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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC
"Life in all its fullness“(John. 10,10)

- Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

Mehr als Überwinder"(Rom. 8,37) - Von P. Augustine Vallooran VC

Warum wird ein junger Mann aus dem Konkurrenzkampf dieser Welt des Geldes und des Komforts aussteigen, und sein Leben geben, um dem Herrn zu dienen? Warum wird ein junges Mädchen, das von ihren Eltern tief verletzt worden ist, sich entscheiden zu vergeben und die Entscheidung treffen, eine Missionarin der Liebe für ihre Familie zu werden? Warum gibt ein junger Mann die verlockenden Zerstreuungen dieser Welt auf, um Zeit im Gebet zu verbringen? Hier vor uns befindet sich eine neue Generation, die einen tieferen Ruf verspürt hat, mehr als Überwinder zu sein. Ihre Entscheidungen und Erklärungen scheinen über den Nationen auf, um diese Botschaft einem jeden zu bringen, der hört, dass unser Gott auf uns wartet, um uns zu einer übernatürlichen Art des Lebens zu berufen.

POWER 2011, die 6. Internationale Jugendkonferenz, die im Divine- Zentrum gehalten wurde, hat einem jeden von uns hier die Augen geöffnet für das tiefe Verlangen in den Herzen der Jugendlichen nach den höheren Zielen des Lebens. Priya Bishnoi aus Rajasthan teilte diese neue Offenbarung seines Lebens: „In Jesus habe ich erkannt, dass Gott mich annimmt, so wie ich bin und mich so liebt. Meine Mission ist es, das Licht zu verbreiten und mehr als ein Überwinder zu sein.“ Sergio Martires aus Goa schreibt: „Gott hat mein Herz berührt. Ich konnte Menschen verzeihen, gegen die ich seit Jahren Groll hegte. Jetzt möchte ich das Wort Gottes verbreiten und anderen helfen, Gott zu erfahren.“ Im Rückblick auf ihre Exerzitien- Erfahrung schrieb Janey Menezes aus Kuwait: „ Ich wurde sehr bewegt während der eucharistischen Anbetung für Innere Heilung. Jetzt möchte ich dem Herrn in meinem alltäglichen Leben treu sein, um eine Inspiration für andere zu sein, Seelen zu retten und mehr als eine Überwinderin sein.“

„Nicht durch Macht, nicht durch Kraft, allein durch meinen Geist“ (Sach. 4,6)

Unsere Exerzitien sind ein dringender Appell gewesen, ein Ruf von Gott an einen jeden von uns, „mehr als Überwinder zu sein.“ Wenn wir anfangen, danach zu suchen, was dieses von uns erfordert, dann müssen wir als erstes schauen, wer ein Überwinder ist. In unserem Verstand erscheinen sofort die großen Namen, die eingeschrieben sind in die historischen Texte so wie Alexander der Große, Napoleon Bonaparte, Julius Caesar, Sher Shah und so weiter. Dieses sind die Überwinder, die große Kämpfe gewagt haben, Nationen und Rassen gebändigt haben und so ihrem eigenen Namen Ehre und Ansehen verschafften, um ihn der Geschichte der Menschheit einzuprägen. Aber das Wort sagt uns, dass wir dazu bestimmt sind, mehr zu sein als irgendeiner dieser Eroberer. Es macht auch weiterhin deutlich, dass wir so berufen sind, „mehr als Eroberer“ zu sein, nicht durch Blutvergießen, das Schwert, Bomben oder irgendeine zerstörerische Waffe. Aber wir überwinden in der Kraft der Liebe unseres Herrn Jesus Christus!

Dieses ist die eine Kraft, die keiner dieser Eroberer hatte. Für sie galt es Ansehen und Ehre zu erringen durch Zerstörung und Verwüstung von Kulturen, Städten und Leben, indem sie über andere hinweggingen, um sich selbst zu verwirklichen, durch Morden, Hass und Rachsucht. Aber die Kraft, die wir haben, die Welt wird wohl bemerken, dass sie andersartig ist und in der Tat viel mächtiger. Es ist die Kraft der Liebe- die unsterbliche, unstillbare Liebe unseres Herrn Jesus Christus. Während alle anderen Siege durch Zeit und Umstände gekennzeichnet sind, kann uns nichts von dem Sieg trennen, den wir in der Liebe unseres Herrn empfangen haben. Unser Sieg ist auf dem Fels der Ewigkeit verankert und kann niemals erschüttert werden. Niederlage gibt es in unserem Vokabular nicht, denn über jeglichem anderen Druck oder Realität steht diese Kraft der Liebe, die uns verheißt, uns aufrecht zu halten. Schaut auf die Umstände eures Lebens, die einen Schatten auf eure Herzen legen und euch niederstrecken wollen und bekämpft sie mit diesem Wort Gottes- „ weder Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert....weder Tod, noch Leben, weder Engel, noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, unserem Herrn“ (Röm. 8, 35-38). Das Zeugnis von Adri D’ Silva gibt exakt diese Wahrheit wider. Er hat deutlich erklärt: „ Ich habe die Liebe Gottes erfahren und bin von meinen Süchten zum Rauchen und Trinken geheilt.“

„ Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht“ (Jak. 2,13)

Wir können definieren, wer ein Überwinder ist. Aber was kann es heißen, „ mehr als ein Eroberer zu sein?“ Die Geschichte unseres Glaubens stellt uns Beispiele von denen vor, die nach diesem höheren Anruf gelebt haben. Papst Johannes Paul II.  war solch ein „mehr als Überwinder“. Er wurde aus kürzester Distanz angeschossen. Seine Feinde hatten es so sorgfältig geplant, dass er tot sein sollte. Aber er wurde von der Kugel nicht überwunden, anstatt dessen war er von der Liebe erfüllt, dieses mit Liebe zu überwinden. Entgegen der Rationalität dieser Welt ging er den langen Weg in die dunkle Zelle seines Mörders, er küsste seine Hände und sagte ihm: „ Du bist mein Bruder. Ich liebe dich.“ Er ging unbewaffnet, um den Mann zu treffen, der versucht hatte, ihn umzubringen. Er hatte eine Waffe- eine unstillbare Flamme der Liebe. Und damit durchbrach der Heilige Vater den dicken Schleier der Dunkelheit des Hasses. Papst Johannes Paul II. eroberte das Herz dieses Mannes. Bei seiner Entlassung hatte Ali Agca erwähnt, dass „ Papst Johannes Paul II. für ihn der am meisten bewunderte Mann des 20. Jahrhunderts sei“. Er rief sich den Moment des Besuches des Papstes im Gefängnis in Erinnerung, in dem er darüber sagte, dass es solch ein wundervoller Moment gewesen sei- „ Es war als würden sich alte Freunde wieder einmal treffen!“ Der Papst hatte ihm sogar eine Medaille der Muttergottes von Fatima geschenkt! In der Tat war es der erste Wunsch von Ali Agca bei seiner Entlassung, nach Rom zu reisen, weil er eine Pflicht verspürte, am Grab Johannes Paul II. zu beten. Er sagte, dass er nach so vielen Jahren im Gefängnis ein neuer Mensch ist.

Die Mächte dieser Welt würden Ali Agca für sein Verbrechen zu Asche verbrannt haben. Aber nur Papst Johannes Paul II. – ein Mann des Geistes des Herrn konnte zu ihm gehen und sich hinsetzen, ihn an der Liebe Christi teilhaben lassen und ihn zu der Erfahrung von Reue und Liebe führen. Die Liebe Christi eroberte das Herz dieses Mannes und Johannes Paul II. steht vor uns mehr als ein Überwinder. Dort, wo ein Eroberer seinen Feind getötet hätte, erweckte der Mann Gottes ihn zum Leben und zur Versöhnung.

„ Sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit“ (2 Kor. 12,9)

Die Heilige Maria Goretti war ein junges Mädchen aus einem kleinen Dorf namens Nettuno in Italien. Ein junger Mann versuchte, sie zu belästigen. Er machte wiederholte Annäherungsversuche und drohte ihr, sie umzubringen. Aber sie würde ihm lediglich sagen: „ Ich gehöre zu Jesus. Mein Leib gehört dem Herrn. Mein Leib soll nicht mit der Kraft der Lust in Berührung kommen.“ Auch als er das Messer nach ihr ausstreckte, sagte sie ihm wiederum: „ Nein! Es ist eine Sünde! Gott möchte dieses nicht!“ Zuerst würgte Alessandro Maria, aber als sie ihm klar machte, dass sie eher sterben würde, als ihm zu gehorchen, stach er vierzehn Mal auf sie ein, bevor er davon rannte.

Alessandro hatte die Macht, sie zu töten, doch sie hörte nicht auf, für ihn zu beten. Ihr sterbender Atemzug war ein Gebet für seine Bekehrung. Drei Jahre nach ihrem Tod bereute Alessandro und änderte sein Leben. Er hatte einen Traum, in dem Maria zu ihm kam und ihm weiße Lilien anbot, die in seinen Händen verbrannten. Nach seiner Freilassung besuchte Alessandro Serenelli die noch lebende Mutter von Maria, Assunta, und bat sie um Verzeihung. Sie vergab ihm und sagte ihm, wenn Maria ihm auf ihrem Sterbebett verziehen habe, so könne sie nicht anders handeln; und sie nahmen am nächsten Tag gemeinsam an der Hl. Messe teil und empfingen Seite an Seite die Heilige Kommunion. Alessandro berichtete, dass er jeden Tag zu Maria Goretti betete und sie als „ meine kleine Heilige“ anrief. Er nahm an ihrer Heiligsprechung im Jahr 1950 teil. Später wurde Serenelli ein Kapuziner- Bruder, der ein Leben des Gebetes bis zu seinem Tod führte.

Die säkularen Mächte hätten Alessandro gerechterweise für seinen Akt der Grausamkeit zerstört. Aber eine junge Frau mit dem Herzen Jesu konnte mehr als eine Überwinderin werden. Sie überwand die große Kraft des Bösen, die dabei war, sie zu zerstören. Sie besiegte die Macht des Teufels, indem sie das Reich Gottes im Leben ihres Mörders errichtete.

„ Neu geboren, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen“ (1 Petr. 1,23)

Die Welt stellt große Angebote vor unsere Augen. Aber wir haben eine höhere Berufung- einen mehr erfüllenden  und bleibenden Lohn. Der Herr hat größere Erwartungen für uns. „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (1 Kor. 2,9). So wie Papst Johannes Paul II. es den Jugendlichen zurief, können wir uns nicht mit der Mittelmäßigkeit zufrieden geben, sondern müssen danach streben, die Heiligen dieses Jahrhunderts zu sein.

Im Alter von zwölf Jahren hatte Jesus erklärt: „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“ (Lk. 2,49) Für die Juden ist das Alter von zwölf Jahren die Zeit des Übergangs von der Kindheit zum Erwachsensein. Bis zu diesem Alter waren sie mit ihren Eltern und unter vielen anderen Dingen lernten sie das Handwerk des Vaters. Aber in diesem Alter beginnen sie, sich selber mit dem Leben und dem Beruf des Vaters zu identifizieren, sie übernehmen seine Einstellungen und Ideen, die Ausrichtung des Lebens und den Lebensstil der Eltern. Aber dort erklärt Jesus der Welt, dass er eine unterschiedliche Identität hatte, weil er die Sohnschaft des Himmlischen Vaters in Anspruch nahm. Seine Vision, sein Ziel und sein Leben waren verschieden von der eines normalen Zimmermannes. Er war auf dieser Erde geboren worden, um den Willen des Himmlischen Vaters und seinen Plan zu erfüllen. Hier sehen wir, dass sein Herz mit der Liebe des Himmlischen Vaters erfüllt war und er ging hinaus, um diese Liebe mit jeder traurigen, kranken und zerbrochenen Person zu teilen, um sie wiederherzustellen. Er war nicht bereit, sich mit den weltlichen Werten und Idealen, die in der vorherrschenden Gesellschaft  und dem religiösen Milieu verbreitet waren, zufrieden zu geben. Sein eigenes Leben war in der Tat eine Ausfaltung der Erklärung, die er im Tempel in Jerusalem am Tag seines Eintretens ins Erwachsenen- Alter gemacht hatte. Wir, die wir an der Schwelle eines großen Wechsels in unserem Leben stehen, brauchen es, eine gleichwertige Erklärung abzugeben: „ Ich muss doch mit der Arbeit meines Vaters beschäftigt sein.“

Wir benötigen es, unsere Sohnschaft des Himmlischen Vaters in Anspruch zu nehmen, und die Herausforderung anzunehmen, die Jesus offen vor uns hinlegt: „Ihr sollt also vollkommen sein, wie auch euer Himmlischer Vater ist“ ( Mt. 5, 48). Wir müssen über die Standards und Werte, die uns unsere Eltern und Vorfahren hinterlassen haben, hinausgehen. Wir können nicht in dem Gestank der Standards dieser Welt versinken. In dem wir das Leben gemäß der Fülle der Gnade, die wir in der Taufe empfangen haben leben, werden wir Kinder des Himmlischen Vaters. Und es ist angebracht, diese höhere Identität, zu der Jesus uns im Evangelium ruft, vollkommen zu sein wie sein Himmlischer Vater, zu entsprechen. Was ist es, dass dieses Vollkommen-Sein von uns erwartet?

„Vollkommene Liebe vertreibt die Furcht“ (1 Joh. 4,18)

Die Vollkommenheit des Himmlischen Vaters ist die Vollkommenheit der Liebe, Güte und Milde. Der Vater sandte in der Fülle der Liebe seinen einzigen Sohn, der für uns gestorben ist, damit wir für immer leben. Und der Hl. Paulus versichert uns die Realität, dass „Gott für uns ist“ (Röm. 8,31). Mit dieser Wahrheit führt er uns zu unserer Identität, mehr als Überwinder zu sein.

Da mag es Zeiten gegeben haben, wo wir uns vorstellten, dass Gott gegen uns ist. Wir sündigen und kommen dann zu der Schlussfolgerung, dass Gott nun warten müsste, um  mich zu bestrafen. Und wenn dann etwas schief läuft- ein Unfall oder ein Fehler, eine Demütigung oder eine Krankheit, schließen wir daraus, dass dieses in der Tat die Strafe Gottes war. Da gab es auch Zeiten, in denen wir in unserer Verzweiflung um Hilfe suchten und ausriefen: „ O Gott, wo bist du? Siehst du nicht, dass ich unter vielen Schmerzen leide? Diese Prüfung geht über meine Kraft hinaus.“ Wenn wir aber in einem Moment des Vertrauens unterbrochen hätten, dann hätten wir das deutliche Flüstern Gottes in unserem Herzen vernommen: „ Mein Kind, ich bin für dich da.“

Der Hl. Paulus fährt in seiner Passage fort, zu begründen:„Er hat seinen eigenen Sohn  nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben- wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken“ (Röm. 8,32)? In jedem Moment der Schwierigkeit, wenn die Dinge so aussehen, als würden sie schief laufen und eine Tragödie auf uns zukommen, wenn Selbstmitleid und Verzweiflung drohen, uns zu überrollen, dann sollten wir uns dieser rettenden Wahrheit zuwenden, dass wir einen Gott haben, der für uns ist. Er zählt jedes Haar, das von unserem Kopf fällt und sammelt jede Träne, die aus unseren Augen fließt. Er hat die Buchführung über alle unsere Schwierigkeiten und Kämpfe bereits übernommen. Dieses ist die Natur Gottes. Und noch einmal wiederholt der Hl. Paulus diese Herausforderung: „Wenn Gott für uns ist, wer ist dann gegen uns“ (Röm. 8,31)?

Diese Herausforderung gilt es anzunehmen. Lasst uns in unser Leben schauen und uns selber fragen: „Wer kann gegen uns sein?“ Wenn wir doch wissen, dass unser Gott da ist für uns. Er hat unsere Herzen mit der Fülle seiner Liebe erobert, so dass wir niemals mehr an seiner Gegenwart zweifeln können. Auch wenn uns alles schief zu gehen scheint, dann bleiben wir doch bei unserem Vertrauen, dass Gott an unserer Seite ist. So viel Liebe hat er in unsere Herzen ausgegossen, dass wir keinen Grund haben, in Verzweiflung zu verfallen. Weder würden wir irgendwelche Umstände fürchten, noch könnten wir uns vor jemandem fürchten oder mit ihm ärgerlich werden. Mit diesem Verständnis ruft Jesus uns dazu auf, so vollkommen zu sein, wie es der Himmlische Vater ist. Er beschreibt die Perfektion des Himmlischen Vaters, die uns gezeigt worden ist, indem er den Regen sendet gleicherweise über die Gerechten wie die Ungerechten. Er lässt auch die Sonne über beiden scheinen. Seine Segnungen werden über alle ohne Ausnahme ausgegossen. Jeder von uns, egal wie krank oder zerbrochen wir sind oder wie unwürdig und sündhaft wir sein mögen, ist wertvoll für ihn. Er kann nicht hinabsteigen, um gemein zu sein, und versuchen, uns stolpern zu lassen, so dass wir wegen unserer Übertretungen verletzt sein mögen. Auf der anderen Seite lädt er uns ein, freundlich und großzügig zu sein, wie er es auch zu uns gewesen ist.

„So hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege“ (Jes. 55,9)

Einmal kam ein junger Mann zu mir. Er war sehr aufgebracht und ärgerlich. Er fühlte sich von seiner Freundin betrogen und vom Leben so niedergestreckt. Er liebte ein Mädchen sehr tief und wollte sie heiraten. Er dachte, dass auch sie ihn liebte. Aber ob er ihre Gefühle richtig verstanden hatte, war nicht klar. Aber eines Tages fand er heraus, dass sie einen anderen Jungen liebte und sich entschieden hatte, ihn zu heiraten. Er füllte, dass sie ihn absichtlich betrogen hatte. Dieses Gefühl der Ablehnung verwandelte sich bald in Ärger und Rache.

Zerschmettert und verzweifelt fragte er mich: „Wie konnte Gott erlauben, dass dieses geschieht? Ich hatte alle meine Hoffnungen auf dieses Mädchen gesetzt und jetzt sagt sie mir ohne irgendwelche Bedenken, dass sie nicht eine solche Liebe für mich hat und sie ihr Herz einem anderen Jungen geschenkt hat und ihn heiraten wird.“Er fuhr in einem ziemlich verbitterten Ton fort: „Ich werde niemals erlauben, dass dieses geschieht. Sie ist mein Mädchen. Ich werde ihr nicht erlauben, irgendeinen anderen zu heiraten. Ich werde sie töten, wenn es sein muss.“ Er war entschlossen, sie umzubringen. Alle Intensität der Gefühle in ihm hatten sich nun in großen Ärger und Rache verwandelt. Ich sagte ihm: „Mein Bruder, du kannst das tun. Du kannst das Mädchen töten und so deinen Weg haben. Du würdest gesiegt haben in der Situation, wo du fühlst, dass sie dich besiegt hat. Aber wer hat wirklich gesiegt? Es ist dein Ärger, deine Sünde- der Teufel in dir, der gesiegt hat, indem du sie getötet hättest. Aber Gott bittet dich, mehr als ein Überwinder zu sein. Wahrhaftig, du fühlst dich besiegt. Ich verstehe die Last des Sturmes von Ärger, Bitterkeit und Verzweiflung in dir. Aber wirst du allen diesen negativen Kräften erlauben, dich zu beherrschen? Du hast eine Option. Ab jetzt hast du einen Anruf Gottes erhalten, mehr als ein Eroberer zu sein. Danach sollst du dich richten und sag ihr, dass du für sie beten wirst und immer für sie beten wirst. Gehe zur Hochzeit und wünsche ihr allen Segen. Dann wirst du mehr als ein Eroberer sein.

Er hörte dieses nicht. Er war total wütend. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Er wollte sich mit nichts anderem zufrieden geben. Er schrie: „ Sie hat mich betrogen. Sie hat mich verletzt und ich kann diesen Schmerz dieser Verletzung nicht ertragen. Ich muss ihr eine Lektion erteilen. Er brannte vor Rache. Ich neigte mich ihm zu und sagte: „Du bist sehr stark ein Mensch dieser Welt. Du bist ja vollkommen von grundlegenden Gefühlen kontrolliert. Du bist hin- und hergezerrt von den bösen Kräften des Zornes und Hasses. Es gibt keine heilige Rechtfertigung für Hass. Du musst eine Entscheidung treffen, wem du dein Leben übergeben willst.“ Er war verwirrt und aufgebracht.

„Der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus“ (1 Kor. 15, 57)

Ich betete für ihn und wartete, bis er abkühlte. Ich erinnerte ihn daran, dass wenn er für die Exerzitien gekommen sei, der Herr ihn hierher gebracht habe aus einem bestimmten Grund. „ Gott möchte, dass du mehr als ein Eroberer bist“. Wenn du ihr verzeihst und betest, dass ihre Ehe mit dem anderen Jungen ein glückliches Leben der Liebe sein möge, dann hast du teil am Herzen Jesu- du verhältst dich, wie  Jesus es getan hat.“Dann fragte ich ihn: „Wer war der Sieger auf dem Kalvarienberg? War es Pilatus, der Jesus verurteilte? War es der Hauptmann, der ihn kreuzigte? Da waren auch noch die Soldaten, die grausam zu ihm waren und ihn verspotteten. Wie könnten wir Judas vergessen, der ihn verriet oder Petrus, der ihn verleugnete?“ Scheinbar waren sie alle erfolgreich. Aber in einem Moment des Heiles kam ein Strom der Liebe vom Himmel in das Herz Jesu und er betete: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lk. 23,34). In dem Moment, als sich dieses Gebet dem Herzen Jesu entrang, verschwand die Dunkelheit auf dem Kalvarienberg. Das Kreuz, das Zeichen des Fluches wurde zum Zeichen des Segens für jeden von uns. Jesus hatte den Stolz besiegt, das Böse, die Ungerechtigkeit, den Neid seiner Feinde, indem er für sie betete und sie liebte.

Ich wandte mich ihm zu und forderte diesen jungen Mann heraus: „ Auf dem Kalvarienberg war Jesus mehr als alle diese Eroberer. Dies ist dein Kalvarienberg. Das Opfer ist es, in der Gegenwart des Herrn zu bleiben und seinem Weg des Lebens zu folgen. Versuche nicht ein Eroberer in der Sprache dieser Welt zu sein. Solche Siege hinterlassen nur Asche und Blutvergießen-schreckliche Erinnerungen für die Nachwelt. Sei ein Eroberer in den Augen Gottes. Überwinde die Dunkelheit des Bösen in jedem um dich herum.“ Ich betete für ihn und sandte ihn, um an der nächsten Exerzitien- Einheit teilzunehmen. Der Herr berührte ihn und erfüllte ihn mit der Kraft des Heiligen Geistes. Er wurde eine neue Person. Er überbrachte dem Mädchen Wünsche zu ihrer Hochzeit und versicherte ihr sein Gebet. Später teilte er mir mit, wie frei und stark er sich gefühlt hatte.  Sünde hat ihre Argumente, aber sie ist trügerisch und versklavt.

Der Herr hat einen Plan, der sich in jedem unserer Leben erfüllen soll. Er hat einem jeden eine Botschaft zu geben. Er hat durch einen jeden von uns eine Mission zu erfüllen- eine Mission, das Licht zu verbreiten, mehr als Eroberer in unseren Familien zu sein, in unseren Nachbarschaften und Gemeinden. Wie Papst Johannes Paul II.  und Maria Goretti- wir sollen einen Lichtstrahl in jede dunkle Ecke dieser Welt tragen. Wir sollen bereit sein, diesen Ruf anzunehmen und kühn voranschreiten. Der Herr hat große Macht, um uns zu stärken, so dass wir mehr als Eroberer werden können. Dieses ist eine Welt, die in die Dunkelheit der Sünde eingetaucht ist. Aber wir sollen sie in einen wunderbaren Platz verwandeln, mit der Pracht des Lichtes Jesu. Mit dieser klaren Entscheidung in unseren Herzen lasst uns die Hände falten mit den Jugendlichen von POWER 2011 und unsere Entschlossenheit, mehr als Eroberer zu sein, erneuern.
Gebet
Herr Jesus, du verlässt uns nie. Deine Liebe, o Herr, ist der Wohlgeruch unseres Lebens. Wenn du mit uns bist, wissen wir, dass wir uns vor nichts fürchten brauchen, denn du wirst für uns kämpfen und uns zur Freude des Sieges führen.
Herr, wir bringen dir jede Widrigkeit unseres Lebens und wir danken dir hier Herr, denn wir wissen, dass deine unbegreifliche Macht, die in uns wirkt, sehen sollen. Hier sollen wir verwandelt werden, um mehr als Eroberer zu sein. Herr, wir beten, dass wir deine vollkommene Liebe immer in unseren Herzen tragen, deine Mission vor unseren Augen haben und deine Botschaft der Heiligkeit und Heilung leben.
Möge das Licht deiner Liebe in uns wieder neu Heilung und Schönheit in unsere Familien, Gemeinschaften und in diese Welt bringen.
Amen
 
Divine Updates

Retreats and Healing Masses in Sydney

Divine Australia invites you to healing Masses and retreats to be held across various venues in New South Wales, Sydney. To be led by Fr Augustine Vallooran VC. For details, email Fr Roni George, Director, Divine Australia - drcsydney@gmail.com.

Date: 2 - 7 October, 2018

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Divine Retreats in Adelaide, Melbourne & Canberra

Divine healing Masses and retreats to be held across various venues in Australia. Masses to be offered by Fr Augustine Vallooran VC. Praise and worship by Glen and Teresa La'Rive.

Date: 22 September - October 1, 2018

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Joshi Kochukudiattil, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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