnet.

Eine außerordentliche Besonderheit der Jugendlichen dieser Exerzitien war das Wagnis, mit dem sie ihr Leben dem Licht Christi aussetzten. Sie nahmen an, dass die Wahrheit, die sie anerkannt hatten, in Wirklichkeit eine Irreführung gewesen war. Sie trafen eine Entscheidung, nun jede Entscheidung, jede Tat und jedes Motiv dem Licht Christi hinzuhalten und gemäß dem zu leben, was der Herr von ihnen wünschte. Der neue Entschluss für ein heiliges Leben, welchen die jugendlichen persönlich trafen, war so groß wie der Unterschied zwischen Tag und Nacht. Es war wahrhaftig ein Moment des feierlichen Siegeszuges im Reiche Gottes.

Christine ist eine Medizinstudentin. Sie war in einem Dorf und einer Atmosphäre aufgewachsen, wo sich das Leben vollständig um die Familie und die Gemeinde drehte, die ihren katholischen Glauben tiefgläubig praktizierten. Als sie nun zu studieren begann, war sie auf einmal mit einer Situation konfrontiert, auf die sie nicht vorbereitet war. Einige ihrer Mitschüler hatten überhaupt keine Religion. Ein paar waren mit ihren atheistischen Ideen sehr redegewandt. Dann gab es einige Christen, die unter dem Einfluss eines pfingstlerischen Pastors standen, der ein nicht besonders überzeugender Prediger war. Christine fand es schwierig zur katholischen Kirche zu gehen. Zum einen, weil sie so weit weg von ihrer Universität war, und die Gottesdienste in der dortigen Sprache gefeiert wurden, die sie nicht verstand.

Andererseits hatte sie zu den Zeiten der Gottesdienste in der Uni anwesend zu sein. Ihre Freunde luden sie zu einem Gebetstreffen der Pfingstler ein. Obwohl sie Bedenken hatte, begann sie wegen der Zudringlichkeit der Freunde, daran teilzunehmen. Doch sie war verwirrt durch die negative Predigt, die sich darauf bezog, die katholischen Lehren schlecht zu machen und alle anderen Religionen in ein schlechtes Licht zu stellen. Doch die Gemeinschaft und die die eindrücklichen Gebete zogen sie an. Bei einer persönlichen Begegnung mit dem Pastor wurde sie gebeten, dem katholischen Glauben abzuschwören, falls sie gerettet werden wollte. Auch die Freunde drängten sie, der Bitte des Pastors statt zu geben. Christine war total verwirrt und fühlte sich verloren. Es gab niemanden, mit dem sie darüber reden konnte, keinen, der ihr die Wahrheit sagen konnte. In den Ferien kehrte sie nach Hause zurück, doch sie war gequält von den vielen verwirrenden Aussagen des Predigers der Pfingstler. Diese standen in absolutem Gegensatz mit den andächtigen Praktiken, die ihre Familie ausübte. Doch dann luden ihre Cousins, die geplant hatten, an den Jugendexerzitien teilzunehmen, sie ein mitzukommen. Sie tat dies mit großer Freude. Sie übergab Gott all ihre Verwirrung und bat ihn um eine klare Offenbarung seines wahren Willens. Das Wort Gottes sagt: „ Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf“ (Jak. 1,5). Und wiederum ist es das Zeugnis eines Suchers, der uns versichert: „ Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi“( 2 Kor. 4,6). Als ein Prediger nun über die Spiritualität der Kirche sprach, hob er die Erklärung von Jesus an Petrus hervor: „ Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein“ (Mt.16,18+19). Im Licht dieses Wortes, ist es sehr deutlich geworden, dass die Kirche Jesu Christi auf dem Felsen Simon Petrus gegründet worden ist und auch von den Nachfolgern des Simon Petrus geleitet werden wird. Vor ihren Augen entschleierte sich die böse Absicht des Pastors der Pfingstler, der den Glauben kontrollieren und so die Menschen an sich binden wollte. Sie erkannte, dass sie von der dummen Idee ihrer Freunde in die Irre geführt worden war und traf eine klare Entscheidung, in der Kirche verwurzelt zu bleiben.

In einer Welt, wo die Medien die Jugendlichen aus allen Richtungen mit Ideologien bombardieren, die sich als Wahrheit ausgeben, war die Aktion des Geistes durch die Verkündigung des Wortes  bei den Exerzitien eine Revolution. „ Wir leben zwar in dieser Welt, kämpfen aber nicht mit den Waffen dieser Welt. Die Waffen, die wir bei unserem Feldzug einsetzen, sind nicht irdisch, aber sie haben durch Gott die Macht, Festungen zu schleifen; mit ihnen reißen wir alle hohen Gedankengebäude nieder, die sich gegen die Erkenntnis Gottes auftürmen. Wir nehmen alles Denken gefangen, so dass es Christus gehorcht“ (2 Kor. 10,3-5). Die Exerzitien waren wie ein Kriegsruf, der jeden nötigte, für den Kampf, der immer im Gange ist, bereit zu sein. Zwischen Licht und Dunkelheit findet ein unerbittlicher Kampf statt.

„ Ich habe den guten Kampf gekämpft.... die Treue gehalten“ (2 Thim. 4,7)

Der Hl. Paulus vergleicht unsere geistige Existenz mit einem Kampf. Es gibt böse Mächte in uns und um uns. Er beschreibt die Kreuzungspunkte eines menschlichen Herzens so detailliert, indem er sagt, dass es böse Mächte darin gibt, die dem Menschen verbieten, das zu tun, was er tun möchte. Obwohl er das Gute tun will und sich auch an dem Guten erfreut, was er tun will, findet er, dass es ihm unmöglich ist, seine Entscheidungen auszuführen. „ Denn in meinem Inneren freue ich mich am Gesetz Gottes, ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt und mich gefangen hält im Gesetz der Sünde, von dem meine Glieder beherrscht werden“ (Röm. 7,22+23). Diese Kräfte des Bösen sind so stark, dass sie in der Lage sind, einen Menschen so zu versklaven, dass er gegen seinen eigenen Willen handelt.

Der Hl. Paulus beschreibt auch, wie solche böse Mächte in das menschliche Herz Eintritt erhalten. „ Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen. Gebt dem Teufel keinen Raum!“ (Eph. 4,26+27) Durch Zorn in unseren Herzen geben wir der bösen Macht des Hasses Eintritt. Das Zornig- Werden kann ein Impuls unseres Temperamentes sein, doch nachdem wir es geworden sind und jemanden verletzt haben, haben wir zwei Möglichkeiten. Wir können uns mit der Person versöhnen und sie beruhigen. Der Ärger vergeht und die Beziehung ist druch Wärme und Güte wiederhergestellt. Es kann aber auch geschehen, dass jemand störrisch ist und an seinem Ärger festhält; er wird seine Argumente rechtfertigen und diese in seinem Herzen nähren. Dann wird es zu einer Kraft des Ärgers und Hasses.

Unsere Vorstellung zieht es vor, den Bösen als eine hässliche Figur, die in der Dunkelheit lauert, einen sagenhaften Ort oder auch einen Bann des Bösen zu bezeichnen. Doch der Herr selbst sagt uns, dass das Böse aus dem Herzen des Menschen kommt (Mk. 7,20-23). Wenn die Kräfte des Bösen in uns wohnen und unsere Herzen dominieren, dann sagt uns der Hl. Paulus, dass wir vom Fleisch geleitet sind. „ Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben“ (Gal. 5,17,19-21).

Jakob, ein Maschinenbau- Student nahm Medikamente gegen Depressionen. Als er zu den Exerzitien kam, erzählte er mir, wie verzweifelt er war über seine Abhängigkeit zur Pornographie. Durch seine Mitschüler war er dazu verführt worden. Jedes Mal, wenn er zur Heiligen Messe ging oder am Familiengebet teilnahm, fühlte er sich überführt und hatte schreckliche Schuldgefühle. Er fing an, sich gegen das Gebet zu wehren, da er sich verdammt fühlte. Einmal erwischte sein Onkel ihn auf frischer Tat und rügte ihn so sehr, dass er sich vor einem Fluch Gottes fürchtete. Jetzt fühlte er sich sogar zuhause wie Dreck. Es ärgerte ihn noch mehr und das trieb ihn noch tiefer in die schlechte Gewohnheit. Die Schuld und Scham führte zu einer andauernden Spannung und Depression. Er benötigte medizinische Hilfe. Ich erklärte ihm, dass die Anspannung in seinem Geist durch einen geistigen Kampf in ihm hervorgerufen wurde, der zwischen dem Licht und der Dunkelheit tobte. Ich lud ihn ein, sich vollkommen dem Herrn hinzuhalten, ihm seinen Leib und dessen Fähigkeiten und Ausdrucksformen Jesus Christus zu schenken. Die Sexualität ist ein Segen, den Gott dem Menschen gegeben hat, damit er seine Liebe im heiligen Band der Ehe ausdrücken kann. Gott wirkt durch die Sexualität und formt Individuen zu Eltern, die an Gottes Schöpfung mitarbeiten und Kinder in diese Welt bringen.

Jakob weinte, doch dieses Mal vor Freude und aus Erleichterung darüber, dass Gott ihn nicht verstoßen hatte, sondern da war, um ihm aus diesem Alptraum der Sünde und Sklaverei herauszuhelfen. In seinen Tränen konnte ich die Liebe und große Freude des Verlorenen Sohnes  in den Armen seines Vaters sehen. Ich riet ihm, sein Leben vollkommen dem Herrn zu übergeben. Er betete unaufhörlich während des Gebetes um Innere Heilung. Am folgenden Tag erzählte er mir, wie er bei der Anbetung eine überströmende Freude in seinem Herzen verspürte. Diese Freude kam von der Salbung des Heiligen Geistes, die ihn komplett freigesetzt hatte.

„ Wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden“ (Röm. 5,20)

Die Schrift erklärt, wie allgegenwärtig die Sünde sein kann: „ Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen“ (Röm. 5,12). So wie die Sünde einzelne quält, so ist sie für die Gesellschaft im Ganzen wie eine Fessel. Wir sind auf allen Ebenen umgeben von Sünde, so dass es möglich ist, dass eine Person komplett unempfindlich für die Grässlichkeit der Sünde um ihn herum wird.

Auf ihrer Reise zum Licht sind den Jugendlichen nicht nur die Mächte des Bösen in ihren eigenen Herzen bewusst geworden, sondern auch in der ganzen Gesellschaft. Der Hl. Paulus spricht über diesen Konflikt: „ Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt“ (Eph. 6,12+13). Die Rebellion gegen Gott, die sich in den ersten Eltern geregt hat, hat jede Generation angesteckt und ist zu einer bösen Macht geworden, die menschliche Beziehungen und soziale Strukturen verdirbt. Viele der jungen Menschen erzählten mir, wie hilflos sie sich gegen über der Bedrängung durch die bösen Mächte in der Gesellschaft fühlten. John, ein junger Mann im Staatsdienst, teilte mir die große Anspannung mit, in der er lebte. Er war in einer treuen katholischen Familie aufgewachsen und als Jugendlicher in einer Bewegung der Diözese engagiert. Als er nun diese Arbeit bekam, nahm er sie mit großer Entschiedenheit an, um ein Zeuge am Arbeitsplatz zu sein. Allerdings war er auf den Angriff des Bösen nicht vorbereitet. Als am Ende des ersten Monats ein nicht vereinbarter Betrag  von seinem Chef auf seinem Konto landete, war er schockiert. Als er diese Angelegenheit nun mit seinem Chef klären wollte, um zu erfahren, woher das Geld kam, lachte dieser nur laut. Er erklärte ihm stolz, dass jeder in diesem Dienst am Ende des Monats einen Anteil von dem Geld bekam, was sie unter der Hand einnahmen. Höflich, aber bestimmt gab John das Geld seinem Chef zurück und erklärte ihm, dass er kein Geld mit nach Hause nehmen würde, das aus einem ungerechten System stammte.

Der Chef wies ihn an, mit dem Strom zu schwimmen. Doch als John dieses noch einmal ablehnte, warnte ihn sein Chef mit bedrohlicher Stimme vor den Konsequenzen seiner Haltung. Jeder in der Abteilung würde ihn als einen Verleumder isolieren und sich gegen ihn wenden. Dieses würde ihm auf alle Fälle Ärger bringen. Der Chef riet ihm, seinen Standpunkt noch einmal zu überdenken. Als er an diesem Abend nach Hause kam, erkannte er, dass er für eine derartige Konfrontation nicht bereit war. Und er rechtfertigte sich damit, dass er das Geld brauchen konnte, um seinen jüngeren Bruder zur Universität zu schicken. So wurde auch er ein Teil des ungerechten Systems. Auch als er sah, dass seine Mitarbeiter arrogant und lieblos und ungerecht gegenüber den Hilflosen waren, die hilfesuchend zur Behörde kamen, verschloss er seine Augen. Es verletzte ihn oft, doch er entschuldigte sich damit, dass niemand in der Lage war, gegen eine so gemeine Struktur zu kämpfen. Bei den Exerzitien wurde er vom Licht Christi erleuchtet und erlaubte diesem auch in die geheimsten Winkel seines Herzens zu kommen, um wieder Wahrheit und Gerechtigkeit zu bringen. Er spürte eine neue Gewissheit, dass er durch das Gebet dazu fähig war, gegen die Mehrheit zu stehen. Und er vertraute mir an, dass er nun für den Kampf bereit war, egal was es ihn kosten würde. Er war sich nun sicher, dass es sein Wunsch war, den Herrn an seiner Seite zu haben.

Das Wort Gottes erfüllt sich: „ Alles Erleuchtete aber ist Licht“ (Eph. 5,14). Als diese jungen Zeugen in die Welt zurück kehrten, war auf ihren Gesichtern ein Glanz. Ein Glanz, der den Widerschein der Begegnung mit dem Angesicht Gottes widerspiegelt. Wahrhaftig, „ das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst“ (Joh. 1,5). Eine große Schar von starken jungen Menschen sind in die Welt gesandt, verwurzelt in der Überzeugung der leben-spendenden Wahrheit, dass allein in Jesus das Leben und das Licht ist.

Lasset uns beten:

Himmlischer Vater, wir danken Dir für die geistliche Verwandlung, die Du deinen Kindern geschenkt hast, die Du in deine Gegenwart gezogen hast. Sie haben Deinen Sohn Jesus Christus als das Licht ihres Lebens angenommen. Sie haben ihr Leben im Licht Deines Sohnes überprüft und sind nun vorbereitet, dieses Licht widerzuspiegeln. Drücke sie fest an Dein Herz, damit ihr Licht in der Welt scheinen kann und der Menschheit eine neue Hoffnung bringen kann. Amen.

 
Divine Updates

MAGNIFICAT in Chennai

Divine comes to Chennai with the 'Magnificat', on June 23, 2018. Fr. John Prince VC will lead the services. With special sessions for children.

Venue: Stella Maris College, Cathedral Road

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Retreats in Divine Retreat Centre, UK

Divine Retreat Centre, Ramsgate UK, has announced several English and Malayalam language retreats to be led by Fr. George Panackal VC and Fr. Joseph Edattu VC. All are welcome.

Dates: Jan - Dec, 2018

POWER 2018 at Divine Retreat Centre

DRC is back with the highlight of the year: the 13th International Youth Conference - POWER 2018. The very best international preachers and gospel bands will be here to lead us into worship. Be there to experience a totally different atmosphere of prayer. A Couples' Retreat and a Kids' Retreat will be held simultaneously. Don't miss it.

Date: July 22 - July 27, 2018

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Mathew Elavumkal, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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