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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC
"Life in all its fullness“(John. 10,10)

- Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen"(Ps. 22,1) - Von P. Augustine Vallooran VC

Etwas sehr Zermürbendes für das menschliche Gewissen ist das Schweigen Gottes. Wir hören, wie der Psalmist ruft: „ Wie lange noch, Herr, vergisst du mich ganz? Wie lange noch verbirgst du dein Gesicht vor mir? Wie lange muss ich Schmerzen ertragen in meiner Seele, in meinem Herzen Kummer Tag für Tag? Wie lange noch darf mein Feind über mich triumphieren?“ (Ps. 13, 2-3) Doch viel größer als die Nöte seines Lebens ist der Glaube, der ihm verheißt, dass er siegreich sein wird- ein Glaube, der ihn über die unabänderliche Natur der Liebe Gottes nachdenken lässt. „ Ich aber baue auf deine Huld, mein Herz soll über deine Hilfe frohlocken“ (Ps. 13,5). Der Glaube gibt uns die Gewissheit des Sieges, der in jeder scheinbaren Niederlage verborgen ist. Dies ist der Sinn unseres Glaubens.

„ Wer rief ihn an und er erhörte ihn nicht?“ (Jes. Sir. 2,10)

Oftmals sind wir darin gefangen, uns zu wundern, warum Gott an unseren Problemen und Gebeten keinen Anteil nimmt. Wir glauben und beten, weil wir die Bestätigung durch die Schrift haben: „ Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet“ (Mt. 7,7). Dieses ist die Verheißung, die der Herr selbst uns aufgetragen hat, zu befolgen; und doch gibt es Momente, wo wir bitten, doch es wird uns nichts gegeben, wo wir klopfen und die Tür des Himmels scheint fest verschlossen. Viele Male suchen wir sein Angesicht, doch Gott scheint weit weg von uns zu sein. Das Lied des Psalmisten trifft mit unserer Situation überein: „ Denn du bist mein starker Gott. Warum hast du mich verstoßen?“ (Ps. 43,2) Wenn die Dinge in unserem Leben falsch laufen, sind wir ärgerlich und nicht in der Lage, zu begreifen, wie es so kommen konnte. Er hatte uns doch seine Verheißung gegeben, immer da zu sein und darauf zu warten, unsere Gebet zu erhören. Wir fühlen uns wohl so wie Martha, die sich beklagte: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben“ (Joh. 11,21). Doch die Schrift versichert uns kontinuierlich, dass Gott uns Verheißungen gibt, die bereits in sich die Gewissheit der Erfüllung tragen. „ Gott ist kein Mensch, der lügt, kein Menschenkind, das etwas bereut. Spricht er etwas und tut es dann nicht, sagt er etwas und hält es dann nicht?“ (Num. 23,19) Es handelt sich hier um ein Geheimnis- das Geheimnis des Glaubens!

Im Evangelium gibt es eine sehr bewegende Passage, die das Geheimnis des Glaubens veranschaulicht. Es geht um die Begegnung mit der kanaanäischen Frau, die Jesus um eine Heilung ihrer von einem Dämon besessenen Tochter ersucht (Mt. 15,21-28). Eine verzweifelte Mutter trifft auf einen gleichgültigen Herrn!

Scheinbar abgelehnt, harrt sie in ihrem Glauben aus und gewinnt die Gunst des Herrn und damit das Leben ihrer Tochter. Der Evangelist beschreibt, wie sich Jesus aus dem Gebiet der Kanaaniter von Tyrus und Sidon zurückzieht, als diese Heidin ihn um eine Heilung ersucht. Er scheint auffallend gleichgültig auf den Schrei dieser armen Kanaaniterin zu reagieren. Hier ruft eine Frau in ihrer Not zum Herrn: „ Hab’ Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.“ Jesus scheint passiv und unbewegt zu sein und es kommt kein Wort der Antwort von seinen Lippen. Selbst die Jünger erscheinen ihr mehr zugetan und bitten an ihrer statt: „ Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her.“ Die Antwort Jesu klingt wie ein Misston von dem Rabbi, mit dem sie unterwegs waren. Sonst hatte er eine Neigung zum Mitleid. Doch jetzt: „ Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Dies ist eine heidnische Frau, die der himmlischen Gnaden und meiner Aufmerksamkeit nicht bedarf“. Doch die Frau lässt sich nicht abschrecken, sie fiel vor ihm nieder: „ Herr, hilf mir“. Der Herr wird noch härter und sagt in geringschätzendem Ton: „ Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen“. Auch jetzt ist die verzweifelte Mutter nicht beleidigt, sondern fährt fort, ihn zu bitten: „ Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen“. Daraufhin zeigt Jesus ihr seine Wertschätzung: „ Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen“ (Mt. 15,28). Man wundert sich darüber, was die einzigartige Größe des Glaubens dieser Frau sein könnte. Ihr Glaube ist außerordentlich, denn sie war bereit, auf den Herrn zu warten und zu ihm zu rufen, bis er ihr antwortete. Sie reagierte nicht mit Ärger und wandte sich nicht in Verzweiflung ab. Sie rutschte auch nicht ins Selbstmitleid. Obwohl sie mit der scheinbar unerbittlichen Haltung des Herrn konfrontiert war, der ihr Flehen und Bitten ignorierte, stellte sie den Herrn nicht in Frage. Sie hatte einen sehr tiefen Glauben an den Herrn, der sie trug. „ Das Flehen des Armen dringt durch die Wolken, es ruht nicht, bis es am Ziel ist. Es weicht nicht, bis Gott eingreift und Recht schafft als gerechter Richter“ (Jes. Sir. 35, 21). In dieser kanaanäischen Frau sehen wir eine demütige und geduldige Wartende, die einen unerschütterlichen Glauben daran hat, was Gott tun kann und auch will für diejenigen, die ihn suchen. Sie wird abgelehnt, doch fährt sie fort, zu fragen, an die Tür zu klopfen und zu suchen, bis ihr Gebet beantwortet wird. Dieses beständige und entschiedene Festhalten am Herrn kennzeichnet ihren starken Glauben. Sie wurde nicht müde, zu beten; und auch nicht ungeduldig im Warten. Sie hörte nicht auf, Gott zu vertrauen. Wenn sie auf ihre Gefühle gehört hätte, würde sie sicherlich denken, der Herr hätte keine Interesse, ihr zu helfen. Doch die Stärke ihres Glaubens half ihr in dieser großen Herausforderung. Jesus hebt dieses Beispiel für jeden, der an ihn glaubt, hervor.

„ Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan“ (Koh. 3,11)

Die Schrift versichert uns, dass wir nie enttäuscht werden, wenn wir bereit sind, auf Gott zu warten. Er wird unsere Gebete beantworten. Unser Warten wird nicht umsonst sein, wenn es der Herr ist, auf den wir warten. Der Evangelist Johannes beschreibt, wie beleidigt Martha darüber war, dass der Herr sie warten ließ. „ Meister, ich habe dir eine Nachricht gesandt. Ich habe auf dich gewartet, Aber du bist nicht gekommen. Nun kommst du, doch mein Bruder ist tot und liegt seit vier Tagen im Grab.“ Jesus erinnert sie an den Akt des Glaubens: „ Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ (Joh. 11,40) Martha erhebt sich im Glauben und sie sah die Herrlichkeit Gottes. Der Herr gibt Jedem, der wartet, die Zusicherung, dass seine Herrlichkeit sich manifestieren wird. An Gott zu glauben, verlangt von uns, auf ihn und seine Zeit zu warten.

Oft wollen wir, dass die Dinge nach unserem Wunsch verlaufen. Wir erwarten, dass Gott sich nach unserem Zeitplan richtet. Und dann sind wir erstaunt, warum Gott nicht sogleich eine Antwort auf unser inständiges Gebet gibt. Doch wir haben unsere Erwartungen in ein Zeitfenster unseres Lebens gesetzt, das wir festgelegt haben. Es wäre viel besser, wir würden eine Pause einlegen, um zu überdenken, ob unsere Planungen wirklich das Beste für uns sind. Wenn wir so warten, geben wir Gott einen Raum, so dass er in unser Denken und Leben hineinsprechen kann. Dann werden wir im Glauben erwachsen sein. Warten bringt immer eine größere Reife in unserem Leben hervor. Der Hl. Paulus beschreibt: „ Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm. 5,3-5). Während unserer Bedrängnisse müssen wir auf den Herrn warten. In einem solchen Warten, durch das wir wachsen, kann unser Leiden in Freude verwandelt werden.

Das Kennzeichen der geistlichen Reife einer Person ist letztlich seine persönliche Beziehung zum Herrn. Seine Augen sind auf Ihn ausgerichtet und er hat sein Leben in Seine Hände gelegt. Ich muss mich dem Plan Gottes vollkommen hingeben, im Vertrauen, dass Gottes Zeitplan für mich der Beste ist und sein Plan für mich perfekt ist. Das Kind wird weinen, wenn ihm etwas Tolles ins Auge gefallen ist und es wird erst Ruhe geben, wenn es ihm gegeben worden ist. Doch die Eltern wissen genau, dass das Verlangen des Kindes nicht erfüllt werden kann, so wie es dieses möchte. Es gibt also eine Begründung, die außerhalb des Verstehens des Kindes liegt. Und dies geschieht auch uns oft, obwohl wir Erwachsene sind. Wir sollen auf Gott warten und wenn wir es tun, wird uns gesagt, dass Gott auf uns wartet. Doch die Prophetie des Jesaja gibt uns eine wundervolles Bild über die Spiritualität des Wartens: „ Darum wartet der Herr darauf, euch seine Gnade zu zeigen, darum  erhebt er sich, um euch sein Erbarmen zu schenken. Denn der Herr ist ein Gott des Rechtes; wohl denen, die auf ihn warten“ (Jes. 30, 18). In unserem Warten liegt die Segnung.

„ Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh. 20,29)

Da ist das normale Sehen, das ein oberflächliches Denken mit sich bringt. Es beinhaltet zu denken, dass in unserem Leben alles gut gehen muss, wenn wir in Einklang mit Gott sind. Wenn die  Dinge schief laufen, zweifeln wir an uns selber und auch an der Gegenwart Gottes mit uns. Das war auch das Dilemma von Hiob, dem Mann mit dem großen Leiden, der sich irgendwann fragte, was wohl eine solche Tragödie in sein Leben gebracht haben könnte. Er klagt: „ Hab ich gefehlt? Was tat ich dir, du Menschenwächter? Warum stellst du mich als Zielscheibe hin? Bin ich dir denn zur Last geworden?“ (Ijob 7,20) Sobald wir einen schwarzen Tag haben und schwierige Zeiten durchmachen, sind wir geängstigt, da wir uns vorstellen, dass es eine große Prüfung unseres Glaubens ist. Doch Gottes Wort ist da, um uns zu versichern, dass hinter dieser Prüfung ein göttlicher Plan liegt, der uns in diesem Leiden aufscheinen wird. Es ist wie eine Feuerprobe, in der sich unser Glaube bewähren soll, so dass wir die Früchte der Reife bringen können. Auf unserem Lebensweg sind wir oft ungünstigen Umständen ausgesetzt, die wir durchqueren müssen. In solchen Momenten liegt es an uns, einen Akt des Glaubens zu vollziehen, der uns standhaft bleiben lässt, so dass wir Gott niemals aufgeben. Doch wie können wir uns selbst auf diesen festen Grund eines beharrlichen Glaubens stellen? Der Hl. Petrus versichert uns: „ Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst. Dadurch soll sich euer Glaube bewähren und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird eurem Glauben Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi“ (1 Petr. 1,6+7).

Doch wir können nicht über den Glauben sprechen, ohne an den Patriarchen Abraham zu denken. Abraham ist ein Mann, den Gott bis zum Äußersten geprüft hat, indem er ihn dahin führte, seinen eigenen Sohn zu opfern. Abraham wartet auf Gott bis zum letzten Moment. Tatsächlich greift Gott erst in der letzten Sekunde ein. Doch Abraham war bereit, den Weg zu beschreiten, den der Herr für ihn vorgesehen hatte, auch wenn es für ihn das schmerzhafteste Opfer bedeutete: seinen kostbaren eigenen Sohn. Sein Glaube half ihm, sich vollkommen Gottes Willen zu überantworten: „ Obwohl ich nicht verstehe, glaube ich, dass Gott versteht und ich bin bereit, in den Plan Gottes einzustimmen“. Er nahm seinen Sohn Isaak und stieg auf den Berg. Auf dem Weg wendet sich der Sohn dem Vater zu und fragt ihn: „ Vater! Wir besteigen nun den Gipfel des Berges Morija, um das Opfer darzubringen. Wir haben Holz, um es zu verbrennen und ein Messer, um das Lamm zu töten, doch wo ist das Opfer?“ Abrahams Herz hörte für einen Moment auf zu schlagen. Er konnte seinem Sohn nicht sagen: „ Mein Sohn, du bist das Opfer“. Also wendet Abraham sich um und sagt seinem Sohn: „ Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn“ (Gen. 22,8). Und sie gingen den langen Weg bis zum Gipfel des Berges Morija hinauf. Abraham sammelte Steine auf, er baute einen Altar und richtete die Holzscheite und dann nahm er mit einem Griff seinen Sohn. Er streckte ihn lang auf dem Altar aus und band ihn dort fest. Während er schon das Messer in der Hand hielt und ausholte, schrie er zu Jahwe. Im nächsten Moment würde Isaak tot sein und sein Blut würde aus der Wunde spritzen, die ihm sein eigener Vater zugefügt hatte. Das Opfer seines Sohnes war das Seine. Doch so sollte es nicht kommen, denn in der letzten Sekunde greift Gott ein und ruft: „ Abraham, es ist nicht dein Sohn, den ich will. Ich wünsche, dass du ein ungeteiltes Herz hast. Jetzt weiß ich, wie sehr du mir vertraust, denn ich bin dir wichtiger als dein Sohn“.

So wurde Abraham auf dem Berg Morija zum „ Vater der Glaubenden“. Auch wir erleben solche Morija- Erfahrungen in unserem Leben. Unser Glaube wird geprüft bis zum Letzten. Dann wird unser Glaube eine Inspiration für hunderte und tausende von Menschen um uns herum.

Es gab Zeiten, da haben wir uns an Gott gewandt, um eine Heilung von einer schweren Krankheit zu bekommen oder um Erfolg in einer schwierigen Prüfung, bei einem Zusammenbruch in einer harten Situation oder auch in finanziellen Problemen. Und Gott hat eingegriffen. Wir waren voller Freude und haben Gott gelobt und gepriesen. Doch bleibt die Frage, ob wir Gott auch weiterhin loben und preisen, wenn wir keine Antwort auf das bekommen, worum wir gebetet haben. Werde ich bereit sein, Gott zu verherrlichen, wenn ich ihn nicht finden kann? Der Hl. Johannes vom Kreuz spricht über die dunkle Nacht der Seele. Es ist bekannt, dass Mutter Teresa Monate und sogar Jahre durchlebte, in denen sie nicht einmal die Gegenwart Gottes spürte. Sie spricht zu Gott: „ Gott, ich habe dir immer gehorcht. Ich habe Dinge getan, die die Welt nicht verstand, weil ich auf dich geschaut habe. Doch nun bin ich nicht in der Lage, weiter zu gehen. Gott, wo bist du?“ Eine große Frau des Glaubens, die in langen dunklen Jahren der geistlichen Trockenheit auf Gott gewartet hat. Sie musste durch diesen langen Tunnel der Dunkelheit gehen, um erwachsen werden. Glauben heißt, zu wissen, dass hinter der Dunkelheit und Stille Gott auf mich wartet, um mir seine Huld zu erweisen. Mit solch einem tiefen Glauben werden wir eine Inspiration für alle werden.

„ Obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden Gehorsam gelernt“ (Hebr. 5, 8+9)

Die Schrift wiederholt ständig, dass es nur eine Art gibt, im Glauben zu wachsen: Im Leiden zu warten. Es wird uns gesagt, dass wenn wir leiden und unsere Gebete nicht beantwortet werden, sollen wir geduldig auf Gott warten, denn Gott nennt uns seine eigenen Kinder (Hebr. 12,5-8). Der Vater weiß, dass seine Kinder erwachsen werden müssen. Das ist ein schmerzhafter Prozess, der viele Opfer mit sich bringt. Jemand, der bei den Olympischen Spielen teilnehmen laufen will, muss jeden Morgen früh aufwachen, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Er muss laufen und trainieren, damit seine Muskeln, Knochen und der gesamte Körper dazu in der Lage ist, zu laufen und den Sieg zu erringen. Es ist ein Prozess der Aufopferungen, um die viel- begehrte Größe zu erreichen. Gleicherweise erklärt auch die Schrift, dass unsere Sohnschaft vom Siegel des Leidens geprüft wird. Wenn wir alles bekommen würden, um das wir bitten, müssen wir uns die Frage stellen, ob die Sorge Gottes uns nicht schaden könnte. Denn wir schaden einem Kind, wenn wir ihm alles gewähren, was es möchte. Doch wenn wir das Beste für dieses Kind wünschen, dann brauchen wir sowohl Disziplin als auch Einschränkungen. Denn nur dadurch kann das Kind geformt werden und wachsen. Wenn Gott wartet, so ist es um unserer selbst willen. Dies sind Zeiten, in denen wir unter Entbehrung, Demütigungen, Armut und Misserfolgen leiden müssen. Aber wir sind nicht allein. Gott wartet mit uns. Er schaut, ob wir die Prüfungen bestehen, um reifer zu werden, damit unser Leben an Schönheit und Würde zunimmt. Eine auserwählte Person ist berufen, in die Schule der Not zu gehen. „ Mein Sohn, wenn du dem Herrn dienen willst, dann mach dich auf Prüfungen gefasst!... Nimm alles an, was über dich kommen mag, halt aus in vielfacher Bedrängnis! Denn im Feuer wird das Gold geprüft und jeder, der Gott gefällt, im Schmelzofen der Bedrängnis“ (Jes. Sir. 2,1; 4+5). Deshalb jubeln wir über jede Not, denn sie ist die Bestätigung von Gottes besonderer Erwählung und seiner Liebe zu uns.

Gebet

Herr und Gott, du liebst uns. Dein Traum für uns ist so unendlich groß wie deine Liebe. Es liegt nicht in unserer Vorstellung oder unserem Begreifen, was du in deiner großen Liebe für uns vorgesehen hast. Doch es gab auch Zeiten, o Herr, in denen wir deine Liebe nicht verstehen und auch nicht annehmen konnten. Wir haben nur unseren Weg gesehen und verfolgt. Als Leiden kamen, haben wir rebelliert. Wir dachten, dass du dich abgewandt hast. Wir stellten uns vor, dass deine Stille eine Ablehnung sei. Doch heute haben wir erkannt, dass du uns niemals aufgegeben hast, auch wenn wir dich aufgegeben hatten. Wir schätzen jeden Moment der Prüfung und des Schmerzes, denn du bist bei uns gewesen. In deiner großen Liebe, gehst du auch weiterhin an unserer Seite und verwandelst uns in dein eigenes herrliches Abbild. Wir danken dir, Herr, für das Siegel deiner Liebe, das auf uns ruht. In Wahrheit erkennen wir die Größe deiner Liebe zu uns, da du uns deine Kinder nennst. In diesem Vertrauen deiner Liebe werden wir unser Kreuz auf uns nehmen und dich mit jedem Atemzug verherrlichen. Amen.

 
Divine Updates

Retreats and Healing Masses in Sydney

Divine Australia invites you to healing Masses and retreats to be held across various venues in New South Wales, Sydney. To be led by Fr Augustine Vallooran VC. For details, email Fr Roni George, Director, Divine Australia - drcsydney@gmail.com.

Date: 2 - 7 October, 2018

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Divine Retreats in Adelaide, Melbourne & Canberra

Divine healing Masses and retreats to be held across various venues in Australia. Masses to be offered by Fr Augustine Vallooran VC. Praise and worship by Glen and Teresa La'Rive.

Date: 22 September - October 1, 2018

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Joshi Kochukudiattil, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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