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Monthly Reflection by
Fr. Augustine Vallooran VC
"I dwell with the crushed and the dejected“ (Is 57:15)

- Fr. Augustine Vallooran VC

Prayer of the Month

Monthly Reflections

"Ich wohne bei den Zerschlagenen und Bedrückten(Jes. 57,15)

(Von P. Augustine Vallooran VC)


Weihnachten ist das Fest der bedingungslosen Großherzigkeit Gottes gegenüber den Hilflosen und Gottlosen. Der Hl. Paulus findet eine passende Erklärung dieser Barmherzigkeit. „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben“ (Röm. 5,5+6). Die Geburt, das Leben und der Tod Jesu bestätigen in unseren Herzen das überreiche Erbarmen Gottes.

Es gibt eine bezaubernde Fabel vom kleinen Lamm Ephraim. Es lebte mit seiner betagten Mutter, vielen anderen Schafen und den Hirten in einer großen Höhle, die nicht weit vom Ort entfernt lag. Seine Mutter rief ihn liebevoll „Eph“. Er war weiß, doch mit schwarzen Flecken übersät. Eph fühlte sich isoliert und traurig, als er sah, dass die anderen Schafe anders als er aussahen. Sie hatten schneeweißes Fell. Und er war noch trauriger, als er die anderen Lämmer herumtollen sah, denn er war verkrüppelt und konnte nur langsam hinken. Eines Tages entschieden die Hirten alle Schafe aus dem Pferch zu einem Ausflug zu den nahen Hügeln mitzunehmen. Eph war begeistert und bereit, mit seinen Freunden aufzubrechen. Doch die Anderen lachten ihn wegen seines Herumhumpelns aus. Der Hirte gab ihm einen Klaps auf den Hintern und sagte Eph gutmütig, dass es eine lange Reise war und er es nicht schaffen würde. So blieben Eph und seine Mutter zurück. Die Mutter tröstete ihn: „Sei nicht traurig, kleiner Eph! Gott hat eine besondere Gnade für diejenigen, die in die Röhre schauen“. Eph dreht sich um und hinkte davon. Er schaute auf die Schafe, die fröhlich im Gras umherhüpften und die Hirten. Eine kleine Träne rollte aus den Augen von Eph. Es war Abend und die Mutter führte Eph langsam in die Wärme der Höhle und lud ihn ein, etwas Heu zu fressen. Dann brachte die Mutter Eph ins Bett und legte sich neben das kleine Lamm.

Um Mitternacht wachte Eph verängstigt auf und rief nach seiner Mutter, er flüsterte ihr zu, dass er sah, wie sich etwas in der Krippe bewegte. Sie schauten in dem schwach beleuchteten Stall umher und sahen ein kleines Baby auf frischem Heu im Futtertrog liegen. Eine junge Frau ruhte sich neben dem Baby aus. Beide, Mutter und Eph waren sehr erschüttert über den Anblick der Menschen in ihrer kleinen Bleibe. Das Baby fing an zu schreien, denn es war sehr kalt. Die Frau nahm das Baby und drückte es fest an sich, um das Kind zu wärmen und zu trösten. Eph schaute sich im Stall nach etwas um, das dem Baby Wärme geben könnte. Die Hirten hatten alle Decken mitgenommen. Da erinnerte sich Eph an sein eigenes weiches, warmes Fell. Furchtsam ging er herüber und schmiegte sich an das Baby. „Danke kleines Lamm!“, flüsterte die Mutter des Babys freundlich. Das Baby schlief wieder ein. Bald betrat ein Mann den Stall, er trug etwas Reisig. „Entschuldige Maria“, erklärte er, „das war alles, was ich finden konnte“. „Es ist in Ordnung“, antwortete sie, „dieses kleine Lamm hat das Kind, den König, warmgehalten“. Eph wunderte sich, was sie wohl meinten, er verstand nicht, wie ein König in einem Stall aufgefunden werden konnte. Da kamen gerade die Hirten in den Stall geeilt, sie waren alle aufgeregt. Jetzt um Mitternacht waren sie von ihrem Ausflug zurückgekehrt. Sie berichteten: „Wir sahen ein helles Licht und hörten die Botschaft der Engel im Himmel“. Sie wandten sich Eph zu und berichteten: „Weißt du, dass dieses Baby der neugeborene König der ganzen Welt ist?“ Die Mutter des kleinen Babys drückte das kleine Lamm fest an sich und sagte: „Gott hat eure Gebete gehört und ist gekommen, um mit euch zu sein“. Eph begriff, dass es ein besonderes Kind und ein besonderer Moment war. Er verstand auch, warum er mit einem verkrüppelten Bein geboren war. Wenn er wie der Rest der Herde gewesen wäre, wäre er auf den Hügeln gewesen. Das Baby wäre kalt geblieben und hätte geweint. Und er hätte niemals unter den ersten sein können, die Jesus in dieser Welt willkommen geheißen hätten. Eph sagte seiner Mutter: „Du hattest recht. Gott hat in seinem Herzen einen besonderen Platz für mich“.

„Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lk. 19,10)

Die biblische Vorstellung von den Schafen und dem Hirten ist im Kontext des Kommens Christi in diese Welt sehr bemerkenswert. In der Prophetie des Ezechiel beklagt Gott die traurige Lage seiner Schafe. Er macht den Hirten Vorwürfe, hier betrifft es die Führer von Israel, und erklärt: „Die schwachen Tiere stärkt ihr nicht, die kranken heilt ihr nicht, die verletzten verbindet ihr nicht, die verscheuchten holt ihr nicht zurück, die verirrten sucht ihr nicht und die starken misshandelt ihr. Und weil sie keinen Hirten hatten, zerstreuten sich meine Schafe und wurden eine Beute der wilden Tiere… Doch keiner kümmerte sich um sie; niemand suchte sie“ (Ez. 34,4-6). Der Herr fährt mit der Bestätigung seines persönlichen Einsatzes und der Zuneigung für die zerbrochenen, schwachen und verwundeten Schafe fort: „Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. …Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen- Spruch Gottes, des Herrn. Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten“ (Ez. 34,11-16). Diese Prophetie Ezechiels erklärt das Geheimnis von Weihnachten. Gott selbst kommt, um die Verlorenen wiederherzustellen. Jesus erklärte Nikodemus das Geheimnis der Menschwerdung: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“ (Joh. 3,16). Es ist das Mitleid Gottes für die zugrunde gehende Menschheit, das ihn aus seiner Herrlichkeit des Himmels in die demütige Form eines Menschen hier auf die Erde gebracht hat. Sein Anliegen war es, persönlich sicherzustellen, dass niemand, der sich ihm zuwendet, verloren geht.

Die Verwundeten und Unterdrückten der Gesellschaft waren für ihn kostbar. Für sie ist er gekommen. Deshalb waren die ersten, die sein Kommen feierten die Hirten, die aus der untersten Gesellschaftsschicht stammten. Sie waren Gott so kostbar, dass Gott sie zur Krippe einlud, um als erstes das Heil zu sehen.

„Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade“ (2 Kor. 6,2)

Bartimäus saß zu lange am Marktplatz von Jericho, er wurde von den Menschen verachtet, bettelte in der Dunkelheit seiner Blindheit und wurde von Gott übersehen. Achtunddreißig Jahre waren auch zu lang für den Mann am Teich von Bethesda, der durch seine Krankheit in einer Ecke der Scham und Isolation gebunden war. Die Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt und sich schon so lange danach sehnte, dass ihr Leben ein Ende nähme. Die Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde, war zu lange in den Fesseln der Sünde gefangen und zu kostbar für Gott, um ein elendes Ende ihres Daseins durch die Steinigung zu erfahren. Die Samariter, die Zöllner, die Aussätzigen und Jeder von der Gesellschaft verachtete, sollte wissen, dass sie die geliebten Kinder eines sorgenden Gottes sind. Dafür kam Gott selbst als Emmanuel auf diese Erde herab.

Der bekannteste Titel, den Jesus sich selbst gab, ist: „Ich bin der gute Hirte“ (Joh. 10). Es ist mehr als ein Titel, denn er drückt den Grund seines Kommens auf die Erde und die Mission, für die er gelebt hat, aus. „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Ich bin der gute Hirt. Der Hirt gibt sein Leben hin für seine Schafe“ (Joh. 10, 10+11). Weihnachten ist das Fest dieser Zusicherung, die Jedem gegeben ist, der an ihn glaubt, ganz besonders die Verwundeten und Unterdrückten. In der Welt gibt es Feiern für die Reichen und Mächtigen. Für diejenigen, die an Jesus glauben, ist es eine Antwort auf die Gebrochenheit unseres Lebens. Als Emmanuel, Gott ist immer mit uns, ist er besonders in den Momenten unserer Vereinsamung und Ohnmacht. Er ist ein Gott, der in solchen Momenten nach uns sucht, um aus unserem Leben ein Fest zu machen.

„Und er, Gott, wird bei ihnen sein; er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen“ (Offb. 21, 3+4)

Ich rufe mir mein erstes Weihnachten in Italien in Erinnerung, als ich meine Studien in Rom fortsetzte. Ich wurde in eine abgelegene Dorfgemeinde in Norditalien gesandt, um am Heiligen Abend dort Beichte zu hören. Es waren fromme Dorfbewohner und viele von ihnen kamen während des Tages zur Beichte. Dann gab es eine große Feier um Mitternacht und danach fuhr der Pfarrer der Gemeinde zu seiner Familie, um mit ihnen den ersten Weihnachtstag zu verbringen. Doch mein Zug zurück nach Rom war erst am Abend. Der Priester versicherte mir, dass genug Essen für den Tag im Kühlschrank war. Am Morgen wachte ich auf und fand das Pfarrhaus, die Kirche und das Gelände verwaist. Ich konnte schwach den Klang von Liedern und Lachen aus dem Dorf hören. Ich fühlte mich einsam und verlassen. Wehmütig dachte ich an die Weihnachtsfeiern zuhause. An dem Tag hatte ich nichts zu tun, als auf meinen Zug am Abend zu warten. In der beißenden Kälte konnte ich mich noch nicht einmal herauswagen, um einen Spaziergang zu machen. Ich ging in die Kirche und stand für eine Weile an der Krippe. Ich betete und betrachtete das Geheimnis der Menschwerdung. Bald sah ich, wie das Jesuskind in der Krippe lebendig wurde. Seine Hände öffneten sich und hießen mich willkommen, seine Augen schauten mich voll Mitleid an. Ich kniete nieder und hielt mich vollkommen Gott hin, da spürte ich, wie seine zärtliche Liebe mein Herz erfüllte. Alle Sorgen der Einsamkeit verschwanden und die Freude des Geliebt- Seins überkam mich. Als ich aus der Kirche ging, summte ich das alte Weihnachtslied „Stille Nacht“, ich traf einen Mann, der mich freudig grüßte. Er gehörte zur Gemeinde. Er lud mich ein, mit seiner Familie zu Mittag zu essen. Sie hatten drei kleine Kinder, die überglücklich waren, einen Überraschungsgast zu haben. Es wurde ein Weihnachtsfest, das ich nie vergessen werde, denn es fand in der Umarmung der Liebe Gottes statt. Es ist unglücklich, wenn wir Situationen erlauben, unsere Herzen zu verdunkeln. Wenn wir uns nur dem Herrn zuwenden, dann werden wir ihn wartend finden, um seine Liebe in unsere Herzen auszugießen. Die Liebe, die wir in unserem Gott erfahren, wird uns dazu befähigen, über die Umstände hinaus zu wachsen und mit anderen zu teilen.

Weihnachten lädt uns ein, jedes Mal, wenn wir verwundet sind, egal ob geistig, mental oder körperlich, auf das Anklopfen Jesu zu warten. „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er

mit mir“ (Offb. 3,20). Diese Zusicherung gibt uns großes Vertrauen für unser alltägliches Leben. Das Weihnachtsfest verfliegt nicht wie ein jährliches Event. Es ist ein wichtiger Bestandteil unseres Glaubens, dass Gott in jeder Not in unsere Herzen kommt. So sagt es uns die Bibel mit den Worten: „Ja, ich komme bald.-Amen. Komm, Herr Jesus!“ (Offb. 22,20) Dieses Warten mit Erwartung auf den Herrn und die Erfahrung seiner Gegenwart in unserem Leben- darum geht es an Weihnachten.

Gebet:

Herr, Gott, des Himmels und der Erde, du bist gekommen, um unter uns zu wohnen. Wir wollen niemals mehr im Land der Dunkelheit und Einsamkeit betrübt sein. Wir danken dir, dass du deine Hand ausstreckst und uns in jedem Moment von Ablehnung und Verletzung tröstest. Du hebst uns auf, wenn wir niedergemacht wurden. Möge das Licht deiner Liebe an diesem Weihnachtsfest jedes Zuhause und jedes Herz erfüllen. Amen.

 
Divine Updates

39th National Youth Retreat

Our annual National Youth Retreat will be held at the Divine Retreat Centre. Come and let the word of God refresh you. Simultaneous retreats for couples, children and Bible nursery to be held. Contact Divine Youth for more details.

Date: May 19 - 24, 2019

Retreats at the Divine Retreat Centre, Somersby, Sydney

Divine Retreat Centre, Somersby to hold retreats throughout 2017. For bookings, email Fr Roni George, Director - drcsydney@gmail.com. Hurry, as admission is limited.

Date: January 2018 - December, 2018

Retreats in Divine Retreat Centre, UK

Divine Retreat Centre, Ramsgate UK, has announced several English and Malayalam language retreats to be led by Fr. George Panackal VC and Fr. Joseph Edattu VC. All are welcome.

Dates: Jan - Dec, 2019

POWER 2019 at Divine Retreat Centre

DRC is back with the highlight of the year: the 14th International Youth Conference - POWER 2019. The very best international preachers and gospel bands will be here to lead us into worship. Be there to experience a totally different atmosphere of prayer. A Couples' Retreat and a Kids' Retreat will be held simultaneously. Don't miss it.

Date: July 21 - July 26, 2019

Divine Retreat Schedules

ENGLISH RETREATS

English retreats are held every week from Sunday to Friday. Special retreats are conducted for priests, religious and laity as well. Come and experience the Lord and grow in Him.

MALAYALAM RETREATS

Inner healing retreats, growth retreats, couples' retreats and youth retreats in Malayalam, are led by Fr. Joshi Kochukudiattil, Fr. Mathew Naickomparambil and Fr. Binoy Chackanikunnel.

OTHER LANGUAGES

Retreats in Konkani, Kannada, Tamil, Hindi and Telugu

Every week, retreats are held in five different regional languages of India, apart from in the local language - Malayalam. The retreats are led by Vincentian priests and supported by powerfully anointed laity of God.

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