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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC
"I dwell with the crushed and the dejected“ (Is 57:15)

- Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

Sammelt euch Schätze in Himmel" (Mt. 6,20)

- Von P. Augustine Vallooran VC

Der Hl. Franziskus ist uns unverständlich. Er war ein Mann, der alles aus dieser Welt in radikaler Weise ablehnte. Sogar die Kleider, die er trug, legte er zu Füßen seines Vaters ab und erklärte, dass er nichts aus dieser Welt brauche. Und es ist auch dieser selbe Heilige, der über die Schönheit einer Blume jubelte und mit den Vögeln des Himmels sang und staunend vor der Pracht eines Abendhimmels stand. Er konnte wie ein kleines Kind lachen und über die Wunder der Schöpfung jubeln. Er konnte einen Aussätzigen küssen, einen wilden Wolf zähmen und auf die heiße Sonne schauen und sie seine Schwester nennen; er erfreute sich über das sanfte Leuchten des Mondes und rief ihn seinen Bruder. Im Leben dieses geliebten Heiligen sehen wir die Hoffnung und Schönheit dieses irdischen Lebens entfaltet. Die Welt, die er hinter sich gelassen hatte, machte ihn nicht zu einem trockenen und einsamen Individuum. Sein Herz war frei, das Leben in Fülle zu leben. Der moderne Mensch kann von der Einstellung dieses Heiligen viel lernen, insbesondere im Bezug auf Besitz und Wohlstand dieser Welt und wie es gemeint ist, ihn zu genießen. Die Regel ist einfach- je mehr du besitzt, um so weniger hast du. Je mehr du gehen lässt, um so mehr wirst du erhalten. Der Hl. Franziskus lebte die Vision des Evangeliums vom Reichtum dieser Welt aus.

„ Dem Herrn gehört die Erde“ (Ps.24,1)

Am Anfang schuf Gott dieses großartige Universum mit all dem Reichtum, den es enthält. Er vertraute es dem Menschen an und der Mensch wurde zum Herrscher über die Schöpfung gemacht und sollte fruchtbar sein und sich vermehren. Eine Sache, die Gott als klare Anweisung gab war, dass der Mensch über die Schöpfung herrschen sollte. Aber die Geschichte von Genesis offenbart traurig, dass der Mensch von der Schöpfung beherrscht wurde. Die Frucht des verbotenen Baumes bezauberte ihn so, dass er bis zum Äußersten ging und seinen Schöpfer verleugnete. Das Paradies war verloren und das Leben wurde eine Knechtschaft aus Schweiß, Blut und Tränen. Was Gott dem Menschen als Gabe der Liebe gegeben hatte, wurde ein Fluch der Sklaverei.

Von da an hatte Gott seine Vision des materiellen Wohlstandes in den Seiten der Bibel offenbart, um den Menschen anzuweisen, so dass er nicht wie sein erster Vater Adam fallen möge. Das Erste, was Gott über alles Geschaffene sagt ist, dass „ es gut ist“. Das Böse kam aus dem Herzen des Menschen, als er erwählte, sich gegen seinen Schöpfer aufzulehnen. Da gibt es nichts Unheiliges am irdischen Wohlstand. Aber es kann den Fall des Menschen bewirken, wenn er in böser Absicht damit verfährt. „Denk vielmehr an den Herrn, deinen Gott: Er war es, der dir die Kraft gab, Reichtum zu erwerben; weil er den Bund, den er deinen Vätern geschworen hatte, so verwirklichen wollte, wie er es heute tut“ (Dtn. 8,18). Wiederum lesen wir: „Mir gehört das Silber und mir das Gold- Spruch des Herrn der Heere“ (Hag. 2,8).

Da alles dem Herrn gehört, ist es klar, dass der Mensch nicht der Eigentümer ist, sondern nur der Verwalter der Güter und des Besitzes, der ihm gegeben ist. Daher die Warnung des Herrn: „ Dann nimm dich in Acht und denk nicht bei dir: Ich habe mir diesen Reichtum aus eigener Kraft und mit eigener Hand erworben“ (Dtn. 8,17). Die Verlockung des Mammon sollte uns niemals verblenden, so dass wir glauben, dass der Reichtum in unsren Händen unser Besitz sei. Es wurde uns anvertraut, damit wir Gott verherrlichen. Der Hl. Paulus verdeutlicht dies, indem er ganz einfach sagt: „Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“ (1 Kor. 10,31).

Die Schrift offenbart uns auch klar, dass zu dieser Verwaltung des Wohlstandes dazu gehört, seinen Zehnt zu opfern. „ Jeder Zehnt des Landes, der vom Ertrag des Landes oder von den Baumfrüchten abzuziehen ist, gehört dem Herrn; es ist etwas Heiliges für den Herrn“ (Lev. 27,30). Es ist ein Fehler, Gott diesen Betrag nicht zu geben, es heißt ihn zu berauben. „ Darf der Mensch Gott betrügen? Denn ihr betrügt mich. Doch ihr sagt: Womit betrügen wir dich?- Mit den Zehnten und den Abgaben!... Bringt den ganzen Zehnt ins Vorratshaus, damit in meinem Haus Nahrung vorhanden ist. Ja, stellt mich auf die Probe damit, spricht der Herr der Heere, und wartet, ob ich euch dann nicht die Schleusen des Himmels öffne und Segen im Übermaß auf euch herabschütte“ (Mal. 3,8 u.10).

„ Süß ist der Schlaf des Arbeiters“ (Koh. 5,11)

Als ein Verwalter wird vom Menschen erwartet, hart zu arbeiten und das, was ihm gegeben wurde, zu vermehren. Mit der Parabel der Talente hat Jesus die Verantwortlichkeit des Menschen, an den Gaben, die ihm gegeben sind zu arbeiten, erklärt. Der erste Diener im Gleichnis, dem der Meister fünf Talente anvertraut hatte, erwarb noch fünf mehr; der zweite , dem zwei anvertraut waren, verdoppelte sie. Wie auch immer, derjenige, der ein Talent erhielt, vergrub es. Dieser Diener wird zu recht gewiesen und bestraft, weil er „ schlecht und faul“ ist (Mt. 25,26). Die Lehre dieses Gleichnisses ist deutlich. Der Mensch hat die Verantwortung, hart zu arbeiten und für sich selbst und andere zu sorgen.

Der Hl. Paulus ermahnt die Thessalonicher: „ Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen“ (2 Thess. 3,10). Der Zusammenhang war der Müßiggang einiger der frühen Christen in Thessaloniki im Hinblick darauf, dass das Zweite Kommen Jesu nahe war. Sie behaupteten, dass es nicht notwendig sei, zu arbeiten- es sei genug, auf den Herrn im Gebet zu warten. Der Hl. Paulus zeichnet sein eigenes Bild der Arbeit: „ Wir haben bei euch kein unordentliches Leben geführt und bei niemand unser Brot umsonst gegessen; wir haben uns gemüht und geplagt, Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen“ (2 Thess. 3,7 u. 8).

„ Wer wohltätig ist, wird reich gesättigt“ ( Spr. 11,25)

Während uns hier versichert wird, dass Wohlstand eine göttliche Gabe ist, ruft die Bibel uns dazu auf, diesen Wohlstand mit anderen, ganz besonders den Geringsten unserer Brüder zu teilen. Das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus (Lk. 16) ist ein Ausdruck und eine Warnung. Lazarus, der arme Mann lebte in einer schmerzhaften Ablehnung und würde einen anonymen Tod sterben. Aber nach seinem Tod wurde er von den Engeln in die Glückseligkeit des Schoßes  Abrahams getragen, um dort zu ruhen. Der reiche Mann auf der anderen Seite lebte in Saus und Braus, feierte mit seinen Freunden ausgiebige Feste und als er starb, gab es sicherlich ein feierliches Begräbnis. Aber mit dem Tod wurde er ins Feuer der Hölle herabgeworfen und dort in Ewigkeit gequält. Man wundert sich, welch schreckliche Sünde der reiche Mann getan hatte, um die ewige Verdammung zu verdienen. Das Gleichnis erwähnt nirgends, dass er unmoralisch oder korrupt war oder andere unterdrückt hatte. Auch sagt uns das Gleichnis nicht, dass er sein Geld auf ungerechte Weise verdient hätte. Sein einziges Verbrechen war also, dass er sich nicht sorgte und nicht mit den weniger Gesegneten teilte. Für diese Unterlassung musste er bis in Ewigkeit zahlen. Er sollte das Elend des Lazarus sehen und es als eine Einladung, seinen Reichtum mit ihm zu teilen annehmen. Es war in der Tat seine Pflicht und nicht eine Möglichkeit. Sein Fehler, diese Pflicht zu erfüllen, seinen Reichtum mit dem Anderen in Not zu teilen, hatte eine teure Konsequenz. Dieses ist eine eindringliche Warnung an uns.

Es ist uns gegeben, um zu teilen. „ Wer Erbarmen hat mit dem Elenden, leiht dem Herrn; er wird ihm seine Wohltat vergelten“ (Spr. 19,17). Auf geheimnisvolle Weise identifiziert sich der Herr selber mit den Armen. Die Augen des Einen zu öffnen und das Angesicht des Herrn im Behinderten, im Kranken und dem weniger Gesegneten zu erkennen, dieses ist die Vollkommenheit des Menschen auf dieser Erde. Jesus macht dieses zum Maßstab für das Letzte Gericht. Die große Scheidung  am Jüngsten Tag findet statt zwischen denen, die Gott in den Armen gesehen haben und den Anderen, die für diese Wahrheit blind waren.

Der Fluch des menschlichen Lebens ist, dass der Mensch nicht fähig ist, das Angesicht Gottes in den Armen zu erkennen, mit ihnen mitzufühlen  und für sie zu leben. Jesus stellt uns das Gericht vor, indem er beschreibt, dass der König die Unbarmherzigen so verurteilen wird: „ Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht“ ( Mt. 25, 41-43). Der Segen des menschlichen Lebens ist seine Offenheit gegenüber den Armen. Der König versichert uns: „ Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ ( Mt. 25,40). In dem Maß, wie der Mensch in der Lage ist, sein Herz dem Armen zuzuwenden und zu teilen, in dem Maß kommt er auch Gott näher und wird vollkommener in seiner Liebe. „ Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach“ ( Mt. 19,21).

Was wir  mit dem Anderen teilen, ist nicht dafür da, dass wir uns vorstellen, dass der andere von uns abhängig  ist. Wir sollen unsere Beiträge nicht mit Stricken binden. Unser Lohn kommt ganz allein vom Herrn, als Rückerstattung für das, was er uns gemäß seinem Willen anvertraut hat. „ Leiht, wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! (Lk. 6, 35-37)“

„ Wer dem Geld nachjagt, versündigt sich“ (Jes. Sir. 31,5)

Wenn der Wohlstand unser Gott wird, können wir uns in unmenschliche Unterdrücker verwandeln, die vom Teufel verblendet sind und materialistischen Zielen nachjagen. Der Fluch der heutigen Welt ist die ungerechte Verteilung des Wohlstandes unter den Nationen. Über 80% des Reichtums der Welt ist im Besitz vom nur 20% der Bevölkerung. Und 80% der Bevölkerung muss mit 20% der Ressourcen des Universums überleben. Die reicheren Nationen werden reicher und die ärmeren Nationen werden ärmer, und werden weiterhin von allen Formen von Schulden, Abhängigkeiten und Schicksalsschlägen gebeutelt. In allen Nationen der Erde ist der Unterschied zwischen den Reichen und den Armen so krass und wächst, so dass die Armen keine Möglichkeit haben, ihren Lebensstandard zu verbessern. Durch die Jahrhunderte wurde der Wohlstand in den Händen weniger festgehalten, und dieses hat ungerechterweise dafür gesorgt, dass die Armen unter dem Joch der Armut bleiben.

„ Wer das Geld liebt, bekommt vom Geld nie genug; wer den Luxus liebt, hat nie genug Einnahmen“ (Koh. 5,9). Reichtum befriedigt niemanden, als Letztes diejenigen, die ihren Luxus im Wohlstand suchen. So sind die Reichen auf einer endlosen Jagd danach, ihren Komfort und ihren Luxus zu vermehren. Und dafür unterdrücken sie die Armen und berauben sie sogar ihren dürftigen Notwendigkeiten der Existenz. Das Ende der Gierigen ist in der Schrift beschrieben: „ Wer den Armen bedrückt, macht ihn reich, wer dem Reichen gibt, macht ihn arm“ (Spr. 22,16).

„ Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?“ (Lk. 9, 25)

Geld kann uns so selbstsüchtig machen, dass wir nicht nur den Blick für unsere Brüder und Schwestern um uns verlieren, sondern auch für den Gott über uns. Obwohl Gott der Geber all dessen ist, was wir haben, kann es sehr wohl geschehen, dass wir an dem Reichtum festhalten und diesen zur Sicherheit unserer Zukunft machen, indem wir uns sogar gegen Gott wenden. Das Gleichnis vom reichen Narren offenbart uns, wie sehr das Geld verblenden kann. Das Feld eines reichen Mannes hatte eine große Ernte. Anstatt Gott für diese Gabe zu danken, war seine einzige Beschäftigung, alles anzuhäufen als eine Sicherheit und sich zur Ruhe zu setzen. Die gesamte Vision seines Lebens war es, Geld anzuhäufen. Als er auf die große Ernte schaute, wurde seine Einstellung deutlich aus seiner Antwort: „ So will ich es machen. Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens!“ (Lk. 12,18-19). Und in diesem Moment traf ihn wie ein Blitz der Gedanke, dass er in derselben Nacht sterben könnte. Dieses ist das tödliche Risiko, dem das Geld uns ausliefert. In der Beschäftigung, uns mit dem Wohlstand dieser Welt abzusichern, können wir unseren Halt in der wahren Sicherheit Gottes verlieren. Der Hl. Paulus erinnert die frühe Kirche an die Verantwortlichkeit gegenüber dem Wohlstand: „Ermahne die, die in dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu werden und ihre Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen. Sie sollen wohltätig sein, reich werden an guten Werken, freigebig sein und, was sie haben, mit anderen teilen. So sammeln sie sich einen Schatz als sichere Grundlage für die Zukunft, um das wahre Leben zu erlangen“ ( 1 Tim. 6, 17-19).

Wenn das Geld unsere Aufmerksamkeit von Gott ablenkt, dann können wir so arrogant werden, zu denken, dass all unser Wohlstand auf unserem Tun begründet sei. „ Wer aber reich werden will, gerät in Versuchungen und Schlingen, er verfällt vielen sinnlosen Begierden, die den Menschen ins Verderben und in den Untergang stürzen. Denn die Wurzel allen Übels ist die Habsucht. Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet“ (1 Tim. 6,9-10). Wir werden gottlos. Der Hl. Paulus schließt ab, dass Habsucht ein Götzendienst ist ( Kol. 3,5). Die Wahl ist deutlich, wie der Herr uns sagt: „ Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon“ (Lk. 6,24).

„ Sorgt euch nicht um euer Leben“ ( Mt. 6, 25)

Wenn die Aufmerksamkeit  des Einen auf seinen Besitz ausgerichtet ist, dann wird derjenige den  Sinn seines Lebens nur darin finden, immer mehr anzuhäufen. Unseriöser Wohlstand führt also zur sicheren Unsicherheit, Furcht und Hoffnungslosigkeit. Ein reicher Geschäftsmann wollte das Leben seiner Kinder absichern und investierte daher Geld bei einer Aktiengesellschaft. Bei einem Treffen wurde dann bekannt gegeben, dass die Gesellschaft pleite gegangen war. Vieles von seinem Geld war nun verloren. In dem Moment, als er dieses hörte, brach er zusammen und starb, weil er diesen Schock nicht verkraften konnte. Wenn unsere Herzen und Hoffnungen auf etwas Vergängliches wie Wohlstand gesetzt sind, dann riskieren wir sicherlich unser ganzes Leben.

„ Schlaflosigkeit wegen des Reichtums zehrt am Fleisch, die Sorge um ihn nimmt der Schlummer“ ( Jes. Sir. 31,1). Da gibt es die Geschichte eines Schuhmachers, der ein einfaches, glückliches Leben führte, indem er Schuhe nähte und die alten Schuhe reparierte. Seine Kunden waren sehr zufrieden mit ihm. Er liebte seine Arbeit und lebte ein sorgloses Leben und machte jeden glücklich und war selber zufrieden. Das war es, als ein reicher Mann, der ihm seine Dankbarkeit erweisen wollte, ihm ein kleines Säckchen mit Goldstückchen gab. Er war erfreut und bewahrte es an einem sicheren Ort in seinem Haus auf. Als er sich aber in der Nacht niederlegen wollte, bemerkte er, dass dieser Ort nicht sicher genug war. Er verbrachte die ganze Nacht damit, neben dem Sack zu sitzen und sich darüber zu sorgen, dass es gestohlen werden könnte. Am nächsten Tag war er müde, weil ihm der Schlaf fehlte. Er konnte nicht vernünftig arbeiten. Bald verlor er seine Fröhlichkeit und war immerzu ängstlich und mit den Gedanken woanders. Er hatte Spannungen mit seiner Frau und war unzufrieden mit seinen Kindern. Das ganze Haus wurde traurig. Das war es, als ihm bewusst wurde, dass der Sack Geld ihm zum Fluch geworden war. Und gleich am nächsten Tag gab er ihn dem reichen Mann zurück. Wiederum wurde sein Leben ein Lied. Geld kann uns ängstlich machen und uns die Freude des Lebens rauben, wo wir dachten, dass dieses Geld uns zu etwas bringen könnte.

Da gibt es die Geschichte von einem Mönch, der sehr glücklich war in seiner Versenkung in Gott und seinem einfachen Leben. Er würde zu seinem Nachbar gehen und zu seiner täglichen Nahrung ein Glas Milch bekommen. Bald wurde ihm bewusst, dass er jeden Tag von seinem Nachbar abhing wegen seines genügsamen Lebensstils. Auch dachte er, dass er viel Zeit damit verlor, wenn er die Milch abholte, die er im Gebet hätte verbringen können. Das war es, als ihm die Idee kam, einen Kuh zu kaufen. In seiner freien Zeit konnte  er die Kuh weiden und hätte Milch, wann immer er wollte. So kaufte er eine Kuh. Und dann bemerkte er, dass die Bedürfnisse der Kuh mehr Zeit verlangten, als er sich vorgestellt hatte. Er benötigte ein Mädchen, die sich um die Kuh sorgte. Das Mädchen musste bezahlt werden, dafür dass es kam und ging. Jetzt musste er auf das Mädchen warten, um die Milch zu bekommen. Und viel Zeit verging jeden Tag damit, dass er auf sie wartete. Da kam eine andere Idee- wenn er sie heiraten würde, wäre sie immer mit ihm, und er müsste nicht auf sie warten. Da realisierte er, dass er eine Wahl treffen musste zwischen seinem Mönchtum und seinem täglichen Komfort. Zu seiner großen Überraschung begriff er, wie sehr er von der Milch, der Kuh und dem Mädchen abhing. So dachte er, dass er seinen eigene n Gefühlen gegenüber ehrlich sein sollte und sein Mönchtum verlassen und sich für das weltliche Leben entscheiden sollte. Die Bibel sagt, dass Geld seine Gefahren in sich birgt. „ Eine Falle ist das für den Toren, jeder Einfältige lässt sich damit fangen“ (Jes. Sir. 31,7). Ein jeder muss realisieren, dass alles was er besitzt, ohne Gottesfurcht zu haben, ihn abhängig machen kann und bald wird sich seine Aufmerksamkeit von Gott abwenden.

„ Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben“ (Jak. 1,17)

Wohlstand ist in der Tat ein Segen Gottes. Wenn aber das Geld wichtiger wird als Gott, dann wir der Mensch ein Sklave von ihm. Und diese Sklaverei ist die Plage, die zu jedem Menschen kommen kann, der Besitztümer hat. Daher die Warnung Jesu: „ Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier; denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt“ (Lk. 12,15). Und Jesus würde weiter sagen: „ Wie schwer ist es, für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Mk. 10,33 u. 25). Wichtig ist, zu realisieren, dass der Reichtum uns nicht von Gott abschneiden sollte. Viel eher soll es eine Leiter werden, um Gott zu erreichen und seine Herrlichkeit widerzuspiegeln. Und in dem Teilen des Reichtums mit den Weniger Gesegneten, um das Reich Gottes aufzubauen, wird der Mensch vollkommen sein und sein Wohlstand wird zum Segen.

Der Hl. Franziskus wurde einem reichen Tuchmacher geboren und er wuchs im Glanz des Wohlstandes und der ritterlichen Übungen der Elite auf. Aber schon früh in seiner Jugend fand er die Perle im Acker- Jesus selber. Den absoluten Wert, den er Gott in seinem Leben gab, ließ alle Wichtigkeit der Herrlichkeit dieser Erde schwinden. Sein Herz war so sehr von der Liebe des himmlischen Vaters erfüllt, dass jede Beziehung, jeder materielle Schatz sich im Licht der Herrlichkeit Gottes relativierten. Der moderne Mensch sollte von diesem großen Heiligen lernen, dass das Leben viel mehr Bedeutung gewinnt, wenn es auf Gott ausgerichtet ist. Im Licht dieses absoluten Wertes lernt man, wie man die Prioritäten setzen soll. Jesus sagte: „ Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben“ (Mt. 6,33). Wenn es aus den Händen Gottes empfangen wird und mit dem Nächsten geteilt wird, dann wird der Wohlstand zum Segen und das Leben wird zur Freude.

Lasset uns beten

Herr, in deiner großen Liebe hast du mit uns all die Schönheit deiner Schöpfung geteilt. Du hast uns alles anvertraut, dass dir gehört. Du lädst uns ein, mit dir zu arbeiten und aus dieser Erde einen himmlischen Ort zu machen. Aber doch Herr, haben wir dir gegenüber gefehlt. Wir haben oftmals die Schöpfung über den Schöpfer gesetzt, und haben so das Paradies in unserem eigenen Leben verloren. Wir bringen dir all jene Momente, in denen wir unseren Besitz als unser Eigentum betrachtet haben. Wir haben deine Ehre nicht gesucht und unsere Pflicht gegenüber unserem Nächsten nicht wahrgenommen. In jedem Leiden und jeder armen Person finden wir den Abdruck unseres Fehlens, unsere Hand nach ihm auszustrecken, was du von uns erwartet hättest.

Herr, wir kommen wiederum zu dir und übergeben dir alles, was wir haben. Wir bitten dich Herr, unsere Herzen zu reinigen, so dass wir fähig sein mögen, uns an der Schönheit deiner Liebe und Vorsehung zu erfreuen. Wir bringen dir unsere Ängste und Furcht, die sich in uns regten, weil wir vergaßen, dass du unser Versorger bist und wir auf unseren Reichtum vertrauten. Herr, wir übergeben dir unsere Gesundheit, unsere Stärke und alles, was wir haben und wir beten, dass du uns benutzen mögest, um dein Reich der Liebe und des Erbarmens aufzubauen. Reinige unsere Augen und unser Suchen, so dass wir über die Pracht deiner Handarbeit in der ganzen Schöpfung jubeln können. Amen.

 
Divine Updates

39th National Youth Retreat

Our annual National Youth Retreat will be held at the Divine Retreat Centre. Come and let the word of God refresh you. Simultaneous retreats for couples, children and Bible nursery to be held. Contact Divine Youth for more details.

Date: May 19 - 24, 2019

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Retreats in Divine Retreat Centre, UK

Divine Retreat Centre, Ramsgate UK, has announced several English and Malayalam language retreats to be led by Fr. George Panackal VC and Fr. Joseph Edattu VC. All are welcome.

Dates: Jan - Dec, 2019

POWER 2019 at Divine Retreat Centre

DRC is back with the highlight of the year: the 14th International Youth Conference - POWER 2019. The very best international preachers and gospel bands will be here to lead us into worship. Be there to experience a totally different atmosphere of prayer. A Couples' Retreat and a Kids' Retreat will be held simultaneously. Don't miss it.

Date: July 21 - July 26, 2019

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Joshi Kochukudiattil, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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