Select language
Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC
"Life in all its fullness“(John. 10,10)

- Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

„Heute ist euch der Retter gebore" (Lk. 2,11) - Von P. Augustine Vallooran VC

Die ganze Welt ist an Weihnachten erleuchtet, weil es in der Tat das Fest der Feste ist. So wie die Weisen in der dunklen, kalten Nacht zu dem wunderbaren Stern im Himmel aufschauten, so sind wir in dieser Zeit noch einmal mehr zu dieser Gabe Gottes an alle und jeden von uns und die ganze Menschheit hingezogen- dem Angebot, aus unserem Leben ein Fest zu machen. Es ist ein Aufruf für diejenigen, die im Tal des Todes sitzen, ihre Augen zu erheben und die unübersehbare Herrlichkeit des Himmels zu sehen, die ihre Nacht in Licht verwandelt.

„ Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“ (Joh. 3,16). Aus diesem Grunde kam der Engel vom Himmel herab, um die große Freude in dieser Nacht zu verkünden, als der Sohn Gottes geboren wurde als Kind in einer Krippe. „ Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr“ (Lk. 2,10-11). Hier verkündete das himmlische Heer den lang ersehnten Messias und Herr des Himmels, der nun selbst herabgekommen war, um sein Volk von jeder Last der Dunkelheit zu befreien. Hier ist die Frohe Botschaft der Rettung, die alles Böse in Gutes verwandelt, jede Traurigkeit in Freude, und jede Sünde in Befreiung. In Jesus tritt Gott in die Menschheitsgeschichte ein- in die Geschichte jedes Einzelnen von uns- jedes Mannes und jeder Frau. Dieses war es, was der Engel dem Josef offenbarte, dass dieses die Geburt von Gott als Mensch-die Menschwerdung Gottes ist. Mit diesem großen Ereignis ist Gott Emmanuel geworden- Gott mit uns und für uns. „ Man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns“ (Mt. 1,23).

„ Herr, warum bleibst du so fern?“ (Ps. 10,1)

Das Volk Israel glaubte daran, dass sie das Volk Gottes sind. Diese Verheißung der Erwählung Gottes war ihnen vom Beginn der Zeiten an gegeben. Dieses war ihre große Zusage: „ Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen?“ (Dtn. 4,7). Im Elend der Sklaverei fanden sie, dass Gott für sie da war, ihre Tränen gesehen hat, ihr Schreien gehört hat und ihre Schmerzen kannte (Ex. 3,7). Auf ihrer Reise durch die raue Wüste überschattete der Herr sie mit seiner schützenden und treuen Gegenwart. Im Dunkel der Nacht ging er ihnen in einer Feuersäule voraus. In ihrem Durst kam frisches Wasser aus dem harten Felsen hervor. In ihrem Hunger fiel Manna vom Himmel herab. Aber doch würden sie der verzweifelten Überzeugung ziemlich eilig nachgeben, dass Gott weit weg von ihnen sei. Sie fühlten, dass Gott sich von ihnen entfernt hatte und aus dieser unerreichbaren Position das Schicksal der Menschheit wie mit einer Fernsteuerung lenkte.

Dieses Missverständnis wurde durch den großen Engel bezwungen, der uns verkündete, dass Gott für uns und mit uns ist. Er ist nicht mehr weit von uns entfernt. Seine Macht der Gegenwart mit uns ist größer als alles andere. Der Hl. Augustinus interpretiert später: „ Gott ist uns näher, als wir selber uns sind.“ Gott ist vom Himmel herabgestiegen, um mit uns zu sein. Er tritt in unsere persönlichen Geschichten und in die belanglosen Situationen als ‚Emmanuel’ ein, um unser Leben göttlich und himmlisch zu machen.

„ Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten“ (Ps. 4,7)

Die Freude, die von dem Botschafter des Himmels verkündet wurde ist verwurzelt in dem großen Angebot Gottes, aus unserem Leben ein Fest zu machen. Dieses Angebot wiederholt sich durchgängig auf den Seiten der Schriften. Auch der verherrlichte Herr sucht nach uns, wie uns das Buch der Offenbarung aufgezeichnet hat: „ Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir“ (Offb. 3,20). Der Herr sagt uns, dass er uns so nahe ist- an der Schwelle unseres Herzens. Er wartet und klopft an. Wenn wir ihm unsere Herzen öffnen, wird er eintreten und aus unserem Leben ein Fest machen. Die wörtliche Übersetzung spricht von Mahl halten. Aber in der biblischen Sprache ist die Bedeutung mit jemandem Mahl zu halten, dass es ein Festmahl ist und die Feier in vollem Gange ist.

Wenn wir in unser Leben schauen, dann finden wir vielleicht Traurigkeit, Krankheit, Langeweile, Sinnlosigkeit und auch die Kräfte des Bösen, die tief in unserem Herzen regieren. Aber genau hier wartet Gott darauf einzutreten und aus unserem Leben ein Fest zu machen. Die Schrift gibt wider, dass bei der Verkündigung des Kommens des Herrn die himmlischen Heerscharen mit dem Engel begannen, Gott zu preisen, indem sie sagten: „ Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“ (Lk. 2,14)

Wir neigen immer dazu, die Herrlichkeit Gottes in sehr weltlichen Ausdrücken zu interpretieren. Wir verstehen sie als Majestät, Autorität und Macht. Allerdings ist dieses eine fehlerhafte Weise der Auslegung. Die Herrlichkeit Gottes ist Friede auf Erden, ein Friede, der in jeden Mann und jede Frau hineinfließt, der Ihn als Herrn und  Messias annimmt. In Ihnen wird sich dann die Herrlichkeit Gottes als Heil manifestieren. Das ist der Grund, warum der große Heilige der frühen Kirche, der Hl. Irenäus ausrief: „ Die Herrlichkeit Gottes ist der Mensch in der Fülle des Lebens.“ Die Herrlichkeit Gottes  manifestiert sich dadurch, dass das Leben in Fülle auf die menschliche Person herabkommt. So würde der Herr selber sagen: „ Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh. 10,10). Diese Mission war für ihn klar in all der Zeit seines irdischen Lebens. Wo auch immer die Menschen unter dem Joch der Sünde litten, der Verzweiflung und des Bösen, da ging er, um sie freizusetzen und erfüllte sie mit der Fülle des Lebens, das die Herrlichkeit Gottes ist. Die Gelähmten sprangen vor Freude. Die Gebundenen und Entstellten standen auf und priesen Gott. Die Zerbrochenen waren voller Freude. Diejenigen, die viele Jahre verloren hatten, indem sie gegen Krankheiten kämpften, wurden mit einer Berührung des Mitleides geheilt. Familien, die in Sünde und Elend zerbrochen waren, würden die Erlösung feiern. Wo immer die Tür geöffnet war, um den Retter einzulassen, floss das Licht der Erlösung herein und vertrieb den dicken Schleier der Dunkelheit.

„ Mit Lachen wird er deinen Mund noch füllen“ (Ijob 8,21)

Eine Hochzeit schien sich zu einem Schicksal zu verwandeln. Eine furchtsame Vorahnung warf einen Schatten auf alle, die bei der Hochzeit zu Kaana versammelt waren (Joh. 2). So wie es in jenen Tagen Brauch war, war dort das ganze Dorf versammelt. Aber nun schien es so, als würde die Feier zu Ende gehen, da die Weinkrüge sich leerten. Das Eine, was man bei der Feier brauchte, in der Tat das Wichtigste bei der Hochzeitsfeier war der Wein. Seine Bedeutung trug einen symbolischen Charakter, nämlich wie er schmeckte. Wenn der Wein voller Geschmack und süß war, nahm jeder einen Schluck und sprach einen Segen: „ Ah, so ein herrlicher Wein! So wunderschön wird die Liebe in der Ehe sein!“ Aber wenn der Wein ausging und die Krüge leer wurden- war die Situation in sich unausdenkbar, denn die Menschen werden grimmig auf die leeren Krüge blicken und darauf schließen, dass dieses ein schlechtes Vorzeichen dessen ist, wie leer die Liebe in der Ehe sein wird.

Die Situation in Kaana war also in der Tat eine Katastrophe. Die Feier würde zu einem abrupten Halt kommen. Aber hier- genau in der ausweglosen Situation manifestiert sich der Retter. Jesus ist gegenwärtig mit Mutter Maria und den Jüngern. Der Herr entscheidet, in diese Situation einzugreifen. Er tut ein Wunder. Die leeren Krüge sind nun mit noch schmackhafterem Wein gefüllt, über den sich alle erfreuen. Die Feier nahm einen großen Stil an. Das ist Gottes Absicht- das Leben eines jeden Mannes und  jeder Frau soll eine Feier auf dieser Erde sein.

Wo auch immer die Ehen leer sind und die Familien zerbrochen, wo auch immer schmerzhafte Distanzen in die menschlichen Beziehungen eintreten und Traurigkeit die menschlichen Herzen erfüllt, wo immer das Böse und der Tod überhand gewinnt, dort tritt der Herr als Emmanuel ein- der Gott mit uns- der Gott für Jeden, der in der kalten Nacht der Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit zittert. In solchen Situationen trifft der Retter die Wahl einzutreten, um uns zu versichern, dass die Gabe des Lebens in der Tat ein Fest ist.

„ Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht“ (Jes. 25,8)

Klagen wird in Tanzen verwandelt. Das Sackleinen wird abgeworfen und wir erhalten die Gewänder der Freude, wenn der Messias in unserem Leben ankommt. Selbst der Tod kann uns nicht an dieser Feier hindern.

So tief war die Trauer in Bethanien. Lazarus, der einzige Bruder und die Zuflucht der zwei Schwestern Martha und Maria, war gestorben (Joh. 11). Als er noch krank war und Hoffnungslosigkeit in die Familie eintrat, sandten die Schwestern eine Nachricht zu Jesus. Jesus antwortete, indem er erklärte: „ Diese Krankheit wird nicht zum Tode führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes“ (Joh. 11,4). Wir sehen hier die Wiederholung der Herrlichkeit, die der Engel bei der Geburt Jesu verkündete. Jetzt wird sogar die Krankheit zur Manifestation der Herrlichkeit Gottes beitragen. Es wird uns berichtet,  dass Jesus einige Zeit später erreichte Bethanien erreichte- aber da war alles vorbei. Lazarus war tot und sein Leib lag bereits seit vier Tagen im Grab und verweste. Martha klagte: „ Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben“ (Joh. 11,21). Jesus wandte sich zu ihr um und erwiderte: „ Martha, habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ (Joh.11,40) Alles war weit davon entfernt, vorbei zu sein. Denn tatsächlich standen sie an der Schwelle zur Herrlichkeit Gottes. So befahl Jesus und der tote Mann wurde wieder lebendig. Wie groß war die Freude!

„ Dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden“ (Ps. 22,5)

Wenn wir nun das große Fest von Weihnachten begehen, dann ist es entscheidend für uns zu wissen, dass wir nicht nur auf ein Ereignis zurückschauen, dass vor zweitausend Jahren geschehen ist. Im Gegenteil- wir sind gerufen, in unser eigenes Leben zu schauen und zu sehen, wo das Fest zu Ende gegangen ist und unser Leben begann, leer zu werden. Während wir in unserem Herzen suchen, werden wir Ecken finden, wo sich Traurigkeit verbirgt. Unser Leib ist krank geworden, schmerzt und ist verletzt. Und in solchen Ereignissen, die unser Leben elend gemacht haben, sollen wir erkennen, dass der Herr darauf wartet, dort einzutreten. Weihnachten ist dieses Angebot Gottes, für uns Emmanuel zu werden- Gott für uns und mit uns.

Ein Arzt traf mich während der Exerzitien. „ Ich bin am Ende mit meiner Karriere und meinem Leben“ , erklärte er mir düster. An einem bestimmten Tag war er in Eile gewesen, weil er nach Hause wollte, als ein Kind mit hohem Fieber gebracht wurde. Obwohl die Eltern ihn anbettelten, war alles, was er tat, nur eine eilige Untersuchung. Dadurch übersah er, dass es an einigen routinemäßig genommenen Tabletten lag. Am nächsten Tag erschienen bei dem Kind sehr schwere Komplikationen und es erreichte einen kritischen Zustand. Seine Verneinung wurde den Autoritäten zugetragen, die alles überprüften und ihn für schuldig befanden. Nun war sein Ansehen unter den Kollegen und Autoritäten zerbrochen. Diese Neuigkeiten fanden auch Eingang in die Medien.

Er war so deprimiert, dass er niemandem mehr ins Gesicht sehen konnte. Er begann zu trinken. Er war so beladen von der Schuld, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte. Die medizinische Ausbildung, die einst seine große Freude gewesen war, wurde nun für ihn zu einer schmerzhaften Last und er sah sie als den Grund seines Zusammenbruches an. Als ich mit ihm betete, erhielt ich eine klare Botschaft von Gott aus dem Buch der Offenbarung: „ Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir“ (Offb. 3,20). Ich erklärte ihm, dass seine Versicherung sei, dass der Herr an der Tür seines Lebens stand und darauf wartete, in seine Depression einzutreten, um sein Leben wiederum in eine Feier des Dienstes zu verwandeln. Er entschloss sich, zur Beichte zu gehen und Gott um Vergebung zu bitten. Er empfing den Mut, zu gehen und auch die Familie des Kindes um Verzeihung zu bitten. Der Heilige Geist gab ihm den Mut, einen neuen Anfang in seinem Leben zu wagen. Er nahm seinen Beruf als Mediziner nun als die Mission an, die er aus den Händen des Herrn empfangen hatte. Sein Fehler wurde der Erfolg des Herrn. Heute ist sein Leben der Hingabe ein großes Vorbild.

Dieses ist die Hoffnung, die für jeden von uns vorbereitet ist. Gott ist herabgekommen, um die Dunkelheit dieser Erde mit dem Licht des Himmels zu erleuchten. Die Bibel sagt uns, als Jesus in Betlehem geboren wurde „ umstrahlte sie der Glanz des Herrn“ (Lk. 2,9). Und wieder zitiert der Hl. Matthäus die Prophetie des Jesaja vom Kommen Jesu: „ Das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schatten des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen“ (Mt. 4,16). Weihnachten ist die Frohe Botschaft der Erlösung, die uns aufruft, darauf konstant unser Leben zu gründen.

Gute Nachrichten werden selten große Schlagzeilen. Die Schlagzeilen, die in jeden Winkel unseres Herzens eingeschrieben sind, sind die dunklen Zeilen der schlechten Nachrichten. Das menschliche Herz ist so beladen, denn in der Vergangenheit sind zu viele Dinge schief gelaufen, und wo auch immer wir uns hinwenden, läuft alles schief. So haben die Menschen aufgehört, an das Gute zu glauben. Auch wenn nur selten etwas Gutes erscheint, dann wird dies als ein Glücksfall angesehen, aber wir vertrauen letztendlich nicht darauf. Es schient so, als würden die schlechten Neuigkeiten überhand gewinnen. Tatsächlich müssen die schlechten Neuigkeiten heute wirklich dunkel sein, um überhaupt als Neuigkeit angenommen zu werden. Die Stimmung des Geistes ist Traurigkeit und Verzweiflung. Als ein Ergebnis dessen haben die Frohen Botschaften keine Interessenten. Als Folge dessen, dass immer und überall nur falsche Dinge geschehen, gibt es dann noch die Notwendigkeit, sich an den kleinen Vergnügungen des Lebens festzuklammern, die erreichbar sind. In diese unmögliche Kultur will Weihnachten in diesem Jahr mit seiner Frohen Botschaft eintreten, dass Gott auf uns wartet, um aus unserem Leben ein himmlisches Fest zu machen. Weihnachten erfüllt uns mit dem Mut, niemals wegen unserer Probleme aufzugeben, sondern mit einer neuen Hoffnung neu zu beginnen, dass Gott an unserer Seite ist. Wenn wir unser Leben so Gott übergeben, dann regiert das Reich Gottes.

„ Er selbst wird kommen und euch erretten“ (Jes. 35,4)

Das Evangelium ist erfüllt mit Lebensgeschichten von Menschen, die offen waren, den Herrn zu empfangen und aus der tiefen Dunkelheit der Nacht herausgerufen wurden, um die Herrlichkeit Gottes zu erfahren. So lag der Mann am Teich von Bethesda bereits seit 38 Jahren dort. Viel lähmender als seine Krankheit war die verzweifelte Schlussfolgerung, dass niemand für ihn da sei. Zu ihm kam der Herr als der Emmanuel, er gab ihm die Gesundheit zurück und schenkte ihm ein Neues Leben. In der Menge strauchelnd und sich nach Jesus ausstreckend war eine Frau, die seit zwölf Jahren von einer Krankheit beladen war, die ihr Isolation und große Scham brachte. Die Berührung des Glaubens befreite sie von der Fessel der Verzweiflung zu einer Freude und Hoffnung, die niemals enttäuscht ist.

Simon Petrus war soeben durch eine seiner schwersten Nächte gegangen. In seinen eigenen Worten hatte er die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen. Der große Fischer, der so vertraut mit dem See von Galiläa war, mit dem Wind, den Wellen und den Fischen war nun gestrandet. Widerholte Male hatte er das Netz ausgeworfen und nicht einmal einen kleinen Fisch gefangen. Er war doch so selbstsicher gewesen. Doch jetzt hatte er begonnen, sich selber in Frage zu stellen. Der Tag hatte schon lange begonnen, außer im Herz von Petrus. In tiefer Verzweiflung wusch er seine Netze aus, von den Wechselfällen des Lebens enttäuscht. Das war der Moment, als Jesus in sein Leben eintrat, in sein Boot einstieg und dem Petrus befahl, auf den See hinauszufahren und die Netze noch einmal zum Fang auszuwerfen. Der Herr schien exakt den Punkt getroffen haben, wo es am meisten verletzte. Petrus, der sicher verzweifelt war, erwiderte: „Meister, genau dort habe ich das Netz die ganze Zeit ausgeworfen gehabt, und ich habe nichts gefangen.“ Dann schaute Petrus auf in die Augen Jesu. Dort konnte er nichts anderes als die Verheißung der Herrlichkeit Gottes erkennen. Petrus gehorchte dem Wort des Herrn. Er öffnete sein Herz und warf das Netz noch einmal aus. Das Netz war so reichlich gefüllt, dass er es kaum einholen konnte. So erfüllt war nun auch das Herz des Petrus.

Der Sinn des Kommens des Herrn in unser Leben ist, dass wir „ nicht verloren gehen, sondern das Ewige Leben haben“. Egal wie niederdrückend die Umstände unseres Lebens auch zu sein mögen, wir dürfen uns nicht der Verzweiflung hingeben. Die Weihnachtsnacht gibt uns einen Grund, uns zu erfreuen. Die Verkündigung des Engels soll in unseren Herzen widerhallen, damit wir die große Hoffnung erkennen, die wir haben. Gott kommt zu uns mit diesem großmütigen Angebot. Er klopft an die Tür unseres Herzens und wartet darauf, in unsere Traurigkeit, Krankheit und jede Form des Todes einzutreten, damit wir von der Kraft des Bösen und der Verzweiflung befreit werden. Er wird seine Herrlichkeit kundtun, damit wir vollkommen lebendig werden. Wann immer wir traurig waren, haben wir uns vorgestellt, dass die Schönheit und die Feier unseres Lebens uns entgleiten. In solchen Momenten brauchen wir es, still zu werden und das Anklopfen Jesu wahrzunehmen, seine Versicherung, dass er uns nahe ist, dass er treu ist und uns niemals abweist, dass seine Herrlichkeit aus unserem Leben eine Feier machen wird, die nichts in dieser Welt infrage stellen kann. Lasst uns an diesem Weihnachtsfest das laute Anklopfen des Herrn vernehmen, der uns ruft, ihm unser Leben anzuvertrauen-Er, der für uns geboren ist.
Gebet

Wir beten dich an Herr Jesus. Du bist in dieses Tal der Tränen gekommen, um in unserer Mitte zu wohnen. Und wenn du mit uns bist, dann erkennen wir, dass deine Liebe besser ist als das Leben. Denn in deiner Liebe wir die Kraft zu hoffen. In deinem Licht erinnern wir uns daran, dass wir dazu geschaffen sind, damit du verherrlicht wirst. Wir übergeben dir jeden dunklen Schatten, der sich auf unserem Leben niedergelassen hat. Wir übergeben dir unsere schmerzhafte Hilflosigkeit und die Einsamkeit, an der wir leiden. Du hast ein Lied der Freude in unser Herz gelegt.

Du bist der Gott, der immer für uns da war, auch wenn wir nicht wussten oder erkannt haben, dass du mit uns warst. Alles, was wir wünschen, ist mit dir zu sein, Emmanuel. Wir beten, o König des Himmels, dass du in unseren Herzen Wohnung nehmen mögest.

 
Divine Updates

Retreats and Healing Masses in Sydney

Divine Australia invites you to healing Masses and retreats to be held across various venues in New South Wales, Sydney. To be led by Fr Augustine Vallooran VC. For details, email Fr Roni George, Director, Divine Australia - drcsydney@gmail.com.

Date: 2 - 7 October, 2018

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Divine Retreats in Adelaide, Melbourne & Canberra

Divine healing Masses and retreats to be held across various venues in Australia. Masses to be offered by Fr Augustine Vallooran VC. Praise and worship by Glen and Teresa La'Rive.

Date: 22 September - October 1, 2018

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Joshi Kochukudiattil, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

Facebook Twitter Blog 
Online Donation
We run purely on your contributions.

We invite you to donate and spread the Good News to millions
Read more about it
Copyright © Divine Retreat Centre, All Rights Reserved
Web design and maintenance by Preigo Fover Technologies