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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC
"Life in all its fullness“(John. 10,10)

- Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

„Wir gehen als Glaubende"(2Kor. 5,7) - Von P. Augustine Vallooran VC

Verstand dominiert das Wissen und die Erkenntnis von heute. Alles was wir sehen, hören oder berühren können, das zählt. Alles, was außerhalb dieser Sinneserfahrungen liegt, wird als unsicher und somit als unerheblich für das menschliche Leben angesehen. Dies hat zur Folge, dass Gott und alle übernatürliche Existenz ihre Bedeutung im menschlichen Leben verloren haben. Alles was erreicht werden soll und kann, befindet sich unter dem Himmel.

Der Aufschrei Friedrich Nietzsche’s, dass „ Gott tot ist“ und die Behauptung von Karl Marx, dass „Religion das Opium des Volkes“ sei, sind extreme Beispiele des Atheismus der modernen Zeit. Pragmatische Philosophien neigen zu der Annahme, dass es nur auf das eigene Vergnügen und den augenblicklichen Erfolg ankäme, um ein glückliches Leben in dieser Welt zu führen; da kann man die alten Standards von Wahrheit und Moral schon mal etwas verbiegen. Der Relativismus wird so zu dem neuen Lebensstil erhoben.

Weil jegliche Polarisierung im Leben abgelehnt und es nichts über diese Welt hinaus gibt, an dem man sich orientieren kann, unterliegt der Mensch dem verrückten Streben sich mit den Annehmlichkeiten und den sinnlichen Vergnügungen des Augenblicks zufrieden zu stellen.

Darum das irre Rennen, sein Herz mit allem anzufüllen, was man auch immer zu fassen bekommt: eine echte Grabbeltischmanier.

Hier stellt sich die berechtigte Frage, die es zu beantworten gilt: „Wozu dieser Wahnsinn und wohin führt es den Menschen?“

Ein gewisser nihilistischer Trend gepaart mit einer steigenden Anonymität entzieht dem Menschen den Sinn des Lebens. Nie zuvor in der Geschichte ist der Mensch so tief in Verzweiflung versunken wie heute. Er hat doch so viel erreicht und dennoch scheint er durch die Bedeutungslosigkeit wieder Alles verloren zu haben. Wofür lohnt es sich da noch zu leben?

Je mehr die Menschen dank Wissenschaft und Technologie immer näher zusammen rücken, desto größer wird die Einsamkeit des Einzelnen.

Man fragt sich, ob der Mensch den Weg verfehlt hat.

Es gibt eine unausgesprochene Sehnsucht im Menschen, die Welt des Rationalismus zu durchbrechen und sich auf den Weg in das Reich des Geistes zu machen.

Warum bezahlt ihr mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? (Jes. 55,2)

Vor einigen Monaten unterhielt ich mich mit einem jungen Mann. Er hatte viele Jahre lang ein verschwenderisches Leben geführt und bemerkte nun, dass er in einer Sackgasse gelandet war. Er fühlte sich von dem überwältigenden Gedanken bedrängt, dass er jeglichen Sinn des Lebens verloren hatte. Als er noch zur Schule ging, hatte er genug Geld zur Verfügung und Freunde, mit denen er es ausgeben konnte. Er kümmerte sich wenig um seine Studien, außer dass er am Vorabend des Examens seine Aufgaben einmal in Erinnerung rief und so jedes Jahr durchkam. Nachdem er die Schule beendet hatte, stieg er in die Firma seines Vaters ein, was ihm einen unbegrenzten Zugang zum Geld verschaffte. Er ging damit sehr verschwenderisch um und führte ein freizügiges und auch rücksichtsloses Leben. Er heiratete die Frau seiner Wahl, doch nachdem ein Kind geboren war, schickte er sie nach Hause, da er sich in eine andere Frau verliebt hatte. Außerdem hatte er die Gewohnheit zu trinken, woraus eine Abhängigkeit wurde. Währenddessen ging es mit dem Familienbetrieb immer mehr bergab, aus schlecht, wurde schlechter. Er erlebte eine Erschöpfung, er wurde des Lebens müde. Als ich seiner Geschichte zuhörte, wurde mir deutlich, dass er sein Leben damit verschwendet hatte, den momentanen sinnlichen Befriedigungen und dem schnellen Genuss nachzurennen. Es war ein Leben ohne Ziel und Antrieb, mit wenig Sinn für Gott und ungenügend Achtung oder Werten. Er war das perfekte Beispiel für den modernen Menschen: Orientierungslos, richtungslos, ohne eine Vision von seinem Leben. Er war in der Welt der Sinne gefangen und wandte sich von der Welt des Geistes ab. Der Mensch fällt auf den Mist der Welt herein, den diese ihm trügerisch vor Augen hält und füllt sich damit an.

Ich diskutierte mit ihm über die Zwecklosigkeit eines Lebens, das sich auf der rein weltlichen Ebene der materiellen Existenz abspielt. Obwohl er alle irdischen Güter besitzen konnte, fühlte er sich doch leer und unzufrieden. Er musste aus den Versuchungen dieser Welt erhoben werden, um wieder zu den Werten der menschlichen Würde zu gelangen. Im Hinblick auf den Wert des Geistes  geht es um den reinen und einfachen Grund, dass der Mensch in seiner Natur unvergänglich ist. Nur im Austrecken nach Gott, um bei ihm ein Zuhause zu finden, entdeckt der Mensch seine tiefste Bedeutung. An diesem Punkt hatte er sich manchmal geneigt gefühlt, sich Gott zuzuwenden- doch stattdessen hatte er ihn strikt abgelehnt. Er nahm an den kompletten Exerzitien teil und durch die Gnade Gottes erfuhr er die große Liebe Gottes, die ihm ein neues Leben schenkte.

Die Lebensgeschichte dieses jungen Mannes enthält einen Schlüssel,  an dem wir sehen können, was das Übel der heutigen Welt ist und wie Gott nur darauf wartet, uns freizusetzen und uns sein Heil zu schenken. Wenn wir uns über die Sinne erheben und uns nach Gott ausstrecken, dann werden wir erleben, dass die Hand Gottes sich auch nach uns in Liebe ausstreckt.

Die Bibel ist die Erzählung von den Menschen, die es abgelehnt haben, sich mit dem zufrieden zu geben, was die materielle Welt ihnen geben konnte und im Glauben den Sprung in die Arme Gottes getan haben. Abraham nahm all seinen Mut zusammen, um fortzuziehen ohne jegliche Sicherheiten dieser Welt, um dem Wort Gottes mit ungeteiltem Herzen zu folgen. Das hat sein Leben nicht leichter gemacht, aber es wurde zu solch einer Herrlichkeit verwandelt, dass er für die Menschheit zum Segen geworden ist. Aus ihm ging eine ganze Rasse derer hervor, die auf Gott vertrauen, da er zum Vater der Glaubenden wurde. Die Verheißung Gottes hatte sich erfüllt: „ Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. .... Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen“ (Gen. 12, 2+3).

„ Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben“ (Joh. 4,14)

Tatsächlich ist der Glaube ein Wagnis, das wir mit unseren Augen nicht sehen können, doch mit der Vision, die wir in unseren Herzen tragen, möglich ist. Unsere Sinne bieten uns an, die Realität zu berühren, doch ist diese nicht absolut. Doch dann erklingt ein Ruf aus der Höhe, unsere Begrenzungen zu verlassen und darüber hinaus zu gehen. Keine Begründung wird uns dazu bewegen. Denn es ist ein Ruf aus unserem Inneren, der uns antreibt, darin einzutauchen.

Die Samariterin im Johannesevangelium bietet uns ein klassisches Beispiel von diesem Wagnis des Glaubens (Joh. 4). Sie lebte ein Leben gemäß ihren Vorstellungen von Sicherheit und Erfüllung. Indem sie sich einem Mann nach dem anderen hingab, wurde sie so leer, wie der Krug, den sie zum Brunnen trug. Sie dachte, das sei alles, was das Leben ausmachte: kleine Behaglichkeiten, vorübergehender Genuss und Sicherheiten. Doch dann traf sie den Herrn am Jakobsbrunnen. Christus bot ihr einen neuen Weg zu leben an, ein Leben in Fülle, geführt vom Heiligen Geist. Er versprach ihr das lebendige Wasser, das allein ihren Durst stillen konnte. Es besteht kein Zweifel darin, dass sie sich von diesem neuen Angebot angezogen fühlte, doch fürchtete sie sich zu sehr, ihre brüchige Sicherheit, die sie für sich geschaffen hatte, zu verlassen. So suchte sie Jesus in ein Gespräch über die kulturellen und religiösen Unterschiede zwischen den Juden und den Samaritern zu verwickeln, um vom eigentlichen Thema abzuweichen. Doch Jesus brachte sie zum Schwerpunkt zurück, der die Sehnsucht ihres Herzens betraf. Er offenbarte ihr, dass diese nur gestillt werden konnte, wenn sie mit ihrem sündigen Leben brach und das Angebot des Lebens in Heiligkeit annahm. An diesem Punkt ließ sie ihren Wasserkrug zu den Füßen Jesu zurück. Symbolisch steht dieses für die Entscheidung, mit ihrer Vergangenheit zu brechen und das Angebot Jesu, ihre Zukunft in Gottes Hände zu legen, anzunehmen. Von einer Frau, die ohne jegliche Moral lebte, wurde sie vollständig verwandelt zu einer Missionarin für ihr Dorf verwandelt, die verkündete, dass Jesus der erwartete Retter der Welt ist. Sie traf eine klare Entscheidung für Gott, und diese Möglichkeit, die sie aus Überzeugung wählte, machte sie zu einer Ikone des Glaubens, die Generationen von Suchenden inspirierte. Wir befinden uns im Jahr des Glaubens. Die Kirche fordert uns heraus, Ikonen des Glaubens in einer Welt zu sein, die  sich entschieden hat, eher den Kopf in den Sand zu stecken, als zu Gott aufzuschauen.

„ Wenn wir standhaft bleiben, werden wir auch mit ihm herrschen“ (2 Thim. 2,12)

Das Evangelium berichtet von einer Stelle, wo Jesus den Glauben einer Frau lobt. Dieses war eine Frau heidnischer Herkunft, die eine Tochter hatte, die von einem bösen Geist bedrängt wurde. Sie kam, um Jesus zu bitten, ihre Tochter zu heilen. Anfangs scheint es Jesus gleichgültig zu sein, ihre verzweifelte Bitte zu erhören. Auch die Jünger drückten ihre Sympathie für das Elend dieser Frau aus und empfohlen ihrem Meister ihren Fall:    „ Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit uns hinterher“ (Mt. 15,23). Doch die Antwort Jesu an diese Frau war alles andere als herzlich. „ Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt... Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen“ (V. 24-27). So hart die Worte Jesu für sie geklungen haben mögen, so lehnte sie es doch ab, aufzugeben. Sie wusste, dass sie seine Güte nicht selbstverständlich in Anspruch nehmen konnte. Schließlich war sie eine Heidin. Doch sie erkannte in Christus ihre Rettung. Unerbittlich wandte sie sich an den Herrn: „ Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen“ (V. 27). An diesem Punkt wendet sich Jesus um und ehrt sie: „ Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen“ (V. 28).

Diese Begebenheit hebt die wahre Bedeutung des Glaubens für uns hervor. Der Glaube erwartet von uns, dass wir unser Leben und alle Nöte den Händen Gottes überlassen. Der Mensch kann den Stundeplan Gottes nicht sehen, noch Gott ein Ultimatum stellen, wann er zu handeln hat. Wenn wir einmal unsere Wünsche in die Hände Gottes gelegt haben, dann warten wir im Gebet darauf, dass Gottes Wille sich erfüllt. Was auch immer für Gedanken uns plagen, die uns an den Wegen Gottes zweifeln lassen, so sind wir dazu angehalten, solche Gedanken abzuweisen und unser Vertrauen in die Liebe unseres Gottes zu bestärken. Ein Glaubender versteht, dass Gottes Plan unvergleichlich größer im Gegensatz zu  allen menschlichen Plänen ist. Es mag uns erscheinen, als würde Gott sich nicht sorgen oder auch die Dringlichkeit der Situation nicht ermessen. Doch gerade in solchen Momenten erwartet der Gläubige beharrlich das Eingreifen Gottes. Es ist die Aufgabe des Gläubigen, sehr fest entschlossen alle Zweifel abzulehnen, um die Sicht Gottes der Dinge herauszufinden, da Gott unermessliche Güte ist. Der Glaube ist die unzweifelhafte Hingabe an die Liebe Gottes. Es wird nicht entmutigend sein, auf ihn zu warten, denn wir haben in der Tiefe unseres Herzens die Sicherheit, dass Gott uns niemals versetzen wird, da wir ihm wertvoll sind.

„ Ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute“ (Mt. 7,24)

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem jungen Mann, der Diplomingenieur war und in einer renommierten Firma eine gute Arbeit hatte. Während er in seinem Beruf erfolgreich wurde, spürte er, dass Gott ihn zum Priester berief. Er sprach mit seinen Eltern darüber. Sie waren sehr ärgerlich darüber, denn er war ihr einziges Kind. Sie hatten andere Pläne für ihn. Sie hatten große Hoffnungen, dass er es im Leben zu etwas Großem bringen würde und sie im Alter unterstützen würde. Sie versuchten, ihn von seiner Entscheidung abzubringen, indem sie ihm darlegten, dass er nun bereits auf einer erfolgreichen Laufbahn war und diese nun zu verlassen, um einer religiösen Berufung zu folgen, sei dumm. Er würde es sicherlich eines Tages bereuen. Sie sagten ihm auch, dass er nicht dazu fähig sei, all die Opfer, die das geistliche Leben mit sich bringen würde, zu erbringen. Und letztlich warnten sie ihn wegen der möglichen Gefahren von Skandalen, die über einige religiöse Männer im Umlauf waren.

Keines ihrer Argumente konnte seine Entscheidung ändern und er ließ sich nicht abbringen. Er fühlte einen unwiderstehlichen Ruf in seinem Herzen, sein Leben Jesus zu schenken. Auf eine sanfte Weise erklärte er seinen Eltern, dass Geschäftsmänner kalkulieren und Entscheidungen treffen, damit ihr Kontern Gewinn bringt. Doch seine Entscheidung basierte nicht auf Kalkulationen, sondern auf einer tiefen Erfahrung, dass Gott ihn für seinen Dienst berief. Die einzige Sicherheit für seine Zukunft war die Treue dessen, der ihn berief. Er versicherte seinen Eltern, dass diese Sicherheit größer war, als irgendein menschliches System ihm geben konnte. Diese Überzeugung des jungen Mannes war auf dem starken Glauben begründet, den er auf dem sicheren Grund Gottes gefunden hatte.

Gebet:

O Herr, unser Gott, wie großartig und unabänderlich ist deine Liebe zu uns, dem Werk deiner Hände. Du hast uns in deiner großen Liebe erschaffen. Du hast schon einen Plan für unser Leben gehabt, bevor wir im Schoß unserer Mutter empfangen wurden. Das, was du für uns bereitet hast, ist jenseits von dem, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat oder was unser Herz sich jemals vorstellen konnte. Deine Macht und Herrlichkeit ist so groß, dass deinen Plan für uns nichts hindern kann.

Herr, wir haben nicht auf dich vertraut und haben unser Leben auf  veränderlichen Sand gesetzt. Heute wenden wir uns dir zu, wir suchen dein Erbarmen und deine Macht, die uns heiligen kann. So werden uns die Augen geöffnet, dass wir erkennen, dass du der Weg, die Wahrheit und das Leben bist. Du bist die einzige Realität, der wir trauen können und der wir uns in jedem Moment der Schwachheit zuwenden können. Auch wenn wir untreu sind, so bleibst du doch treu. In deiner Liebe liegt unsere Kraft und sie befähigt uns zum Lobpreis. Herr Jesus, wir vertrauen auf dich. Amen.

 
Divine Updates

Retreats and Healing Masses in Sydney

Divine Australia invites you to healing Masses and retreats to be held across various venues in New South Wales, Sydney. To be led by Fr Augustine Vallooran VC. For details, email Fr Roni George, Director, Divine Australia - drcsydney@gmail.com.

Date: 2 - 7 October, 2018

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Divine Retreats in Adelaide, Melbourne & Canberra

Divine healing Masses and retreats to be held across various venues in Australia. Masses to be offered by Fr Augustine Vallooran VC. Praise and worship by Glen and Teresa La'Rive.

Date: 22 September - October 1, 2018

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Joshi Kochukudiattil, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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