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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC

"Hallowed be Thy name"(Lk 11:2) - Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

„Andreas...folgte Jesus nach"(Joh. 1,40) - Von P. Augustine Vallooran VC

Die Kirche feiert am 30. November das Fest des Hl. Andreas, des Apostels

Das Apostelamt ist ein Privileg der Liebe. Über die Apostel, die Jesus erwählte wird berichtet: „Er berief die zu sich, nach deren Nähe er verlangte und vertraute ihnen die Vollendung seines Heilswerkes an, das er begonnen hatte. Er sandte sie aus, in Vollmacht die Frohe Botschaft zu verkündigen.“(Mk. 3,13). Diese Einladung könnten auch wir gehört haben. Was sie beinhaltet, lässt sich wunderbar im Leben dieser erwählten Freunde Jesu sehen. Andreas ist einer von den zwölf Aposteln. Seinem Apostelamt werden durch die Evangelien einzigartige Qualitäten zugeschrieben.

„ Ich habe dich beim Namen gerufen; du gehörst mir“ (Jes. 43,1)

Seit den frühesten Jahrhunderten war Andreas als Protokletos (griech.) oder als der ‚Zuerst- Gerufene’ überliefert. Die Evangelien erklären, wie Andreas und seine Freunde bei Johannes dem Täufer standen, als Jesus vorüberging. In einem Moment der Offenbarung konnte der Täufer sehen, dass Jesus der Verheißene war, der vom Vater gesandt war, um die Welt zu retten. Vor Andreas und den anderen Jüngern zeigte er auf ihn und erklärte: „Seht, das Lamm Gottes“ (Joh. 1,29). Daraufhin folgten Andreas und die anderen Jünger sofort Jesus. Jesus spürte, dass einige kühne Fußstapfen hinter ihm waren und wandte sich ihnen zu und fragte sie: „Was sucht ihr?“ Eine Schlüsselfrage, die das Herz der Jünger prüfen würde. Sie erwiderten sofort: „Meister, wo wohnst du?“ (Joh. 1,38) Als er sah, dass ihre Herzen auf der Pilgerschaft und nicht nur neugierig waren, lud Jesus sie ein, bei ihm zu bleiben. Diese Beschreibung der ersten Begegnung mit Jesus bleibt sehr eindrücklich, denn was scheinbar als eine bloße Anfrage aus Interesse begann, führte zu einem Band der Freundschaft und Gemeinschaft. Es wird uns berichtet, dass Andreas und sein Begleiter „mitgingen und sahen, wo er wohnte, und jenen Tag bei ihm blieben“ (Joh. 1,39). In der biblischen Sprache wurde gehen und bei jemandem bleiben mit liebender Annahme und tiefem Vertrauen verbunden. Dieser Moment blieb als ein sehr bedeutsamer in ihrem Leben zurück, denn jedes kleinste Detail dieses Tages war in ihren Herzen eingraviert. Viele Zeit später, als die Evangelien niedergeschrieben wurden, riefen sie sich sogar die Stunde des Zusammentreffens noch in Erinnerung. „Es war gegen vier Uhr nachmittags“ (Joh. 1,39). Dieser Moment hatte eine tiefgreifende Konsequenz, denn als Jesus später offiziell die zwölf Jünger berief, war Andreas einer von ihnen.

Während des öffentlichen Wirkens Jesu hatten die zwölf Jünger einen ganz besonderen Zugang zu Jesus, und in der Urkirche übernahmen sie eine entscheidende Rolle. Die Berufung, die sie von Jesus empfangen hatten, gab ihnen die Verantwortung, die Säulen des neuen Volkes Gottes zu sein. Israel, das Volk des Alten Bundes besteht aus zwölf Stämmen. Die Kirche, das neue Volk Gottes wurde auf die zwölf Apostel gegründet, die Jesus erwählt hatte. Jesus sagte: „ Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten“ (Mt. 19,28). Mit ihrer Einsetzung war ihnen eine besondere Rolle der Autorität in der frühen Kirche zuteil geworden, die das Verlangen des Volkes Gottes formen sollte.

Wenn wir auf die Apostel schauen, spüren wir die Verheißung, die Jesus gab: „ Ich lasse euch nicht als Waisen zurück“ (Joh. 16,8).

Er ließ nicht zu, dass sein Volk durch irgendeinen Selbstsüchtigen in die Irre geführt würde.

Nachdem er ihnen sein Herz geöffnet hatte, wurde eine klare Struktur der Autorität geschaffen: „ Denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe“ (Joh. 15,15). Das Hirtenamt der Apostel hat der Kirche eine Stabilität über Jahrhunderte gegeben. Man kann sagen, als Gott nach denen Ausschau hielt, die nach seinem Herzen gebildet waren, war der erste, der erreicht wurde, der Hl. Andreas, der Erst-Gerufene.

„ Ich werde euch zu Menschenfischern machen“ (Mt. 4,19)

Andreas war nicht nur der zuerst Gerufene, sondern auch der erste Missionar, der verkündete, dass Jesus der Messias ist. Im allerersten Treffen mit Jesus erkannte Andreas Jesus sofort als den Retter und eilte, um es seinem Bruder Simon Petrus zu berichten: „Wir haben den Messias gefunden“ (Joh. 1,41). Andreas empfing dieses Verständnis von seinem Meister Johannes dem Täufer, der Jesus für alle als „ das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt“ (Joh. 1,29) vorstellte. Dieser Titel hat seine Wurzeln in der jüdischen Tradition. Es war für sie ein Synonym für den verheißenen Messias, der ein Sünden-Opfer werden würde und ihre Last der Sünden auf sich nehmen würde. Als Andreas Jesus begegnete, war es für ihn ein wertvolles Zusammentreffen mit dem Retter der Menschheit. Er konnte die Freude nicht für sich behalten und eilte, um dieses mit seinem Bruder zu teilen.

Im Evangelium  gibt es ein herausragendes Element über die Berufung und die Antwort des Andreas. Als Jesus ihn mit seinem Bruder Simon am Ufer des Sees von Galiläa traf, gab der Herr ihnen die Verheißung: „ Ich werde euch zu Menschenfischern machen“(Mt. 4,19). Er, der ein saisonabhängiger Fischer aus Bethsaida war, nahm sich diese Rolle zu Herzen. Er wusste, dass sich dahinter eine Mission verbarg, Menschen für das Reich Gottes zu gewinnen. Wann immer er zu Jesus kam, brachte  er immer Jemanden mit, damit dieser das Heil erfahren konnte, dass ihn selber in Jesus berührt hatte.

Nachdem er seinen Bruder Simon zu Jesus gebracht hatte, war Andreas immer darauf bedacht, mehr Menschen zu Jesus zu bringen. In einer Stunde der Not, als eine große Menschenmenge Jesus zuhörte, und am Ende des Tages müde und hungrig war, wollte der Herr ihnen etwas zu essen geben. Andreas brachte einen Jungen zu ihm, der fünf Brote und zwei Fische hatte (Joh. 6,8-9). Diese Initiative ebnete den Weg für das große Wunder der Brotvermehrung. Die Jünger, die selber hungrig waren, zeigten ihre Hilflosigkeit, indem sie sagten, dass es ein unmögliches Vorhaben sei, was Jesus vorhatte. Sie murrten und sagten zu Jesus: „Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?“ (Joh.6,5) Andreas jedenfalls nahm das Verlangen Jesu als einen Befehl und bei seiner Suche fand er einen Jungen, der etwas anzubieten hatte.

Wiederum wird Andreas in den Evangelien erwähnt, und zwar in einem bedeutsamen Moment der Ankündigung der Passionstage, als die Griechen kamen, um Jesus zu sehen (Joh. 12,20-22). Für diesen Zweck hatten sie Philippus ausgesucht. Philippus kam mit dem Anliegen zu Andreas, der ihn aufforderte, Jesus zu treffen. Diese Begegnung der Griechen mit Jesus wurde zu einem Moment der Offenbarung über die universale Sendung Jesu. Jesus sagte: „ Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen“ (Joh. 12,32). Der Ausdruck „Alle zu mir ziehen“ ist eine zeichenhafte Offenbarung, weil Jesus hier deutlich machte, dass seine rettende Aktivität nicht nur auf das jüdische Volk beschränkt war, sondern die gesamte Menschheit umfasste. Andreas trat als ein machtvolles Werkzeug hervor, Menschen zum Herrn zu ziehen.

„ Nehmt den Stein weg“ (Joh. 11,39)

Andreas war ein solcher Mann der Initiative wegen seines aufrichtigen und lebendigen Glaubens. Er zeigt uns, wie wir in die wunderwirkende Macht Jesu besonders in den Momenten der Schwachheit und Hilflosigkeit vertrauen können. Wichtigerweise offenbart er uns, dass dieses Vertrauen nicht mit einer Haltung der Unverantwortlichkeit oder Passivität einhergehen sollte, in einem Warten, dass Gott alles tut. Unser Heil ist definitiv eine freie Gabe Gottes. Es ist Gott, der die Initiative ergreift, uns zu retten und in der Stunde der Not für uns zu sorgen. Jesus selbst sah die Ermüdung und den Hunger der Menschenmenge, die sich um ihn versammelt hatte, und er traf die Entscheidung, ihnen zu essen zu geben, denn er hatte Mitleid mit ihnen. Was auch immer von seinen Jüngern erwartete, die sich in ihrer Rolle als Mitarbeiter in der Mission erheben würden, so hatte er sie doch für den Zweck erwählt, mit ihm bei der Hinführung zum Heil zusammenzuarbeiten. Es scheint so, als hätte Andreas diese heilige Dynamik der Interaktion zwischen Gott und Mensch in der Heilsgeschichte verstanden. Dieses Verständnis führte Andreas dahin, dass er nach etwas suchte, was er Gott anbieten konnte, damit dieser daran wirken konnte. Jesus respektierte diese Mühe und nahm sein Angebot an und verwandelte es in seiner grenzenlosen Macht in Nahrung für die Menschenmenge. Natürlich wandet sich Jesus auch an seine Jünger, um nach einer Lösung zu suchen: „ Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?“ Er wartet und wünscht von uns eine verantwortungsvolle Mitarbeit, wenn er an uns oder durch uns an anderen arbeiten möchte.

Das Evangelium berichtet, dass Martha sich darüber beklagte, dass Jesus zu spät gekommen sei, um ihre Familie zu retten; doch Jesus forderte sie heraus, im Glauben zu antworten, indem er sie zwei Pflichten  zu erfüllen hatte. Als erstes lud er sie ein, ihm zu vertrauen und auf Gottes Herrlichkeit zu warten, die sich durch ihn offenbaren sollte: „Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“(Joh.11,40) Martha setzte im Glauben von ganzem Herzen ihr Vertrauen auf Jesus. „Ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes“ (Joh. 11,27). Dann führt Jesus sie zum Grab und fordert sie zum zweiten Mal heraus: Den Stein wegzurollen, der den Eingang des Grabes verschloss. Hier ist Martha widerwillig, denn sie wusste, dass ein starker Verwesungsgeruch des toten Leichnams herauskommen würde. Doch Jesus beharrte darauf, dass sie aus dem Glauben handeln solle. Sehr deutlich wartet Jesus darauf, dass Martha ihre Rolle seiner Mission der Rettung ihrer Familie spielen konnte.

Wir finden diese heilige Dynamik des Eingreifens des Sohnes Gottes auch schon beim ersten Wunder Jesu in Kanaa. Jesus weist die Familie an, die Krüge mit Wasser zu füllen. Tatsächlich waren diese Krüge für die Reinigungszeremonie gedacht und wurden weggeräumt, nachdem sich alle Gäste die Füße gewaschen hatten und sich dann zu Tisch gesetzt hatten. Das Wasser und auch die Krüge spielten für die Hochzeit keine Rolle mehr. Jesus forderte die Familie im Glauben heraus und wies sie an, die Krüge mit Wasser zu füllen. Dann befahl er ihnen, aus den Krügen zu schöpfen. Sie gehorchten, obwohl diese Anweisung nach menschlichem Ermessen nicht nach zu vollziehen war. Erst als sie dem Gebot Jesu gehorchten, war Jesus in der Lage das Wunder zu tun und das Wasser in Wein zu verwandeln. Die Familie war für die Feier wiederhergestellt.

Jesus sieht den gelähmten Mann am Teich von Bethesda liegen, der seit 38 Jahren hoffnungslos und verstoßen ist (Joh. 5). Jesus hatte Mitleid mit ihm und wollte ihn heilen. Als erstes wollte der Herr den kranken Mann fragen, ob er geheilt werden wollte. In seiner menschlichen Logik erklärte ihm der Gelähmte, dass dieses unmöglich sei, da er nicht in das aufwallende Wasser eilen konnte, was der einzige Weg zur Heilung war. Die Verzweiflung hatte ihn gefangen genommen. Indem er seine Begründungen abtat, bietet Jesus ihm anstatt dessen eine Zukunft an und bittet ihn: „Steh auf, nimm deine Bahre und geh“ (Joh. 5,9). Es war eine Herausforderung, über seine menschlichen Gedanken zu springen und auf den göttlichen Befehl zu hören. Als er gehorchte, spürte er Kraft in seine Glieder kommen. Im Glauben ging er in seine Zukunft.

„ Hier bin ich! Sende mich“ (Jes. 6,8)

Allerdings sollte der Glaube an die Liebe Gottes niemanden zu einer verantwortungslosen und faulen Einstellung im Leben führen. Der Hl. Jakobus warnt uns: „So ist auch der Glaube in sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat“ (Jak. 2,17). Ich erinnere mich an ein Ehepaar, die zu den Exerzitien kamen und sich über ihren Sohn beklagten, der ein Mädchen geheiratet hatte, mit dem sie nicht einverstanden waren. Verletzt durch ihre Reaktion lebte der Sohn weit weg von den Eltern und auch von der Kirche. Als sie vor zwei Jahren zu den Exerzitien gekommen waren, hatten sie im Gebet eine Botschaft empfangen, dass ihr Sohn zu ihnen zurück kehren würde. Ihr Schmerz war nun, dass Gott seine Verheißung nicht gehalten hatte, denn es gab nicht einmal das kleinste Zeichen für eine Versöhnung. Ich befragte sie, was sie denn getan hätten, damit diese Verheißung in Erfüllung ging, und der Sohn zur Familie und zur Kirche zurückkehrte. Sie sagten, dass sie konstant beten würden. Ich las ihnen die Passage aus dem Jakobusbrief vor, die uns dazu aufruft, mit Gott an der Arbeit zum Heil mitzutun(Jak. 2,14-24). Ich erklärte ihnen, dass die Botschaft bedeute, dass Gott bereits die Initiative, in zu retten ergriffen habe, aber mit dieser Ermutigung von ihnen erwartete, dass sie sich als Menschenfischer erwiesen. Im Glauben sollten sie jeden möglichen Schritt gehen, um den Sohn zu Gott und zur Familie zu bringen. Aber sie fuhren lediglich fort, darüber zu klagen, dass der Sohn nicht einmal ans Telefon gehen würde und sie niemals empfangen würde. Ich sagte ihnen offen, dass dieses menschliche Wege sind, das Werk Gottes zu bewerten. Wenn sie glaubten, dass Gott bereits die Initiative ergriffen hatte, um ihren Sohn zu retten, dann sollten sie auch kühne Botschafter Gottes sein, um diese Rettung ihres Sohnes zu begünstigen. Ich bat sie, für einige weitere Tage während der Exerzitien zu beten und auf ein Licht von Gott zu warten, der ihnen den Weg zeigen wollte, um den Sohn zu erreichen. Zwei Tage später kam der Vater und erzählte mir, dass sein eigener Bruder nah bei dem Sohn war, und der Junge den Rat des Onkels annahm. Ich ermutigte ihn, seinen Bruder zum Glauben und Gebet zu bitten. Im Zeitraum eines Jahres war die Zeit gekommen, dass Gott das vollbringen konnte, was er begonnen hatte, nachdem die Eltern es  im Glauben angenommen hatten. Der Sohn und seine Frau kehrten zu den Eltern zurück.

Eine Person, die an Gott glaubt, sollte so wie Jesaja es im Tempel tat, auf Gott warten. Dann wurde er für das, was Gott wünschte, ausgesandt. Jesaja verstand das Geheimnis des Eingreifens Gottes ins menschliche Leben und bot sich selber an, um dorthin zu gehen, wo Gott sein Heil vollbringen wollte.

„ Der Herr wird von den Demütigen verherrlicht“ (Jes. Sir. 3,20)

Am Jordanufer, als er noch ein Anhänger Johannes des Täufers war, lernte Andreas die ersten Lektionen über die Nachfolge vom Täufer selber. Als er Jesus als den Retter der Menschheit vorstellte, endete er folgendermaßen: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ (Joh. 3,30). Tatsächlich war der Dienst von Johannes dem Täufer so bejubelt und öffentlich angenommen, dass auch die jüdischen Führer aus Jerusalem zum Jordan gegangen waren, um festzustellen, ob er der Christus ist. In der Tat hatten viele Menschen gedacht, dass er der Messias sei, der seit Generationen erwartet wurde (Lk. 3,16). Sogar der König fürchtete sich vor ihm. Sein Thron wurde von der gewaltigen Stimme Johannes erschüttert, der Jeden zu Umkehr aufrief. Aber Johannes war aufgrund seiner Rolle deutlich, dass er die Stimme war, die in der Wüste ruft, um dem Herrn den Weg zu bereiten (Joh. 1,23). Sobald der Herr erschien, rückte er in den Hintergrund und wurde auf barbarische Weise im dunklen Kerker von Herodes Gefängnis umgebracht.

Diese Einstellung zur Nachfolge, die sich in das Herz von Andreas eingebrannt hatte, machte es leicht für ihn, das Geheimnis von Tod und Auferstehung anzunehmen. Jesus versuchte das den Jüngern einzuschärfen.

Als Andreas die Griechen zu Jesus gebracht hatte, begriff er, dass die radikalste Lehre Jesu -das Leiden- in der Tat der Weg zum Leben war. Es war eine Offenbarung über die Herrlichkeit des Kreuzes, dass durch seine Selbst-Hingabe am Kreuz die Menschheit gerettet würde. Jesus hatte erklärt: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“ (Joh. 12,24). Auch hier macht Jesus den Zusammenhang von Tod und Leben in der christlichen Nachfolge deutlich.

Da diese Lehrstunde der Nachfolge für seinen Bruder Simon Petrus schwer anzunehmen war, erwiderte jener: „Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!“ (Mt.16,22) Andreas jedoch konnte es leben. Wie wir im Evangelium sehen, wurde jeder, den er zu Jesus brachte, bekannter als er. Sein Mitbruder Johannes war als der Lieblingsjünger bekannt. Sein Bruder Simon, dem er Jesus vorgestellt hatte, wurde als Führer der Berühmteste von den Jüngern. Andreas, obwohl er der Erst-Gerufene war, gehörte nicht zum inneren Kreis der Jünger, die Petrus einschlossen, auch Johannes und seinen Bruder Jakobus. Dieses scheint Andreas aber nicht verbittert zu haben, denn sein Herz war geöffnet, um das Kreuz seines Meisters großzügig entgegenzunehmen. Nachdem er heftig ausgepeitscht  worden war, wurde sein Körper mit Stricken ans Kreuz gebunden, um die Schmerzen zu verlängern. Seine Jünger berichteten, dass Andreas, als er zum Kreuz geführt wurde, dieses mit den folgenden Worten begrüßte: „ Lange habe ich diese glückliche Stunde erwartet und danach verlangt. Das Kreuz ist durch den Leib Christi geheiligt worden, der daran gehangen hat“. Und für zwei weitere Tage fuhr er fort vom Kreuz herab zu predigen, bis er seinen Geist in die Hände des Herrn übergab.

Andreas offenbart uns den Schatz des Apostelamtes. Das Vertrauen, das Jesus auf ihn als Zuerst- Gerufenen setzte, war durch die volle Hingabe an seinen Meister von Andreas belohnt worden. Er konnte alle selbstsüchtigen Gedanken abwehren, um sich selbst in die Mitte zu stellen, indem er mit Freude ein Menschenfischer war, der die Menschen zu seinem Herrn brachte. Letztlich gab er sich selber am Kreuz für die Sendung, die ihm sein Herr aufgetragen hatte. Dieser große Jünger lehrt uns heilige Lektionen über das Apostelsein. Diese ergehen auch an uns, die wir gerufen sind, die Mission des Herrn in unserer Generation weiterzuführen.

Lasset uns beten

Herr Jesus, wir danken Dir, dass Du uns den Hl. Andreas geschenkt hast, der uns den noblen Weg der wahren Jüngerschaft vorangegangen ist. Du hast uns in Deiner großen Liebe zu Deinen Zeugen gemacht. Herr, mögen wir diesen Ruf immer als einen Schatz bewahren und ihn würdig leben. Herr, erfülle unsere Herzen mit der Freude über die Rettung, so dass wir nur Deine Herrlichkeit suchen. Wir bringen Dir all jene, die Du mit uns gerufen hast und wir danken Dir für ihren wertvollen Dienst und ihre Gaben.

Wir danken Dir, Herr, dass Du uns durch den Hl. Andreas offenbart hast, dass wir unseren Glauben durch Werke bestätigen müssen. Gib uns Mut und die Gnade, Dir die Ehre zu geben, so dass alle zum Heil in Dir gezogen werden mögen.

Amen

 
Divine Updates

MAGNIFICAT in Chennai

Divine comes to Chennai with the 'Magnificat', on June 23, 2018. Fr. John Prince VC will lead the services. With special sessions for children.

Venue: Stella Maris College, Cathedral Road

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Retreats in Divine Retreat Centre, UK

Divine Retreat Centre, Ramsgate UK, has announced several English and Malayalam language retreats to be led by Fr. George Panackal VC and Fr. Joseph Edattu VC. All are welcome.

Dates: Jan - Dec, 2018

POWER 2018 at Divine Retreat Centre

DRC is back with the highlight of the year: the 13th International Youth Conference - POWER 2018. The very best international preachers and gospel bands will be here to lead us into worship. Be there to experience a totally different atmosphere of prayer. A Couples' Retreat and a Kids' Retreat will be held simultaneously. Don't miss it.

Date: July 22 - July 27, 2018

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Mathew Elavumkal, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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