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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC
"Life in all its fullness“(John. 10,10)

- Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

„Tut dies zu meinem Gedächtnis"(Lk. 22,19) - Von P. Augustine Vallooran VC

Jeder von uns möchte, dass die Nachwelt sich an ihn erinnert. Wir beurteilen unser Leben danach, wie gut wir in Erinnerung bleiben. Bewusst oder auch unbewusst formen sich unsere Wahl, unsere Entscheidungen, Beschäftigungen und der Stil, wie wir sprechen und leben von der Erwartung, wie wir in Erinnerung bleiben wollen. Der Sohn eines berühmten Boxers erinnert sich, wie sein Vater ihm sagte, dass er sich immer an seinen Vater als den stärksten Mann in der ganzen Welt erinnern solle. Denn diese Erinnerung würde ihn ermutigen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Ein reicher Mann, der die Dorfkapelle errichtet hatte, wird immer zu seinen Kindern sagen, dass sie stolz auf ihren Vater sein können wegen diesem Beitrag, den er geleistet hat.

„ Das ist mein Leib.... der für euch hingegeben wird“ (Lk. 22,19)

Der Herr Jesus bittet uns, ihn als Den im Gedächtnis zu behalten, der seinen Leib hingegeben hat, um zerbrochen zu werden und sein Blut für uns vergossen hat. Das war sein sehnlicher Wunsch, den er beim Letzten Abendmahl ausgedrückt hat. Während er das Brot segnete, sprach der Herr zu seinen Jüngern: „ Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“ , und er nahm den Kelch mit Wein und sagte zu ihnen: „ Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird“ (Lk. 22,19,20). Dann sprach Jesus: „ Tut dies zu meinem Gedächtnis wann immer ihr euch in meinem Namen versammelt“. Jesus hatte in den drei Jahren seines Dienstes große Wunder getan, welche die Menschen Wunder erwarten ließ. Doch  er lehrte maßgeblich über die Geheimnisse der Göttlichkeit und seine Zuhörer waren begeistert. Er jedoch wollte nicht wegen seiner spektakulären Aktionen und den bedeutungsvollen Lehren in Erinnerung bleiben. Es sollte seine Selbst- Hingabe für uns sein, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben.

Oftmals neigen wir dazu, das Leiden und den Tod Jesu so zu deuten als wäre es ein hilfloses Opfer der Umstände gewesen. Doch der Herr macht es seinen Jüngern sehr deutlich, dass es seine erste Wahl war, sein Leben für die Rettung der Menschheit hinzugeben. „ Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin“ (Joh. 10,18). Das war auch der tatsächliche Grund, warum der Vater ihn in diese Welt gesandt hat. Wie Johannes es wiedergibt: „ Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt. ...Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank“ (Joh. 6,51+ 55). Das Evangelium beschreibt, wie mit dieser Aussage viele seiner Nachfolger von ihm weggingen, weil sie Anstoß daran nahmen. Und das Evangelium offenbart auch, dass Jesus sie nicht zurückrief. Noch nahm er seine Verheißung zurück. Sondern er wandte sich an die zwölf Jünger   und fragte sie: „ Wollt auch ihr weggehen?“(Joh. 6,67)

Diese Haltung Jesu macht die Sendung seines Lebens für uns sehr deutlich. Er ist gekommen, um uns die Fülle des Lebens zu schenken. Dieses hat er durch den höchsten Ausdruck der Liebe, der Selbst- Hingabe seines Lebens getan, um für uns zur Speise zu werden. Das ist es, woran wir uns jedes Mal, wenn wir uns um den Altar versammeln erinnern, feiern und erneut erfahren. Wenn wir am Altar stehen, begreifen wir wahrhaftig, wer wir sind und wie kostbar wir für Jesus sind. Er gibt uns einen solchen Wert, dass er sogar sein Leben hingibt, damit wir für allezeit leben können. Damit wir diesen höchsten Ausdruck der Liebe niemals vergessen, hat er seinen Leib und sein Blut für uns geopfert, um uns auch weiterhin zu nähren.

„ Denkt nicht mehr an das, was früher war“ (Jes. 43,18)

Es ist sehr bedeutsam, dass Jesus das Letzte Abendmahl mit diesem Ausdruck begann: „ Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen“ (Lk. 22). Jedes Mal, wenn wir uns um den Altar versammeln, erinnern wir uns daran, dass der Herr auf uns wartet. Wenn wir unseren Glauben an die reale Gegenwart von Jesus in der Heiligen Eucharistie bekräftigen, dann entscheiden wir uns für die intellektuelle Annahme des Dogmas. Es besagt, dass Jesus wahrhaftig gegenwärtig ist im eucharistischen Brot. Diese Wahrheit sollte uns weiter darin führen, zu begreifen und zu erfahren, dass er gegenwärtig ist im eucharistischen Leib, um für uns da zu sein. Er sagt uns, dass auch eine Haarsträhne, die von unserem Kopf fällt, von ihm gezählt ist (Mt. 10,30). Auch die scheinbaren Kleinigkeiten unseres Lebens entgehen der leidenschaftlichen und liebenden Zuneigung unseres Herrn nicht. In unserem alltäglichen Leben  sind wir oftmals von der Gleichgültigkeit der Anderen verletzt. Wegen der unsicheren Zukunft sind wir besorgt. Wir sind von der gedankenlosen Arroganz derer, mit denen wir zusammenarbeiten müssen, angegriffen. Wir werden von den schmerzhaften Erinnerungen an die Vergangenheit heimgesucht. Und solch überwältigende negative Erfahrungen der Vergangenheit können uns in eine einsame Depression führen, wo wir uns wundern, dass sich niemand um uns kümmert. Das Gegengift für jeden dieser Momente ist die Einladung des Herrn von der Heiligen Eucharistie: „ Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt.11,28). Jede negative Erfahrung in unserem Leben sollte uns dazu führen, unsere Aufmerksamkeit auf das Herz Jesu zu lenken, das in der Eucharistie schlägt, um uns zu empfangen und jede Last des Schmerzes und der Sünde mit seiner erfüllenden Liebe zu ersetzen.

Alle von uns tragen einen schweren Rucksack mit schmerzlichen Erfahrungen der Vergangenheit- Erinnerungen, die verletzen, reizen und niederdrücken, Erinnerungen, die Ärger und Verzweiflung in uns auslösen. Diese Erinnerungen werden fortfahren uns niederzudrücken, bis sie uns zu unserem Untergang bringen. Wir wundern uns, ob es einen Ausweg gibt. Die Eucharistie zeigt uns den einen Weg, der Christi bedingungslose und unendlich rettende Liebe ist.

„ Seht, ich mache alles neu“ (Offb. 21,5)

Ein junger Student aus dem College kam zu den Exerzitien. Er war im Golf aufgewachsen. Er kam nach Indien, um seine Technik-Studien fortzusetzen. Doch abgeschnitten von Zuhause, den Eltern und der Gemeinschaft hängte er sich an seine neu gefundenen Freunde und verlor bald seine Orientierung und seinen Glaubenseifer. Er driftete in einen sündigen Lebensstil ab. Nur schwer konnte er im College folgen und erhielt im ersten Jahr keinen einzigen Schein. Er war schockiert, doch seine Freunde rieten ihm, darüber zu lachen. Er erzählte seinen Eltern nichts und fuhr fort, diesem unbekümmerten Weg seiner Freunde zu folgen. Zum Ende des zweiten Jahres lud ihn der Direktor vor, um ihn darüber zu informieren, dass er nur im College weiter machen konnte, wenn er die Scheine für beide Jahre zusammen hätte. Dieses Mal hatten seine Freunde keine Antwort für ihn. Die Realität traf ihn hart. Er war sehr erschüttert. Er suchte bei seinem geistlichen Begleiter Rat und dieser schickte ihn zu den Exerzitien.

Er war sehr verzweifelt und traf mich zu Beginn der Exerzitien und teilte mir mit, wie bitter er sich fühlte. Er hatte alles Geld, was seine Eltern ihm gesandt hatten  und die große Gelegenheit für ein exzellentes Übungsprogramm in der Wissenschaft verschwendet. Doch das schmerzlichste war, dass er das Vertrauen, das seine Eltern in ihn gesetzt hatten, enttäuscht hatte. „ Ich habe einen dreckigen Mist aus meinem Leben gemacht und nun finde ich definitiv keinen Weg heraus“, schloss er. Ich ermutigte ihn, sein Vertrauen auf Gott zu setzen und sich vollkommen in die Hände Gottes zu übergeben. Ich bot ihm an, zu glauben, was Jesus sagte: „ Für Gott ist nichts unmöglich“ (Mk. 10,27).

Am Ende der Exerzitien kam er voller Freude, um mir sein Zeugnis mitzuteilen. Er rief sich in Erinnerung, wie Gott am dritten Tag während der Heiligen Messe seinem Herzen wieder neu Leben einhauchte. Bei der Gabenbereitung durchbohrten alle die unerträglichen Erinnerungen seines sündigen Lebens sein Herz. Doch dann kam ihm der Gedanke, dass ihm doch soeben gesagt worden war, er solle nicht an solchen wiederkehrenden Erinnerungen mit Bedauern hängen, sondern jede dieser Erinnerungen mit dem Brot auf dem Altar dem Herrn aufopfern. Das hat er in Treue getan. Während der Wandlung, als der Priester die Worte Jesu vom Letzten Abendmahl betete: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“, hallten diese Worte in seinem Herzen so wider, als würde die Stimme Jesu es ihm zuflüstern. Und es erschien ihm so, als wäre dieses Stück Brot auf dem Altar das Symbol für seine eigene sündige Vergangenheit, die Jesus nun in den Händen hielt und dann fest an sein Herz drückte und erklärte: „ Das gehört jetzt mir“. Er spürte Liebe in sein Herz strömen, als Jesus den dreckigen Mist der Vergangenheit als sein Eigentum annahm. Im Herzen Jesu wurde das Elend seiner Vergangenheit in eine Flamme der Liebe verwandelt. Und er konnte nichts anderes mehr vernehmen als das Flüstern Jesu: „ Das ist mein Leib“. Die ganzen schmerzhaften Erfahrungen seiner Vergangenheit hatten sein Herz verlassen, da es nun mit einer neuen Erfahrung angefüllt worden war. Als er seine Augen öffnete, war es Zeit für die heilige Kommunion. Er empfing den Leib Christi und fühlte sich in eine Flamme der Liebe eingehüllt. Er erkannte, dass er in der eucharistischen Erfahrung eine neue Schöpfung geworden war.

Drei Jahre später traf ich diesen jungen Mann wieder. Ich bemerkte, dass er vollkommen verändert war. Es war für ihn zur täglichen Gewohnheit geworden, an der heiligen Messe teilzunehmen. Jedes Mal, wenn er in der Kirche in der Nähe des Altars war, kam ihm die wertvolle Erinnerung, die er im Exerzitien-Zentrum gehabt hatte und erfüllte sein Herz mit der warmen Liebe Christi, die ihn zu seinem Eigentum gemacht hatte. Er hatte so viel Kraft bekommen, dass er sich endgültig von den alten Freunden verabschiedete und auch vom alten Lebensstil. Die Erinnerungen an die sündige Vergangenheit waren weggewaschen und eine neue Erinnerung hatte in seinem Herzen Wurzeln geschlagen. Er ging aus dem College als der Beste hervor. Letztlich vertraute er mir an: „ Pater, wann immer ich mit Schwierigkeiten und angespannten Situationen konfrontiert war, gibt mir die Erinnerung an die Erfahrung mit der Eucharistie das nötige Vertrauen, das mich durch die Stürme hindurchträgt“. Ich fühlte mich an die Worte des heiligen Paulus erinnert: „ Ich lebe im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat“ (Gal. 2,20).

„ Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“ (2 Kor. 5,17)

Wenn jemand fragt: „ Was hast du für Erinnerungen?“ Tatsächlich können Erinnerungen  einen Menschen ausmachen oder ruinieren. Heutige Psychologen behaupten, dass die Erinnerungen, an denen wir festhalten, unseren Charakter maßgeblich beeinflussen. Obwohl alle von uns in der Gegenwart leben, so sind doch die Art des Denkens und unser Lebensstil entscheidend von unserem Verstehen der Vergangenheit geprägt. Wenn unsere Erinnerungen von Liebe, Annahme und Wertschätzung geprägt sind, dann werden wir auch positive Einstellungen in unseren Beziehungen  haben und unsere Einstellungen zu den Herausforderungen des Lebens werden optimistisch sein. Doch wenn wir uns immerzu  in der Bitterkeit und den negativen Erfahrungen der Ablehnung, des Ungewolltseins und der Niedergedrücktheit bewegen, dann wird Furcht und Pessimismus unsere Erwartungen prägen. Wir werden unfähig sein, Anderen zu vertrauen und werden melancholisch und verurteilend sein.

Doch wir sind nicht dazu verdammt, für immer in unserer Vergangenheit gefangen zu bleiben. Unsere Verletzungen sind durch die Verleugnung der Liebe entstanden. Deshalb ist unsere Heilung durch einen frischen Strom der Liebe Gottes möglich, der unveränderlich ist und uns durch diese Beteuerung wieder herstellen wird, wo wir vorher erschüttert waren, weil wir abgelehnt und an die Seite gedrängt wurden. Aus diesem entscheidenden Grund der Wiederherstellung hat Jesus die heilige Eucharistie eingesetzt. Indem er uns anbot, uns mit seinem Leib und Blut zu nähren, verheißt uns Jesus, dass wir nicht sterben werden, wenn wir von seinem Leib und Blut essen und trinken.

Tatsächlich leben wir in einer Kultur des Todes, da uns die schlechten und sündigen Erinnerungen niederdrücken. Wenn wir jedoch vor den Altar treten, sollen wir uns erinnern, wie wertvoll und geliebt wir sind. Diese Erinnerung wirft ein Licht auf unsere Seele, welches die Schatten unserer schmerzlichen Vergangenheit vermindern und bezwingen wird. Die heilige Eucharistie ist uns vom Herrn in seiner unermesslichen Liebe zu unserer vorangehenden und vollkommenen Heilung geschenkt.

Wir leben in einer negativen und rauen Welt. Täglich begegnen wir Personen und Situationen, die entmutigend sein können. Genau dafür ist die tägliche Eucharistie wichtig und entscheidend als ein heilendes Balsam und eine Quelle der Kraft. Wir werden erleben, wie wir durchs Feuer gehen und unbeschadet daraus hervorgehen.

Gebet:

Danke Herr, dass du dein Herz für uns geöffnet hast und uns deinen Leib und dein Blut als unsere tägliche Nahrung anbietest. Die ermüdenden und belastenden Erfahrungen unseres Lebens und die Wunden der Vergangenheit drücken uns nieder und rufen Furcht und Fragen hervor. Leite uns mit deiner Gnade täglich zum Altar, damit wir von deinem lebensspendenden Leib und Blut genährt werden. Lass uns niemals in dem Gefängnis der Vergangenheit dahinwelken, denn deine Liebe setzt uns frei. Wenn wir durch die Ausgießung deiner Liebe freigesetzt werden, dann werden wir zu Kanälen deiner Liebe und des Friedens für jeden um uns herum. Amen.

 
Divine Updates

Retreats and Healing Masses in Sydney

Divine Australia invites you to healing Masses and retreats to be held across various venues in New South Wales, Sydney. To be led by Fr Augustine Vallooran VC. For details, email Fr Roni George, Director, Divine Australia - drcsydney@gmail.com.

Date: 2 - 7 October, 2018

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Divine Retreats in Adelaide, Melbourne & Canberra

Divine healing Masses and retreats to be held across various venues in Australia. Masses to be offered by Fr Augustine Vallooran VC. Praise and worship by Glen and Teresa La'Rive.

Date: 22 September - October 1, 2018

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Joshi Kochukudiattil, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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